Die besten neuen Laufschuhe
Der große Laufschuhtest Frühjahr/Sommer 2026

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 19.03.2026
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Laufschuhtest 2026
Foto: Hersteller, Getty Images

In der RUNNER'S WORLD-Redaktion testen wir das ganze Jahr über die neuesten Modelle verschiedenster Hersteller. Im Frühjahr und im Herbst sammeln wir jeweils die spannendsten und aktuellsten Schuhe für die neue Saison und erklären, für wen sich die Modelle eignen und wie es sich in ihnen läuft. Lies hier die Testberichte zu den besten Schuhen für Frühjahr und Sommer 2026.

Die Redaktions-Lieblinge auf einen Blick

Diese Laufschuhe haben im aktuellen Test unsere begehrten RUNNER’S-WORLD-Siegel erhalten:

🏆 RUNNER’S WORLD EDITOR’S CHOICE: Adidas Hyperboost Edge (Frauenmodell / Männermodell). Der Adidas Hyperboost Edge kombiniert maximalen Energie-Return mit stylischem Design und hohem Komfort für dynamische urbane Läufe.

🏆 RUNNER’S WORLD BEST DEBUT: Brooks Glycerin Flex (Frauenmodell / Männermodell). Der Brooks Glycerin Flex vereint luxuriöse Dämpfung mit einer extrem flexiblen Sohle für ein natürliches und dennoch stabiles Laufgefühl.

🏆 RUNNER’S WORLD BEST UPDATE: Puma Deviate Nitro 4 (Frauenmodell / Männermodell). Der Puma Deviate Nitro 4 überzeugt als reaktiver Carbon-Allrounder mit starkem Grip und erstklassigem Preis-Leistungs-Verhältnis für schnelles Tempo.

🏆 RUNNER’S WORLD BEST PRICE: Kiprun Kipride Max (Frauenmodell / Männermodell). Der Kiprun Kipride Max bietet Marshmallow-weiche Dämpfung und ein entspanntes Abrollverhalten zu sehr fairem Preis – ideal für lockere Dauerläufe.

Die besten Laufschuhe der Saison Frühjahr/Sommer 2026

Die Testberichte sind hier in alphabetischer Reihenfolge der Hersteller sortiert. In der Übersicht im Aprilheft von RUNNER'S WORLD gibt es zusätzlich noch eine große Übersichtsmatrix, wie sich die Schuhe zueinander verhalten und wie ihr Einsatzprofil im Test charakterisiert wird. Und sie sind sortiert nach stabileren, komfortablen Schuhen bis hin zu leichten, dynamischen Modellen.

Was muss man beim Laufschuhkauf beachten?

Die Anzahl an Laufschuhen ist insbesondere in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass die Wahl des geeigneten Modells gar nicht so einfach ist. Den „einen“ richtigen Laufschuh gibt es aber gar nicht – vielmehr muss ein Schuh zu dir und deinen individuellen Zielen, zu deinem Laufstil und zu deinen Voraussetzungen passen. Wir geben dir hier einige Tipps, die bei der Entscheidung für einen Laufschuh hilfreich sein können.

Wie muss ein Laufschuh sitzen?

Achte darauf, wie sich der Sitz des Fußes im Schuh anfühlt. In einem Laufschuh, der gut passt, sollte der Fuß nicht übermäßig viel Platz haben, sodass man auf der Einlegesohle umherrutscht, er sollte aber gleichzeitig nicht eingeengt sein. Vor dem längsten Zeh darf ein halber bis ganzer Daumen Platz sein – auch, wenn das bedeutet, dass du den Laufschuh in einer größeren Größe kaufen musst als einen Freizeit-Sneaker.

Gerade Freizeitschuhe tragen die meisten Menschen oft in einer etwas zu kleinen Größe. Scheue dich also nicht davor, bei Laufschuhen eine oder sogar anderthalb Größen draufzulegen. Achte außerdem auch auf das Obermaterial: Umschließt es den Fuß, ohne zu scheuern? Dann könntest du den richtigen Laufschuh anhaben.

Gewicht: Wie schwer darf ein Laufschuh sein?

Leichte und sehr gut trainierte Läuferinnen und Läufer bevorzugen vorwiegend leichte Schuhe. Aber ein geringes Gewicht bedeutet oft reduzierte Stütz- und Dämpfungseigenschaften. Es kommt also ganz darauf an, was du von einem Laufschuh erwartest. Möchtest du Dynamik und direkten Bodenkontakt, darf es ein leichter Laufschuh sein (die eignen sich übrigens tendenziell für geübtere Läuferinnen und Läufer). Wenn es dir auf Weichheit und Stabilität ankommt, darf der Schuh gerne auch etwas mehr wiegen, wobei „viel“ hier relativ ist: In den letzten Jahren hat sich die Laufschuh-Technologie der Hersteller so effektiv entwickelt, dass inzwischen kaum ein Modell noch wirklich schwer ist.

