Jake Wightman Getty Images North America

Jake Wightman schockt Jacob Ingebrigtsen

Leichtathletik-WM 2022 Jake Wightman schockt Jacob Ingebrigtsen

Jake Wightman von Edinburgh AC gewann in Eugene überraschend über 1.500 Meter. Favorit Jacob Ingebrigtsen wurde Zweiter.

Der Schotte Jake Wightman hat im 1.500-m-Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Eugene (USA) den Topfavoriten Jacob Ingebrigtsen (Norwegen) geschockt: Mit einem famosen Lauf stürmte der Brite zur überraschenden Goldmedaille über die Mittelstrecke. Der 28-Jährige lief das Rennen seines Lebens und übernahm bereits rund 250 Meter vor dem Ziel die Führung vom Olympiasieger Ingebrigtsen. In der Folge war Jake Wightman nicht mehr einzuholen und gewann in einer Jahresweltbestzeit von 3:29,23 Minuten vor dem Norweger (3:29,47). Bronze sicherte sich der Spanier Mohamed Katir in 3:29,90 vor seinem Landsmann Mario Garcia (3:20,20) und dem britischen Olympia-Dritten Josh Kerr (3:30,60). Erst danach folgte auf Platz sechs der beste Kenianer in Eugene: Der Titelverteidiger und Olympia-Zweite Timothy Cheruiyot lief nach 3:30,69 ins Ziel.

„Als ich ins Ziel lief dachte ich, das ist surreal, da muss etwas schief gelaufen sein“, beschrieb Jake Wightman seine Gefühle. Doch Jacob Ingebrigtsen war an diesem Tag einfach nicht stark genug, um den Schotten zu besiegen. „Das wird noch eine Weile dauern, bis ich das realisiere. Nach einem bitter enttäuschenden zehnten Platz bei Olympia wollte ich es hier besser machen.“ Jake Wightman ist der erste britische 1.500-m-Weltmeister seit der goldenen britischen Mittelstrecken-Ära in den 80er Jahren. 1983 gewann Steve Cram, der das Rennen in Eugene für die BBC kommentierte, den WM-Titel. Ein Jahr später triumphierte der aktuelle Präsident des internationalen Leichtathletik-Verbandes World Athletics, Sebastian Coe, bei den Olympischen Spielen über 1.500 m.

Auch ein Kuriosum gab es bei Jake Wightmans 1.500-m-Sieg in Eugene: Sein Vater und Trainer Geoff Wightman war der Stadionsprecher, der das Rennen kommentierte. Überwältigt vom Sieg seines Sohnes und in Anspielung an die große britische Mittelstrecken-Tradition rief er: „Running is coming home!“

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