Hersteller

Kompressionsbekleidung für Läufer im Test

Sanfter Druck Kompressionsbekleidung für Läufer im Test

Enge Bekleidung kann beim Laufen Vorteile bringen: Wir zeigen aktuelle Produkte und erklären, wie sie wirken.

Beim Thema Kompression denken die meisten Läufer zuerst an Strümpfe mit entsprechender Wirkung. Solche gibt es von zahlreichen Herstellern, mit kurzem oder langem Schaft und mit unterschiedlichen funktionellen Eigenschaften. Ja, sogar als modisches Accessoire werden sie eingesetzt, ob im Retro-Style oder im Neon-Look, dazu in speziellen Varianten für Winter und Sommer, Wettkampf oder Training.

Aber eine Kompressionswirkung gibt es auch bei anderen Bekleidungsstücken. Durch neuartige Produktionsverfahren mit modernen Strickmaschinen entstehen Gewebestrukturen mit punktuell wirksamen Funktionszonen: Die Kompressionswirkung kommt genau da zum Einsatz, wo sie erwünscht ist.

In der Intensität ist sie zwar nicht vergleichbar mit der individuell angepasster medizinischer Stützstrümpfe, die den Blutfluss zurück zum Herzen fördern. Doch für viele Läufer ist das auch nicht ausschlaggebend – sie schätzen einfach die sanft formende Unterstützung. Denn die engsitzenden Teile mindern Vibrationen, ob an Wade, Oberschenkel oder Oberkörper. Und die elastischen Gewebe stabilisieren zugleich das subkutane menschliche Gewebe. Das dient nebenbei dem Body-Shaping, erzeugt aber vor allem ein angenehmes Tragegefühl.

Shirts: Oberteile mit Kompression

Mit einem eng anliegenden Kompressionsoberteil möchte man sich am liebsten in der ersten Startreihe des Wettkampfs aufstellen, denn man fühlt sich darin gleich ein bisschen wie Superman. Jenseits dieses oberflächlichen Gefühls muss man an den positiven Effekt im Sinne einer Leistungssteigerung aber schon fest glauben, denn wissenschaftlich nachgewiesen ist dieser nicht. Nichtsdestotrotz verleihen die Oberteile vielen Läufern ein positives Tragegefühl, auch wenn dieses anfangs ungewohnt oder sogar unangenehm ist.

Und auch optisch werden die Körperformen betont, nicht nur in der ersten Startreihe. Shirts mit Kompressionswirkung, ob mit kurzem oder langem Ärmel, verleihen dem Träger ein figurschmeichelndes Aussehen. Der hautenge Sitz hat einen praktischen Nebeneffekt: Die Textilien nehmen Feuchtigkeit schnell von der Haut auf und sorgen für guten Klimakomfort. Der Körper überhitzt nicht so schnell, kühlt aber auch nicht aus.

Aktuelle Kompressionsshirts im Test

X-Bionic Run Shirt 4.0

Hersteller

In der Schweiz entwickelt und in Italien auf Rundstrickmaschinen gefertigt, auch in spezieller Damenversion, reduziert das Shirt Vibrationen und stimuliert durch partielle Kompressionswirkung das periphere Nervensystem. Im Tragetest legte sich das anfängliche Engegefühl schnell und der hohe Klimakomfort überzeugte.

UVP: 149 Euro

Adidas Alphaskin Sport+ Longsleeve

Hersteller

Hier bestellen: Herren-Modell

Bei seinen Kompressionsoberteilen bietet Adidas zwei Schnitte an: „Standard“ und „Tall“. Wegen des hohen Elastan-Anteils (zwölf Prozent) kann man eine Nummer kleiner wählen, die Kompressionswirkung ist vergleichsweise gering. Das leichte Gewebe mit Mesheinsätzen ist ideal für schweißtreibende Trainingseinheiten.

UVP: 45 Euro

Uyn Alpha Coolboost Running

Hersteller

Hier bestellen: Damen-Modell oder Herren-Modell

Die italienische Marke setzt hier eine „Compress Wave“-Struktur ein: Das Gestrick ist unterschiedlich dicht verarbeitet. Das sorgt einerseits für Bewegungsfreiheit, andererseits für mehr Kompression. Die Passform ist „italienisch“, fällt also eher klein und schmal aus, „die Funktionalität ist überragend“, so ein Tester.

UVP: 99 Euro

Tights mit Kompression: Funktionale Laufhosen

Die eng anliegenden Tights setzen gewissermaßen da an, wo die Kompressionssocken aufhören: Die graduelle Kompression wird von den Knöcheln aufwärts über die ganze Länge des Beins fortgesetzt. Graduell bedeutet: Der mechanische Druck ist im Knöchelbereich am größten und nimmt nach oben Richtung Hüfte stufenlos ab. So soll der Blutrückfluss zum Herzen unterstützt werden. Spürbarer sind für Läufer jedoch die Nebeneffekte, wie auch bei Socken oder Oberteilen: Muskelvibrationen werden reduziert, die Muskulatur stabilisiert. Der Effekt kann gerade bei längeren Läufen sehr angenehm sein. Entscheidend sind natürlich ein angenehmes Tragegefühl und ein guter Sitz. Die Anprobe ist daher ratsam.

Aktuelle Kompressionstights im Test

2XU Mid-Rise Compression Tight

Hersteller

Hier bestellen: Herren-Modell oder Damen-Modell

Die Marke 2XU („Two Times You“) bietet bei der Tight sieben Größen an, die sich nach Körpergröße und Gewicht richten. Auf der Frontseite ist dichteres Gewebe verarbeitet, die graduelle Kompressionswirkung wird dadurch besser unterstützt. Die Muskelvibrationen werden spürbar gemildert.

UVP: 99 Euro

Under Armour Rush Seamless Leggings

Hersteller

Die Rush Leggings haben eine feste und dichte Gewebestruktur, sind schwer anzuziehen und sitzen supereng, aber die Kompression ist deutlich spürbar. Dank hochwertiger Verarbeitung drückt keine Naht auf der Haut. Die Tight lässt sich bei milden Temperaturen auch gut in Kombination mit kurzer Hose tragen.

UVP: 85 Euro

Goldwin Inspiration Long Tights

Hersteller

Die Kompression wirkt bei den sehr hochwertig verarbeiteten Inspiration Tights den Muskulaturschwingungen entgegen. Dabei ist die Druckwirkung des angenehm weichen Gewebes an der unteren Wade deutlich höher als etwa am Oberschenkel, was den Blutkreislauf fördern soll.

UVP: 120 Euro

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen RUNNER'S WORLD eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite