Lake-Biwa-Marathon 2021: Rennen der Rekorde

Otsu/Japan Marathon der Rekorde: 42 Läufer unter 2:10 Stunden

Beim Lake-Biwa-Marathon 2021 fielen reihenweise Bestzeiten: Die ersten 15 Läufer des Eliterennens verbesserten ihre persönlichen Rekorde.

Die Serie von immer neuen, erstaunlichen Rekorden im Langstreckenlauf setzte sich am Sonntag, 28. Februar 2021 beim Lake Biwa-Marathon im japanischen Otsu fort: Bei dem reinen Männer-Eliterennen wurde Kengo Suzuki zum neuen japanischen Marathon-Rekordler mit einer enormen Steigerung auf 2:04:56 Stunden. Der 25-Jährige gewann mit einem Vorsprung von genau eineinhalb Minuten vor seinem Landsmann Hidekazu Hijikata, der sich auf 2:06:26 verbesserte. Rang drei belegte Kyohei Hosoya (Japan) in 2:06:35 – ebenfalls eine persönliche Bestzeit.

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Auch Yuki Kawauchi konnte seine persönliche Bestzeit beim Lake-Biwa-Marathon 2021 verbessern. Unser Archivfoto zeigt Kawauchi 2019 in Doha.

Japanischer Rekord und neuer Streckerekord für Kengo Suzuki

Kengo Suzuki war mit einem persönlichen Rekord von 2:10:21 Stunden ins Rennen gegangen und steigerte sich somit gleich um über fünf Minuten. Ins olympische Marathon-Team wird Kengo Suzuki jedoch nicht mehr rutschen können. Denn nach einem komplizierten Nominierungssystem wurden die Startplätze vor rund einem Jahr vergeben. Den japanischen Rekord von Suguru Osako, der im vergangenen Jahr 2:05:29 gelaufen war, verbesserte Kengo Suzuki um 33 Sekunden. Den Streckenrekord des früheren Marathon-Weltrekordlers Wilson Kipsang (Kenia), der 2011 eine Zeit von 2:06:13 erreicht hatte, unterbot er um 1:17 Minuten.

Lake-Biwa-Marathon 2021: 15 Läufer mit Zielzeiten von unter 2:08 Stunden

Während 15 Athleten Zeiten von unter 2:08 Stunden erreichten, blieben bei dem Rennen gleich 42 Läufer unter 2:10 Stunden. Das gab es noch nie. Den bisherigen Rekord in dieser Hinsicht hielt Valencia. Dort wurden im vergangenen Dezember 30 Zeiten von unter 2:10 gestoppt. Die ersten 15 Läufer des Lake Biwa-Marathons erzielten persönliche Bestzeiten, wobei auch zwei Debütanten darunter waren. Von ihnen kam nur ein einziger Läufer nicht aus Japan: Siebenter wurde der Kenianer Simon Keriuki in 2:07:18.

Normalerweise wäre am Lake Biwa eine Gruppe von internationalen Athleten am Start gewesen, so dass die Ergebnisse dann möglicherweise noch besser gewesen wären. Dies war aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich. So wurden die japanischen Marathon-Bestenlisten gehörig durcheinander gemischt. Zu einem persönlichen Rekord von 2:07:27 stürmte auch Yuki Kawauchi, der damit Rang zehn belegte. Der bekannte Marathon-Vielstarter hatte zuvor eine Bestzeit von 2:08:14.

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