Titelverteidiger im Mittelpunkt​  ​ Virgin Money London Marathon

London-Marathon 2022: Vorjahressieger am Start

London-Marathon 2022 Titelverteidiger im Mittelpunkt​ ​

Mit der Kenianerin Joyciline Jepkosgei und dem Äthiopier Sisay Lemma stehen beide Sieger aus 2021 erneut in London am Start.

Die Titelverteidiger stehen vor dem London-Marathon am Sonntag spitzensportlich im Mittelpunkt: Die Kenianerin Joyciline Jepkosgei und der Äthiopier Sisay Lemma gehören bei dem prestigeträchtigen Rennen zu den Topfavoriten. Während nicht damit zu rechnen ist, dass Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele mit nunmehr 40 Jahren noch eine Siegchance hat, könnte bei den Frauen allerdings seine Landsfrau Yalemzerf Yehualaw überraschen. Die Veranstalter erwarten bei dem Lauf-Spektakel mit Start in Greenwich und Ziel am Buckingham Palast rund 40.000 Starter.

Das Elitefeld des oftmals bestbesetzten Marathonrennens des Jahres ist in diesem Jahr nicht ganz so spektakulär besetzt wie in der Vergangenheit, was auch daran lag, dass Eliud Kipchoge sich für den Berlin-Marathon entschied. Dort verbesserte der Kenianer am vergangenen Sonntag in einem famosen Rennen den Weltrekord auf 2:01:09 Stunden. Hinzu kommt aber jetzt, dass die Veranstalter von einer Absage-Flut getroffen wurden. Vor wenigen Tagen musste Weltrekordlerin Brigid Kosgei (Kenia/2:14:04) aufgrund einer leichten Verletzung passen. Damit verlor das Rennen seine hochkarätigste Athletin, nachdem zuvor bereits die Schottin Eilish McColgan, die ein mit Spannung erwartetes Debüt laufen wollte, und die Äthiopierin Ababel Yeshaneh (Bestzeit: 2:20:51) absagen mussten.

Auch Mo Farah muss beim London-Marathon 2022 passen

Bei den Männern fällt der britische Ausnahmeläufer Mo Farah (2:05:11) verletzt aus. Er hofft nun, dass er im nächsten April, wenn das Rennen wieder an seinem angestammten Frühjahrs-Termin stattfinden wird, in London laufen kann. Möglicherweise wird dies dann das letzte Rennen seiner Karriere sein. Nicht starten können am Sonntag auch der zweifache Marathon-Vize-Weltmeister Mosinet Geremew (Äthiopien/2:02:55), der Kenianer Vincent Kipchumba (2:04:28) und der Brite Chris Thompson (2:10:52). Nur noch zehn Läufer stehen auf der Startliste, die Bestzeiten von unter 2:10 Stunden aufweisen.

Es ist durchaus möglich, dass die Frauen wie schon vor einem Jahr für die hochkarätigeren Zeiten sorgen. 2021 triumphierte Joyciline Jepkosgei in 2:17:43 und wurde damit zur damals siebtschnellsten Läuferin aller Zeiten. „Ich bin gut vorbereitet und bereit für das Rennen. Ich hoffe, dass ich mich am Sonntag weiter verbessern kann“, sagte die Kenianerin, die angesprochen auf den Weltrekord von Eliud Kipchoge in Berlin antwortete: „Es war ein phantastisches Rennen. Aber Berlin ist Berlin und London hat eine andere Strecke. Es wird am Sonntag ein anderes Rennen geben.“ Ihre schärfste Konkurrentin könnte Yalemzerf Yehualaw sein. Die Äthiopierin hatte im Frühjahr ihr Debüt in Hamburg gewonnen und war dabei zu einer inoffiziellen Debüt-Weltrekordzeit von 2:17:23 gestürmt. Damit ist sie nun die schnellste Läuferin auf der Londoner Startliste.

Seit Kenenisa Bekele in Berlin 2019 mit 2:01:41 Stunden den damaligen Weltrekord nur um zwei Sekunden verpasst hatte, konnte der Äthiopier ein derartiges Leistungsniveau nicht mehr erreichen. Mit 40 Jahren dürfte das auch in London nicht mehr passieren, zumal seine letzten Leistungen nicht darauf hindeuten, dass er eine Siegchance hat. Vielleicht kann Kenenisa Bekele am Sonntag den Master-Weltrekord der Altersklasse ab 40 Jahre brechen. Diese Zeit steht bei 2:06:25 Stunden. Neben Titelverteidiger Sisay Lemma (Bestzeit: 2:03:36) gehört unter anderen auch der Kenianer Amos Kipruto, der in Tokio im März hinter Eliud Kipchoge in 2:03:13 Zweiter war, zu den Favoriten.

Topathleten mit Bestzeiten

Männer

Kenenisa Bekele ETH 2:01:41

Birhanu Legese ETH 2:02:48

Amos Kipruto KEN 2:03:13

Sisay Lemma ETH 2:03:36

Bashir Abdi BEL 2:03:36

Kinde Atanaw ETH 2:03:51

Leul Gebresilase ETH 2:04:12

Naoki Okamoto JPN 2:08:04

Naoki Aiba JPN 2:08:44

Kohei Futaoka JPN 2:09:14

Frauen

Yalemzerf Yehualaw ETH 2:17:23

Joyciline Jepkosgei KEN 2:17:43

Ashete Bekere ETH 2:17:58

Joan Melly ROU 2:18:04

Sutume Kebede ETH 2:18:12

Judith Korir KEN 2:18:20

Alemu Megertu ETH 2:18:51

Hiwot Gebrekidan ETH 2:19:10

Mary Ngugi KEN 2:21:32

Charlotte Purdue GBR 2:23:26

Reia Iwade JPN 2:23:52

Ai Hosoda JPN 2:24:26

Stephanie Twell GBR 2:26:40

Rose Harvey GBR 2:27:20

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