Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
Hybrid-Trailschuhe Christian Lohfink

Hybrid-Trailschuhe für Gelände und Straße

Hybrid-Trailschuhe Die Alleskönner für Gelände und Straße

Diese Hybrid-Trail-Laufschuhe eignen sich sowohl für Matsch, wurzelige Waldwege und Geröll wie auch für Asphalt – eben für jeden Teil der Laufstrecke.

Ein einsamer Singletrail windet sich im Licht der Morgensonne durch eine liebliche Berglandschaft, im Hintergrund glitzert ein See. Mittendrin schwebt ein Läufer durch die Natur: So sehen wir uns Trailläufer. Aber oft sehnen wir uns auch nur nach dieser Szenerie, denn unsere alltägliche Laufrunde hat meist wenig mit der Traumwelt gemein. Um zum nächsten Trail zu gelangen, müssen wir oft zumindest einige Hundert Meter über Asphaltstraßen laufen. Und der Trailrun selbst ist für viele dann nicht der einmalige Genusslauf von Gipfel zu Gipfel über aussichtsreiche Singletrails, sondern eher ein schnöder Waldlauf.

Wald- und Feldwege am Stadtrand sind das klassische Laufterrain und dafür sind normale Laufschuhe oft ebenso gut geeignet wie ein Trailschuh – oder sogar besser. Denn ein Großteil dieser Wege ist entweder befestigt oder zumindest sehr eben und frei von Hindernissen. In der Realität werden an Trailschuhe andere Anforderungen gestellt als in unseren Wunschvorstellungen. Die Hersteller wissen dies natürlich und richten ihr Angebot danach aus.

Das beste aus zwei Welten: Grip UND Komfort

Diese „Hybridschuhe“, die wir Ihnen hier vorstellen, tragen zwar das Hauptmerkmal von Trailschuhen: eine eher stark profilierte Außensohle. Was sie von diesen aber unterscheidet, ist der Aufbau der Mittelsohle. Diese ist deutlich weicher gedämpft als bei den „reinrassigen Bergziegen“, was auf befestigten Wegen für ermüdungsfreies Laufen sorgt. Möglich wurde dieser Spagat zwischen Robustheit und Komfort durch die modernen Mittelsohlen­schäume, die bei vielen Herstellern seit Kurzem zu auffallend voluminösen, aber erstaunlich leichten Sohlenkonstruktionen führen und für ein ganz neues Laufgefühl sorgen. Selbst Trail-Spezialisten wie Salomon, Inov-8 oder La Sportiva setzen mittlerweile auf den Komfort-Faktor, wie die hier vorgestellten Modelle zeigen.

Während Trailläufer früher, wenn mal ein Kilometer Asphalt unter ihre Sohlen geriet, um ihre Kniescheiben und Menisken fürchteten, haben die neuen Modelle von Adidas, Brooks, New Balance und Nike ein Komfort­niveau, das von Dämpfungsschuhen nicht mehr zu unterscheiden ist. „Wenn ich nicht wüsste, dass das ein Trailschuh ist, hätte ich es nicht gemerkt“, lautet der vielsagende Kommentar eines Testläufers, der auf alle vier Modelle gleichermaßen zutrifft.

Die Außensohle: Von grob bis sanft

Ein weiteres typisches Konstruktionselement von Trailschuhen neben der „Treckersohle“ ist die „Rockplate“ – eine feste Kunststoffplatte, die in die Mittelsohle integriert ist, etwa beim La Sportiva. Sie schützt den Fuß vor Steinen oder Ästen, die sich durch die Sohle drücken könnten, was umso wichtiger wird, je unwegsamer der Trail ist und je länger der Lauf. Nachteil der Platte ist, dass diese auf Kosten der Flexibilität und Dynamik geht. Auch das Gespür für die Bodenbeschaffenheit leidet. Auf festem, ebenem Untergrund und für ambitioniertere Läufer ist dieser Umstand ein Nachteil.

Wichtig bei der Beurteilung von Trailschuhen ist ein Blick auf die ­Außensohle: Die besseren Laufeigen­schaften auf Straße oder festem Untergrund gehen bisweilen zulasten der Geländetauglichkeit, etwa beim Nike-Modell. Wer mehr Halt auf unebenem Terrain wünscht, wird ein gröberes Profil wählen. Wer dies nur selten braucht, fühlt sich von groben Stollen oft eher gestört. Dennoch erschließen die hier vorgestellten Modelle ein enormes Einsatzgebiet, das vom Asphalt bis zum Alpenpass reicht – ohne große Kompromisse.

