10.000-m-Europameister Jan Fitschen

Jan Fitschen war ein deutscher Langstreckenläufer. 2006 wurde er Europameister über 10.000 Meter bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg.

Jan Fitschen ist ein ehemaliger deutscher Langstreckenläufer. Er wurde am 2. Mai 1977 in Nordhorn geboren und startete für den TV Wattenscheid 01, wo er unter Tono Kirschbaum trainiert wurde. Der Diplom-Pyhsiker ist 1,76 Meter groß und hat ein Wettkampfgewicht von 61 Kilogramm.

Jan Fitschen begann seine sportliche Laufbahn in Osnabrück, wo er aufwuchs, und wechselte 1998 nach Wattenscheid. 1999 trat er erstmals international in Erscheinung als er bei der U23-Europameisterschaft über 1.500 Meter Fünfter wurde. Bei Deutschen Meisterschaften feierte Jan Fitschen zahlreiche Erfolge. Er sammelte im 5.000-Meter-Lauf vier nationale Titel, im 10.000-Meter-Lauf drei und über 3.000 Meter in der Halle sieben.

Sensations-Europameister von Göteborg 2006 und Leichtathlet des Jahres

Der Höhepunkt seiner Karriere war der Titelgewinn im 10.000-Meter-Lauf bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2006 in Göteborg. In einem taktisch geprägten Rennen schlug Jan Fitschen sensationell die favorisierten Läufer aus Spanien im Schlussspurt. Für diese Leistung wurde er zum Leichtathleten des Jahres in Deutschland gewählt.

2007 konnte Jan Fitschen seinen Deutschen Meistertitel über die 10.000 Meter erneut verteidigen, wie auch den Titel über 3.000 Meter in der Halle. Auch 2008 war keiner auf nationaler Ebene schneller über die 3.000 Meter in der Halle als Jan Fitschen. In den folgenden Jahren kämpfte Jan Fitschen mit hartnäckigen Verletzungsproblemen. Die Teilnahmen an den Olympischen Spielen 2008 in Peking und an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 in Berlin musste er absagen. 2010 meldete sich Jan Fitschen allerdings zurück. Bei den Deutschen Straßenlaufmeisterschaften siegte er in der Einzelwertung wie auch mit seiner Mannschaft.

Wechsel auf die Marathondistanz beim Düsseldorf-Marathon 2011

Nur ein Jahr später vollzog Fitschen den Wechsel zur Marathondistanz. Bei seinem Debüt beim Düsseldorf-Marathon im Mai 2011 erwischte er jedoch ein Hitzerennen und blieb mit einer Zeit von 2:20:15 Stunden deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein halbes Jahr später startete Jan Fitschen beim Frankfurt-Marathon und belegte dort mit einer Zeit von 2:15:40 Stunden als schnellster Deutscher den 32. Rang.

Mit seinem nächsten Start wollte er Angriff auf die Olympianorm für London 2012 nehmen, die bei 2:12:00 Stunden stand. Doch Düsseldorf meinte es erneut nicht gut mit Fitschen: Nach 24,5 Kilometern stieg er wegen einem Muskelbündelriss aus. Aus seinen ersten Marathon-Erfahrungen gelernt, gelang ihm ein halbes Jahr später beim Berlin-Marathon 2012 der Durchbruch über 42,195 Kilometer: In 2:13:10 Stunden stellte er eine neue deutsche Jahresbestleistung auf. Jan Fitschen wurde damit als 14. schnellster Europäer.

Marathonbestzeit 2012 in Berlin, Halbmarathonbestzeit 2013, Karriere-Ende 2015

Im April 2013 wurde Fitschen Deutscher Halbmarathonmeister in 63:22 Minuten und stellte damit eine neue persönliche Bestleistung auf. Aufgrund von Problemen mit der Ferse, die schließlich einen operativen Eingriff notwendig machte, verpasste er den Rest der Saison 2013. Auch die folgenden Jahre war an ein ambitioniertes Lauf- beziehungsweise Marathontraining nicht zu denken. Zu dieser Zeit schrieb er sein Buch "Wunderläuferland Kenia", das am 1. September 2015 erschien. Einen Monat später beendete er seine Karriere als Leistungssportler. Seither ist er unter anderem als Trainer tätig und bleibt so dem Laufsport auch nach seiner aktiven Karriere weiter verbunden.

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