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Erkrankung der Atemwege Asthma Bronchiale

Laufen und Asthma Bronchiale schließen sich nicht aus: Medikamenten, Atemtherapie und regelmäßige Bewegung sind die beste Therapie.

Was ist Asthma Bronchiale?

Asthma Bronchiale ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Atemwege. Sie gehört zu den chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD). Dazu zählt man außerdem die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem. Bei Asthma Bronchiale reagieren die Bronchien überempfindlich auf eigentlich harmlose äußere Reize. Die Folge sind Luftnot, Husten und ein Engegefühl in der Brust.

Wie entsteht Asthma Bronchiale?

Experten gehen davon aus, dass eine Entzündung die Ursache von Asthma darstellt. Es besteht eine Überempfindlichkeit der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität), die während eines Asthmaanfalls zu einer Verengung (Obstruktion) der Luftröhre führt. Zur Verengung der Atemwege kommt es durch ein Anschwellen der Bronchialschleimhaut. Außerdem spielt die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur eine große Rolle. Es gibt zwei verschiedene Formen von Asthma:

Allergisches (extrinsisches) Asthma und Nicht-allergisches (intrinsisches) Asthma

Extrinsisches Asthma tritt gehäuft bei Kindern und Jugendlichen auf, die im Allgemeinen zu Allergien neigen, aber auch im Erwachsenenalter kann diese Form von Asthma auftreten.

Intrinsisches Asthma tritt meist durch eine Infektion bzw. Entzündung der Atemwege auf. Häufig leiden die Betroffenen zusätzlich an einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) und/oder Polypen in der Nase. Asthma Bronchiale wird mithilfe der Lungenfunktion (FEV1-Wert) in vier Schweregrade unterteilt:

Grad 1: Leichtes Asthma Bronchiale, die Symptome treten bis zu einmal pro Woche auf.
Grad 2: Leichtes anhaltendes Asthma Bronchiale, die Symptome treten nicht jeden Tag auf.
Grad 3: Mittelschweres Asthma Bronchiale, die Symptome treten täglich auf.
Grad 4: Schweres Asthma Bronchiale, die Symptome treten täglich auf, bei einem schlechteren Lungenfunktionswert als bei Grad 3.

Wie äußert sich Asthma Bronchiale?

Durch die Verengung der Atemwege kommt es zu Hustenreiz, pfeifender Atmung und einem Engegefühl in den Atemwegen. Kurzatmigkeit und Atemnot zählen zu den unangenehmsten Symptomen von Asthma. Die Diagnose erfolgt durch einen Arzt auf der Grundlage von Symptomatik und unterschiedlichen Untersuchungen. Hierzu gehören eine Lungenfunktionsprüfung, das Abklopfen und Abhören der Lunge, eine spezielle Allergiediagnostik und evtl. weiterführende Untersuchungen.

Asthma Bronchiale – die Ursachen

Extrinsisches Asthma kann durch unterschiedliche Allergene ausgelöst werden. Häufige Auslöser sind Tierhaare, Pollen, Federn, Sporen von Schimmelpilzen und Hefe, Hausstaub, Insektengift, Nahrungsmittel, Haushaltsmittel oder Arzneimittelbestandteile. Die Auslöser für das Intrinsische Asthma sind Kälte (kalte Luft), Luftverunreinigung, Schmerzmittel (z. B. Acetylsalicylsäure), Stress, Tabakrauch oder starke körperliche Belastung (Anstrengungsasthma).

So wird Asthma Bronchiale behandelt

Die Therapie von Asthma ist sehr komplex. An erster Stelle steht die Kontrolle der auftretenden Symptome und die mögliche Vermeidung selbiger. Die Therapiemaßnahmen richten sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Das Wichtigste ist das Selbstmanagement. Wenn Asthma Bronchiale häufiger in Erscheinung tritt, sollten Sie anfangen, Tagebuch über die auftretenden Symptome zu schreiben. Bewegen Sie sich regelmäßig und treiben Sie Sport, um die Größe des Lungenvolumens und die Belüftung der Bronchien zu fördern. Asthma Bronchiale ist im Normalfall kein Grund, auf Laufen zu verzichten. Ausdauersport trägt zur Erhaltung des Lungenvolumens bei und vermindert das Risiko von Atemwegsinfektionen. Joggen bei Asthma ist also durchaus möglich.

Viele Sportvereine bieten Lungensport an, der auch von den Krankenkassen unterstützt werden kann. Meist wird Asthma unterstützend medikamentös behandelt. Dafür kommen sowohl Cortisonpräparate zum Inhalieren (bei schwerem Asthma in Tablettenform) als auch ß2-Sympathomimetika infrage. Achten Sie zusätzlich auf eine ausgewogene Ernährung und Allergien auslösende Nahrungsmittel, falls eine Allergie vorliegt.

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