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Olympisches Marathon-Duell Kipchoge gegen Bekele?:

Tokio 2021 Olympisches Marathon-Duell Kipchoge gegen Bekele?

Beim Marathon der olympischen Spiele 2021 könnten der Kenianer Eliud Kipchoge und der Äthiopier Kenenisa Bekele aufeinander treffen. So steht es um die Nominierungen.

Zu einem Duell der beiden Laufsport-Giganten Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele könnte es beim olympischen Marathon in Japan kommen. Viermal trafen Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele bisher im Marathon aufeinander – im Bild oben zu sehen in Berlin 2017. Alle vier Rennen gewann Eliud Kipchoge.

Ein Nominierung beider Athleten wäre dann auch ein großer Kampf zwischen Kenia und Äthiopien. Die olympische Marathon-Qualifikation und -Nominierung ist in den beiden Laufsport-Supermächten ein stets spannendes, aber oft auch ein undurchsichtiges Prozedere.

Kenia hat frühzeitig nominiert – aber zu viel Athleten

Während Kenia immerhin frühzeitig Ende Februar nominierte, haben die Funktionäre aber jeweils vier Athleten für drei Startplätze auf die Liste gesetzt. Wer die Ersatzläufer sind, ist noch nicht bekannt. Die Weltrekordler Eliud Kipchoge und Brigid Kosgei können aber sicher von einem Start in Japan ausgehen. Unklar war die Situation lange Zeit für die Äthiopier.

Ausscheidungsrennen sollte äthiopische Nominierungen bringen

Ursprünglich sollte ein Qualifikationsrennen am 4. April in Awassa stattfinden, dann wurden diese Trials nach Genf verlegt. Doch ein Rennen in der Schweiz erwies sich als zu kompliziert während der Corona-Pandemie. So kam es schließlich in Sebeta am 1. Mai südlich von Addis Abeba nur drei Monate vor den olympischen Läufen zu einem 35-km-Ausscheidungsrennen in 2.200 Metern Höhe. Der aktuelle London-Marathon-Sieger Shura Kitata gewann bei den Männern in 1:46:15 Stunden vor Lelisa Desisa (1:46:16) und Sisay Lemma (1:46:19). Tigist Girma (1:59:23), Birhane Dibaba (1:59:45) und Roza Dereje (2:00:16) waren die schnellsten drei Frauen.

Athleten-Manager Jos Hermens kritisiert 35-km-Rennen

Wie der holländische Manager Jos Hermens, der sowohl Eliud Kipchoge als auch Kenenisa Bekele betreut, in einem Interview mit „Athletics Illustrated“ berichtete, waren von zwölf Männern am Ende nur sechs am Start. Dies habe damit zusammengehangen, dass eine Reihe von Athleten nichts von einem derartigen Rennen hielten. Auch Jos Hermens kritisierte, dass ein 35-km-Rennen in kühlen Temperaturen und in Höhenlage das Gegenteil von dem darstellt, was die Athleten bei Olympia in Sapporo erwartet.

Unter den Athleten, die auf einen Start in Sebeta verzichteten, war auch Kenenisa Bekele. Da sich die Funktionäre aber vorbehielten, den dritten Startplatz unabhängig vom Ergebnis in Sebeta vergeben zu können, war der dreifache Langstrecken-Olympiasieger noch nicht aus dem Rennen. Wie Jos Hermens inzwischen erklärte, sei auf einer Pressekonferenz des Nationalen Olympischen Komitees von Äthiopien verkündet worden, dass Kenenisa Bekele für den Olympia-Marathon nominiert wird. Die Frage ist: Ist das das letzte Wort aus Äthiopien?

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