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Magenprobleme beim Laufen Sodbrennen

Ihr Magen spielt beim Laufen manchmal verrückt? Wir erklären die Ursachen für Sodbrennen und geben Tipps zum Umgang damit.

Viele Läufer machen im Laufe ihres Trainingslebens Erfahrungen mit Sodbrennen. Die möglichen Ursachen für Sodbrennen in Ruhe oder auch während Belastung sind vielfältig. Meist ist das Ganze harmlos und zum Beispiel durch Stress bedingt. Auch intensives Training kann vom Körper als Stress wahrgenommen und deshalb mit Sodbrennen quittiert werden.

Was ist Sodbrennen?

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure durch den Schließmuskel, der den Magen von der Speiseröhre trennt, in die Speiseröhre gelangt. Es entsteht ein unangenehmer Geschmack im Mund.

Welche Symptome hat man beim Sodbrennen?

Die Hauptsymptome beim Sodbrennen sind ein brennendes Gefühl in der Speiseröhre, Druck in der Magengegend im linken Oberbauch und das Aufstoßen von saurem Magensaft.

Durch welche Ursachen entsteht Sodbrennen?

Die meisten Ursachen von Sodbrennen sind harmlos und mit einigen konsequenten Veränderungen der Lebensgewohnheiten leicht zu beheben: Die Hauptursache von Sodbrennen ist Stress, denn der führt zu einer vermehrten Produktion von Säure im Körper. Eine fettreiche Ernährung und Übergewicht können Sodbrennen begünstigen. Außerdem kann es als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten. In der Schwangerschaft entsteht Sodbrennen durch den Druck der Gebärmutter von unten auf den Magen.

Allerdings gibt es auch ernsthafte Hintergründe, die – zumindest bei wiederholten bzw. dauerhaften Beschwerden – unbedingt durch gezielte Untersuchungen ausgeschlossen werden sollten. So ist es z. B. wichtig, eine Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung), eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung), eine Helicobakter-Besiedelung (Bakterien) des Magens und besonders einen Ulcus (Magengeschwür) früh zu erkennen und dann adäquat zu behandeln. Hierzu ist unter Umständen eine Magenspiegelung durchzuführen, mittels der auch eine Hiatusinsuffizienz/-hernie (Zwerchfelllücke am Speiseröhrendurchtritt, wodurch Säurerückfluss vereinfacht ist) erkannt werden kann. Die jeweils notwendige Behandlung (vor allem medikamentöse Säureblocker) erfolgt durch Ihren Arzt.

Was kann man beim Laufen gegen Sodbrennen tun?

In den meisten Fällen hat das Sodbrennen eine harmlose Ursache und wird durch äußere Reize bedingt. Solche Reize können etwa die Belastung durch das Laufen sein oder aber mit der Ernährung zusammenhängen. Versuchen Sie einmal, die Sache durch eine halbe Banane oder auch einen Säureneutralisator (z. B. Wirkstoff Magaldrat in einem Gel oder als Kautablette) zu stabilisieren.

Zusätzlich ist es sinnvoll, den Kaffeekonsum (ebenso Heißes, Eiskaltes, Scharfes, voluminöse Mahlzeiten und Alkohol) einzuschränken. Darüber hinaus entlastet ausführliches Kauen der Nahrung den Magen, der dann für den Verdauungsprozess weniger Säure bilden muss. Nehmen Sie viel Flüssigkeit (Mineralwasser oder grüne Tees) zu sich und verzichten Sie auf Nahrungsmittel in den letzten zwei Stunden vor dem Lauf.

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