Die neuen Hybrid-Trailschuhe im Test

Hybrid-Trailschuhe, Nike, Brooks, Adidas
Christian Lohfink
von links: Nike Trail Pegasus 37, Brooks Divide, Adidas Terrex Two Ultra Parley

Nike Pegasus Trail 2

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell (129,95€)

UVP: 130 Euro

Konstruktion: Mittelsohle aus React-Schaum, 10 mm Sprengung, Gewicht 315 Gramm.

Laufeindruck: Als Trail-Version des sehr komfortablen Pegasus 37 (der bei uns im Test super abschnitt) ist er deutlich näher an der Straße als am rauen Trail. Wer bei Straßenläufen also kurz mal durchs Gelände laufen will, ist mit dem Peg gut beraten. Auch ein Komfort-Tipp für Ultra-Distanzen. Negativ: wenig Halt der Sohle, rutschig bei Nässe.

Brooks Divide

Hier bestellen: Herrenmodell (109,95€, Nachfolger) oder Damenmodell (Nachfolger)

UVP: 110 Euro

Konstruktion: Rockplate im Vorfußbereich, textiles Obermaterial, 8 mm Sprengung, 292 Gramm.

Laufeindruck: Auch unter den Brooks-Trailmodellen ist der neue Divide der straßentauglichste, vor allem Fersenläufer profitieren von der voluminösen Mittel­sohlendämpfung. Gut: Der Divide eignet sich prima für lange, ruhige Waldläufe. Das Obermaterial ist bequem, bietet in rauem Gelände aber zu wenig Schutz.

Adidas Terrex Two Ultra Parley

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell

UVP: 180 Euro

Konstruktion: volumige Zwischensohle aus Boost-Dämpfungsschaum, Außensohle aus Continental-Gummi, Obermaterial mit Teilen von recyceltem Parley-Plastikmüll. 6mm Sprengung, 335 Gramm

Laufeindruck: „Ein Dämpfungsschuh mit ­guten Trailqualitäten“, so ein Testläufer. Fazit: Das Einsatz­gebiet reicht von der Straße bis zum Feld- oder Waldweg. Herausragend ist die Sohle. Negativ: Der Schuh ist bei schnellerem Lauftempo etwas ­behäbig und bietet eher wenig Rückmeldung vom Untergrund.

Hybrid-Trailschuhe, New Balance, Asics, On
Christian Lohfink
von links: New Balance Fresh Foam Hierro V5 Gore Tex, Asics Gel-Fujitrabuco Pro, On Cloudventure

New Balance Fresh Foam Hierro V5 Gore Tex

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell

UVP: 160 Euro

Konstruktion: breit konstruierte Sohleneinheit mit Fresh-Foam-Dämpfungsschaum, Außensohle von Vibram. Das Obermaterial ist dank Mem­bran wasserdicht. 8 mm Sprengung, 343 Gramm

Laufeindruck: „Läuft sich wie ein komfortabler Straßenschuh“, urteilt ein Testläufer. Insbesondere Fersenläufer profitieren. Guter Halt auf Sand und Stein, gute Langstrecken- und Ultra-Eignung. Negativ: rutschig auf ­weicherem, tiefem oder matschigem Untergrund. Wenig Dynamik für schnelleres Lauftempo. Bei Sommertemperaturen zu warm.

Asics Gel-Fujitrabuco Pro

Hier bestellen: Herrenmodell (Fujitrabuco 9, 140€) oder Damenmodell (140€)

UVP: 140 Euro

Konstruktion: integrierte Rockplate als Steinschutz in der Mittelsohle, ­Monosock-Obermaterial. 6 mm Sprengung, 275 Gramm.

Laufeindruck: Die Passform ist Asics-­typisch schmal, das ­Abrollverhalten für Fersen- und Mittelfußläufer geeignet. Einsatz­gebiet: Einer für alles – mit Abstrichen bei der Wettkampf-Eignung für ­ambitionierte Läufer. Negativ: passt nicht für breitere Füße. Positiv: sehr gute Traktion, auch auf ­nassem Untergrund.

