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München-Marathon 2020 Auch der Münchener 30-km-Lauf findet nicht statt

Die Veranstalter des München-Marathons hatten ein Alternativ-Konzept vorgelegt. Dieses hielt einer Risiko-Prüfung nicht stand: Das Rennen ist abgesagt.

Auch der zweite bedeutende deutsche Marathonlauf, der mit einem umfangreichen Hygiene-Konzept und einem veränderten Ablauf das Rennen starten wollte, kann nicht stattfinden: Am 5. August mussten die Veranstalter des Generali München-Marathons die Segel streichen. Der anstelle des Marathons geplante 30-km-Lauf findet am 11. Oktober 2020 nicht statt. Zuvor war auch der Hamburg-Marathon – hier hatten die Veranstalter ebenfalls ein umfangreiches Hygiene-Konzept vorgelegt – abgesagt worden.

Hier lesen Sie, welches Konzept für den München-Marathon erarbeitet wurde

Somit dürfte klar sein, dass es in diesem Jahr in Deutschland keine bedeutenden Marathonrennen geben wird. Denn auch beim für den 25. Oktober geplanten Frankfurt-Marathon deutet alles auf eine Absage hin. Ob es 2021 wieder zu großen Läufen kommen kann, erscheint fraglich. Dies dürfte nur möglich sein, wenn die Ausrichter-Städte gemeinsam mit den Veranstaltern Konzepte und Regeln auch für Zuschauer umsetzen können. In diesem Zusammenhang ruft German Road Races (GRR), der Verbund der deutschen Straßenlauf-Veranstalter, dazu auf, eine entsprechende Petition zu unterstützen: https://www.openpetition.de/petition/online/save-the-events-o-rettet-unsere-laeufe

Nächster München-Marathon im Oktober 2021 geplant

„Der Generali München-Marathon 2020 findet in diesem Jahr nicht statt. Das Konzept ,2020 amoi anders – 30 KM’ kommt aufgrund der Planungsunsicherheit nicht zum Tragen. Die nächste Auflage ist am 10. Oktober 2021 geplant. Trotz großer Bemühungen, den 35. Generali München-Marathon am 11. Oktober unter veränderten Voraussetzungen und strenger Einhaltung umfassender Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchzuführen, ist der Zeitraum, der für die Umsetzung verbleiben würde, extrem knapp geworden. Die aktuelle Einschätzung des Referats für Gesundheit und Umweltschutz ergibt, dass aufgrund der Unberechenbarkeit des weiteren Infektionsgeschehens verbindliche Aussagen für den 11. Oktober 2020 zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden können“, heißt es in der Pressemitteilung des München-Marathons. „Die gegenwärtige Situation bietet deshalb allen Beteiligten keine Grundlage für eine verlässliche Planung.“

Absage des 30-Kilometer-Konzepts: Zuschauer als erhöhtes Risiko

„Schweren Herzens, aber mit größtem Verständnis für die Bedenken und hohen Auflagen der Behörden müssen wir die Absage des Generali München-Marathons mitteilen. Entgegen unserer Annahme vor ein paar Wochen und angesichts der hochdynamischen Lage und der unsicheren Aussichten, können wir den Lauf in diesem Jahr nicht durchführen. Die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmer, Helfer, Einsatzkräfte und Dienstleister stehen für uns an erster Stelle“, erklärte Race-Direktor Gernot Weigl.

Geplant war, das Rennen mit einem neuen Konzept auf verkürzter Strecke und mit Einzelstarts umzusetzen. Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen sollten dafür Sorge tragen, dass der Infektionsschutz jederzeit gewährleistet ist. „Der Veranstalter ist mit seinem kreativen Lösungsansatz auf Zuspruch bei den zuständigen Behörden und der Bayerischen Staatsregierung gestoßen. Jedoch stellen die Zuschauer entlang der Laufstrecke ein erhöhtes Risiko dar. Der Veranstalter will auch sie keiner Gefahr aussetzen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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