Was bedeutet Sprengung und wie hoch sollte sie sein?

Bei allen Testschuhen wird die Dicke der Sohle gemessen – im Vorfuß- und im Rückfußbereich. Die Differenz aus beiden Werten ist die sogenannte Sprengung. Der Wert gibt also an, wie viel höher die Ferse gegenüber den Zehen steht. Der Unterschied ist für Läuferinnen und Läufer deutlich spürbar, und hat Auswirkungen aufs Laufen.

Bisherige Beobachtungen legen nahe, dass eine niedrigere Sprengung den Mittelfußaufsatz provoziert: Der Fuß landet dann nicht auf der Ferse, sondern auf dem Mittelfuß. Es ist eine Frage der individuellen Vorlieben, mit welchem Schuh man lieber läuft. Tendenziell haben Schuhe für den Laufeinstieg eine eher hohe Sprengung, flachere Schuhe für geübte Läuferinnen und Läufer eine eher niedrige Sprengung. Probiere es aber vorsichtig aus, um Überlastungen wegen der Umstellung zu vermeiden.

Was bedeutet Dämpfung im Laufschuh?

Der Begriff Dämpfung bezeichnet, wie sehr der Schuh die Stöße des Aufpralls abfängt. Je höher die Dämpfung, desto weicher die Landung im Laufschuh. Das Dämpfungsmaterial im Laufschuh besteht aus weichem Schaum, einer Mischung aus Luft und Gummi, der die Stöße des Aufpralls mindert und deine Gelenke schont. Das bedeutet aber nicht, dass ein Maximum an Dämpfung automatisch einen guten Laufschuh ausmacht.

Vielmehr kommt es darauf an, die für dich geeignete Dämpfung zu finden. Für den Laufeinstieg solltest du nach einem Modell mit hoher bis moderater Dämpfung Ausschau halten. Wenn du schon länger läufst und eher mittelschwer bis leicht bist, profitierst du vielleicht mehr von der Direktheit und Flexibilität eines festeren Schuhs. Teste auf jeden Fall Schuhe mit verschiedenen Dämpfungsgraden, um ein Gefühl dafür zu bekommen.

Was ist der Unterschied zwischen Frauen- und Männer-Laufschuhen?

Läuferinnen haben zwar im Durchschnitt kleinere Füße als Läufer, aber können sie dennoch auch in Männerschuhen laufen? Unsere Datenreihen zeichnen ein sehr differenziertes Bild über die Unterschiede: Frauenfüße sind im Schnitt deutlich schmaler und schlanker. Und sie haben deutlich weniger Volumen als Männerfüße, auch wenn sie die gleiche Länge haben. Vor allem die Ferse ist bei Frauen schmaler als bei Männern, der Vorfuß ist im Verhältnis dazu aber breiter. Deshalb sitzen die speziellen Frauenmodelle bei Läuferinnen meist besser. Viele Hersteller stimmen zudem die Schuhe auf das niedrigere Gewicht der Läuferin ab.

Wann brauche ich Stabilschuhe?

Stabilschuhe bzw. Stabilitätsschuhe bieten mehr Führung des Fußes. Dazu sind sie stabiler gefertigt, die Sohle lässt sich dann nicht so leicht verwringen und ist weniger flexibel. Die Stabilität wird dabei durch festere Mittelsohlenschäume oder stabile Elemente erreicht. Vor allem Läuferinnen und Läufer, dessen Fußgelenk beim Aufkommen und Abrollen einknickt, greifen gern zu Stabilitätsschuhen. Lege aber unabhängig von deinem Laufstil vor allem Wert auf das Laufgefühl: Der Laufschuh, in dem sich das Laufen für dich am komfortabelsten anfühlt, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der beste für dich. Bei leichter Überpronation kann es auch sinnvoll sein, zwischen neutralen und stabilen Laufschuhen zu wechseln.

Brauche ich für Laufwettkämpfe spezielle Wettkampfschuhe?

Freizeitläuferinnen und -läufer, die gelegentlich an Volksläufen teilnehmen, können dabei auch mit ihren normalen Laufschuhen an den Start gehen – wahrscheinlich greifst du dabei schon automatisch zu einem vergleichsweise leichten Modell. Wenn du gut trainiert und ambitioniert bist, macht ein spezieller Wettkampfschuh allerdings Sinn (und Spaß!). In den extra leichten Wettkampfschuhen fühlst du dich zu schnellem Tempo geradezu herausgefordert. Zugunsten des geringen Gewichts wird an teilweise Dämpfung und Stabilität gespart. Ob Wettkampfschuhe das Richtige für dich sind, was du dabei beachten musst und welche Wettkampfschuhe empfehlenswert sind, erfährst du in unserem Wettkampfschuh-Test.

Fazit