On Cloudventure

Hier bestellen: Herrenmodell (159,95€) oder Damenmodell (159,95€)

UVP: 160 Euro

Konstruktion: Mittel-Außensohleneinheit aus 20 sehr unterschiedlich großen Cloud-Elementen, Mis­sion­grip-Außensohle, zweilagiges Ober­material. 6 mm Sprengung, 295 Gramm.

Laufeindruck: Die einzelnen Clouds komprimieren bei Belastung und reagieren individuell, gleichzeitig verschieben sie sich leicht horizontal. Bergab wird so der Aufprallschock spürbar gemildert und die Traktion verbessert. Gute Laufeigenschaften für lange Trails. Negativ: In der Sohle setzen sich immer wieder Steinchen fest.

Hybrid-Trailschuhe, La Sportiva, Salomon, Inov8
Christian Lohfink
von links: La Sportiva Jackal GTX, Salomon Alphacross Blast GTX, Inov 8 Trailroc 280

La Sportiva Jackal GTX

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell

UVP: 200 Euro

Konstruktion: In der hier gewählten GTX-Version ist der Schuh wasserdicht, wobei die Membran direkt auf das Außenmaterial (das ist neu!) des robusten, viel Schutz bietenden Schuhs laminiert ist. 7mm Sprengung, 319 Gramm.

Laufeindruck: Die Sohle ist vergleichsweise sehr fest, torsionssteif und wenig flexibel: Was im rauen Gelände hilft, stört ­freilich beim Abrollen auf Asphalt. Somit taugt der Jackal eher für die ­längeren Trailläufe in ruhigem Lauf­tempo. Aber: Die Passform ist recht schmal, also nichts für breite Füße. Positiv: sehr gut anpassbare Schnürung, perfekter Sitz für schmalere Füße, sehr gute Traktion.

Salomon Alphacross Blast GTX

Hier bestellen: Herrenmodell ohne GTX (109,95€) oder Damenmodell ohne GTX (109,95€)

UVP: 110 Euro

Konstruktion: wasserdicht dank der Membran im Obermaterial; Ortho­lite-Einlegesohle und Contagrip-Sohlenkonstruktion, 10 mm Sprengung, 360 Gramm.

Laufeindruck: Der neue Salomon reiht sich unterhalb der Top-Trailmodelle ein, ist aber wegen der Contagrip-Sohle mit gutem Grip auf weichem Untergrund voll trailtauglich. Für kürzere Läufe auf festem Untergrund bietet er Kom­fort und Dynamik, da die Sohle (ohne Rockplate) ein gutes Gefühl für den Boden vermittelt. Sicherer Sitz bei schmaleren und normalen Füßen, für breite Füße weniger geeignet.

Inov-8 Trailroc G 280

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell

UVP: 165 Euro

Konstruktion: „Powerflow“-Mittelsohle mit 8 mm Sprengung, Graphene-Außensohle, Rockplate im Vorfußbereich, 280 Gramm.

Laufeindruck: Fans der Marke, die die auf harten Einsatz ausgelegten Trailschuhe kennen, überrascht der Komfort durch die voluminöse Mittelsohle. Damit liefert der 280 gute Langstrecken-Qualitäten. Die ­Außensohle mit Graphene ist haltbar und bietet sehr guten Grip selbst auf nassem Untergrund, taugt sogar für Alpentrails. Beachten: die eher schmale Passform.

Hoka One One Speedgoat 4
Hersteller

Hoka OneOne Speedgoat 4

Hier bestellen: Herrenmodell (139,95€) oder Damenmodell (139,95€)

UVP: 140 Euro / 160,00 Euro (GTX-Version)

Konstruktion: Gewicht: 309 Gramm / 348 Gramm (M, GTX-Version), Sprengung: 4 mm

Laufeindruck: Der Speedgoat 4 ist ein ausgereifter Trailschuh. Schon die früheren Speedgoat-Versionen überzeugten abseits befestigter Wege, die neue Version knüpft da an. Überarbeitungen gab es vor allem beim Obermaterial, das etwas mehr Halt an den neuralgischen Punkten gibt und vor allem mehr Platz im Vorfußbereich bietet, auch geeignet bei breiteren Füßen. Die Laufeigenschaften sind von der „Rocker“-Konstruktion der Mittelsohle, der sehr komfortablen Dämpfung (vor allem für einen Trailschuh) und der grobprofiligen Außensohle geprägt. Die Außensohle kommt von Vibram, dem italienischen Außensohlenspezialisten. Die Stollen sind fünf Millimeter tief, das reicht für die meisten Trails. Vor allem ist der Grip auf Sand und weichem Untergrund überragend gut. Und das gilt vor allem auch bei Bergab-Passagen: „Der Speedgoat gibt spürbar mehr Halt als viele vergleichbare Trailschuhe“, urteilt ein Testläufer und ergänzt, „dazu hat die Sohle aber hervorragende Hybrid-Eigenschaften, man kann ohne Einschränkung auch Asphalt Passagen damit laufen.“ Dazu trägt vor allem auch die komfortable Mittelsohle bei – die größere Dämpfungsqualitäten als viele Roadrunning-Schuhe mitbringt. Andererseits leidet dadurch das Gefühl für den Untergrund und der direkte Bodenkontakt.

Entgegen dem wuchtigen optischen Eindruck läuft sich der immerhin gut 300 Gramm schwere Schuh mit der Rocker-Konstruktion durchaus dynamisch. Gerade auf längeren Passagen freut man sich über den guten Abrollkomfort und die gleichzeitig sehr gute Dämpfung – ein spürbarer Vorteil vor allem für lange Strecken.

Insofern ist der Speedgoat eine Empfehlung für Ultra-Traildistanzen. Aber mit seinen Allroundqualitäten ist das Flaggschiff der Hoka-Trailschuhe funktionell so breit aufgestellt, dass er gleichermaßen für Laufanfänger, Trail-Einsteiger und Trail-Profis eine äußerst attraktive, komfortable Lösung darstellt. In der etwas teureren wasserdichten Version (GTX, 160 Euro) ist der Speedgoat eine Empfehlung für feuchte Laufuntergründe, ob Schneematsch, Wiese oder Matschtrail.

Geeignet für: Jede Form von Trail-Einsatz, von alpinem Gelände bis zu befestigten Waldwegen – und Asphalt-Passagen steckt der Speedgoat locker weg.

Hersteller

Brooks Catamount

Hier bestellen: Herrenmodell oder Damenmodell

UVP: 160 Euro

Konstruktion: Gewicht: 264 g (M), 249 g (W), Sprengung: 6mm

Laufeindruck: Der Catamount ist ein ganz neues Modell von Brooks. Dass es kein Vorgängermodell gibt, liegt vor allem an der „DNA FLASH“-Zwischensohle. Der Hersteller spricht von adaptivem DNA-Material, denn es ist „mit Stickstoff infundiert“ – die sorge, so Brooks, für eine optimale Kombination aus Energierückführung und geringem Gewicht. Genau die Zutaten also, die für schnelle Trail-Läufe benötigt werden. Dazu der Catamount eine „TrailTack-Gummi“-Laufsohle, die zwar keine sehr teifen Stollen bietet, dafür aber durch das Gummigemisch für hervorragende Traktion bergauf, bergab und auch auf nassem, rutschigem Untergrund sorgen soll. Als typische Trailschuh-Zutat hat der Schuh ein „Ballistic Rock Shield“, eine Platte in der Mittelsohle um die Füße vor Steinen und Wurzeln zu schützen. Dazu hat der Schuh ein Drainage-System für die Feuchtigkeitsabfuhr, durch Schlitze kann Wasser aus dem Schuh ablaufen – etwa nach Bachdurchquerungen.

Doch zunächst noch ein Wort zur Mittelsohle: Das DNA-Flash-Mittelsohlenmaterial wurde erstmalig bei einem Wettkampfschuh vorgestellt, den Brooks Hyperion-Modellen. – Mit einem Prototypen des Hyperion Elite gewann die US-Amerikanerin Desiree Linden 2018 den Boston-Marathon. Und dieses heiße Mitlesohlengemisch kommt auch im Catamount zum Einsatz; das zeigt, wohin die Reise mit dem Schuh geht. Zudem wiegt er schlappe 265 Gramm in der Männerversion und gar nur 249 Gramm in der Frauenversion.

Der Laufeindruck erinnerte die RUNNER’S WORLD-Tester tatsächlich an den Hyperion Tempo – ein ähnlich rückfedernder, leichter Laufeindruck. Die Mittelsohle gibt dabei genügend Dämpfungskomfort an den Fuß weiter, aber sie nimmt nicht zu viel vom Bodengefühl weg. So entsteht der Eindruck, dass der Schuh den Laufschritt unterstützt, zu Tempo animiert.

Das Obermaterial ist für einen Trailschuh auffällig komfortabel und anpassungsfähig; natürlich bietet es nicht den Schutz wie manch schwerere Modelle. Aber es ist atmungsaktiver – und nicht nur luft-, sondern auch wasserdurchlässig: Wasserdurchquerungen sind also kein Problem – ein entscheidendes Kriterium für manche Trailläufer (die deshalb niemals einen wasserdichten Trailschuh tragen würden, da bei ihm das Wasser nicht entweichen kann). Allerdings geht das leichtere Obermaterial auf Kosten der Stabilität, da dürfen Läufer nicht zu viel verlangen; auch bei langen Downhills ist der halt des Obermaterials nicht so fest wie bei aufwändiger gearbeiteten Trailschuhen.

Ein weiteres Highlight ist die Außensohle: Sie bietet lediglich in tiefem Matsch oder sehr weichem Sand nicht den Grip, den man braucht. Aber auf unebenen Trails, auch auf Stein, Wurzeln oder sogar feuchtem Untergrund vermittelt die Sohle mit ihrem weicheren Gummigemisch sehr guten Halt.

Eine Testläuferin brachte das Fazit zum Catamount auf den Punkt: „Er fühlt sich gar nicht unbedingt wie ein Trailschuh am Fuß an. Ich fand, dass der Schuh auch auf Straße oder Graswegen sehr gut laufbar ist. Der Abrollkomfort ist sehr geschmeidig.“

Hersteller

Merrell Moab Flight

Hier bestellen: Herrenmodell o oder Damenmodell

UVP: 125 Euro

Konstruktion: Gewicht 298 g (M); 241 g (W), Sprengung: 10 mm.

Laufeindruck: Der Moab Flight ist ein ein gut schützender und gut dämpfender Trailschuh, der dem Fuß gute Unterstützung auf allen Untergründen bieten soll. Er baut auf einer breiten Vibram-Außensohle auf, die gleichwohl für sicheren Abrollkomfort und guten Grip sorgen soll.Die Mittelsohle ist aus „FloatPro” Material, eine neue Erfindung bei Merrell. Sie ist mit Mittelfeld bei Leichtigkeit und Dämpfungseffekt und sorgt damit für ein breites Einsatzspektrum. Die angegebene Sprengung von 10 mm ist ein recht hoher Wert. Der Vorfuß steht 20 mm, der Rückfuß 30 mm über dem Grund; in der Laufpraxis wird die Sprengung aber als eher geringer empfunden. Durch die eher feste Struktur der Mittelsohle kommt der Moab Flight auch ohne eine Steinschutzplatte (Rock-Plate) in der Mittelsohle aus.

Denn auch die Vibram-Außensohle sorgt für ausreichend Schutz; zumal ihre vergleichsweise große Aufsatzfläche dem Fuß viel Stabilität verleiht. Zudem sorgt die Komponentenmischung der „EcoDura“-Sohle für sehr rutschfesten Stand, selbst auf feuchtem Untergrund. Das 3 mm tiefe Profil reicht für befestigte Trails oder Waldwege allemal, lediglich in tiefem Sand könnte etwas der Kraftschluss leiden. Übrigens ist die Sohle aus recyceltem Material, ebenso wie die Schnürung, das Obermaterial und die Einlegesohle.

Kritik gab es im Testalltag kaum – lediglich die Belüftung des Fußes wurde etwas bemängelt, bei warmen Außentemperaturen wird der Schuh schnell zu warm. Unterm Strich bietet der relativ leichte und komfortable Schuh ein breites Einsatzspektrum, gerade in unseren Breitengraden. Er läuft sich auf Trails komfortabel und lässt selbst auf festem Untergrund keinen Komfort vermissen. Der Fuß sitzt super sicher und die Sohle bietet sehr rutschfeste Abrolleigenschaften.

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