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Laufen im Herbst
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Windjacken zum Laufen im Test

Wind-Laufjacken Windjacken zum Laufen im Test

Eine Windjacke ist ungemein praktisch für das Laufen im Herbst und Winter. Wir haben aktuelle Modelle getestet und stellen hier die Ergebnisse vor.

Neben einer richtig warmen Winterjacke und einer dichten Regenjacke gehört auch ein leichterer Windbreaker in den Läufer-Kleiderschrank. Für morgendliche Läufe durch den Nebel, diesige Herbsttage und längere Touren in der Übergangszeit sind solche Laufjacken prima geeignet, denn sie wärmen etwas und halten Wind gut ab.

Wieso brauche ich eine Windjacke?

An einem Herbsttag mit zehn Grad, leichtem Regen, aber stürmischem Wind ist eine Windjacke oft besser geeignet als eine Regenjacke. Warum? Weil die wasserabweisende Membran der Regenjacke ein Temperaturgefälle benötigt, um atmungsaktiv zu sein. Wenn es zu mild ist, sind Sie am Ende des Laufes trotzdem nass – vom Kondenswasser in der Jacke. Deswegen läuft es sich in diesem Fall oft deutlich angenehmer in einem Windbreaker.

Leichtgewichtige und zusammenpackbare Laufjacken

Viele superleichte Windbreaker bestehen aus einer dünnen Materialschicht, ähnlich wie ein Regenponcho. Das sorgt dafür, dass Sie die Laufjacken platzsparend verstauen können – praktisch, um die Jacke unterwegs dabei zu haben. Besonders Trailläufer, die mit Rucksack mehrere Stunden bei wechselhaftem Wetter unterwegs sind, profitieren davon.

Aktuelle Windjacken im Test

Wir haben Laufjacken in der Praxis getestet. Hier sind die Ergebnisse – zunächst die Modelle für Frauen, dann folgen die Männerjacken.

La Sportiva Briza Windbreaker Jkt für Frauen

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Das Briza Windbreaker Jacket von La Sportiva ist mit 79 Gramm das Leichtgewicht in unserem Testfeld und die einzige Windjacke unter 100 Gramm. Der Schnitt ist körpernah, aber nicht eng. Die Jacke fällt normal aus, am Rumpf reicht sie gut über die Hüfte, an den Armen gerade bis an die Handgelenke. Sowohl am Rumpf als auch an den Ärmelbündchen sind Gummiabschlüsse eingearbeitet, die das Eindringen von Wind vermindern. Der hinterlegte Frontreißverschluss reicht hoch bis zum Kinn, sodass auch hier guter Windschutz gegeben ist, egal, ob man die Kapuze über den Kopf zieht oder nicht. Der Sitz der Kapuze wurde in unserem Test gelobt. Durch den elastischen Abschluss zum Gesicht und ein umlaufendes Gummi um den Kopf sitzt sie angenehm eng am Kopf, besonders wenn der hohe Reißverschluss geschlossen ist. Gut: Beim Blick zur Seite schränkt die Kapuze die Sicht kaum ein. Aber auch wenn man die Kapuze nicht trägt, stört sie wenig, da sie durch die eingearbeiteten Gummis auch angenehm eng im Nacken liegt.

Gefertigt ist der leichte La-Sportiva-Windbreaker aus zwei verschiedenen Materialen: einem sehr leichten, glatten, winddichten Gewebe in den meisten Bereichen und einem ebenfalls dünnen, mit kleinen Lüftungslöchern gewebtem Stoff am Rücken. Das Hauptmaterial hat den typisch glatten Windjacken-Griff – sehr dünn, sehr leicht, nicht elastisch, glatt und etwas raschelig. Es hält Wind gut ab, leichter Regen perlt ebenfalls zunächst ab. Der gelocht-gewebte Stoff am Rücken fühlt sich textiler und griffiger an, leicht, aber dennoch robust, ebenfalls nicht elastisch. Die Luftdurchlässigkeit ist hier äußerst gut, sodass man in dieser Windjacke nicht so schnell ins Schwitzen kommt. Erwähnenswert ist noch der geschickt platzierte Netzeinsatz im Nacken, der beim Tragen nicht auffällt, in dem die Jacke aber klein zusammengeknüllt werden kann. Die Verarbeitung der Jacke ist ordentlich, die Nähte sind nicht ganz flach, tragen aufgrund des extrem dünnen Materials aber nicht auf und stören nirgends.

Fazit: Das winzig zusammenpackbare Leichtgewicht von La Sportiva bietet leichten Wetterschutz bei sehr gutem Tragekomfort, sehr guter Sitz der Kapuze.

Gewicht: 79 Gramm (Testgröße S)
Ausstattung: Kapuze, hinterlegter Reißverschluss mit einrastendem Zipper und Zippergarage, Schlaufe zum Aufhängen, Netzeinsatz im Nacken zum Verstauen

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 9 Punkte
Atmungsaktivität: 8 Punkte

Größen: XS-L
Material: Hauptmaterial 100 Prozent Polyami, Einsatz 100 Prozent Polyester
Nachhaltigkeit: Bluesign-konform
UVP: 98,95 Euro

Thoni Mara Hybrid Light für Frauen

Hersteller

Die Laufjacke Thoni Mara Hybrid Light ist ein Mittelding zwischen Laufjacke und Laufshirt: Vorn, hinten und an den Oberarmen wirkt sie eher wie eine Jacke, an den Unterarmen und den Seiten eindeutig wie ein Laufshirt. Durch den engen Sitz an den Unterarmen und ein eng anliegendes Gummibündchen am Rumpfabschluss sitzt die Jacke insgesamt eher körpernah, die Größe fällt normal aus. Die Jacke ist am Rumpf gerade (nicht tailliert) geschnitten, was in unserem Test als „leicht sackiger Sitz“ kritisiert wurde. Ungewöhnlich im Windjacken-Testfeld ist die hohe Elastizität der eingesetzten Materialien, was dem Tragekomfort zugutekommt. Wind hält die Jacke gut ab, dabei ist sie aber durchaus noch recht atmungsaktiv. Regenschutz hingegen bietet die Jacke gar nicht.

In unserem Test wurden der weiche Griff der Materialien und deren Elastizität gelobt, auch der hohe, weich ausgestattete Kragen gefiel. Die Brusttasche wurde im Test als wenig praktikabel beschrieben – insbesondere bei einem Frauenmodell –, hier lassen sich allenfalls kleine leichte Gegenstände unterbringen, alles andere hüpft unangenehm umher. Unpraktisch ist auch die überdimensionierte Zippergarage mit großem Stofflappen, der das fixe Hochziehen des Zippers beim Laufen behindert. Auch warum beim Hauptreißverschluss auf die ansonsten verwendeten hochwertigeren einrastbaren Zipper verzichtet wurde, die nicht umherbaumeln, ist fraglich. Durch die große Zipperumhüllung, den großen Frontzipper und ein Gummi unter dem Kragen läuft sich die Jacke nur hochgeschlossen angenehm. Öffnet man den Reißverschluss ein wenig, falls einem zu warm geworden ist, wackelt diese Kragenkonstruktion störend umher. Insgesamt ist die Verarbeitung ordentlich, jedoch ohne flache Nähte, was gerade im Falle der engen Ärmel am Bündchen negativ auffällt.

Fazit: Ein Hybrid aus Shirt und Jacke mit guter Atmungsaktivität und weichem Tragegefühl, aber leichten Mängeln in Details.

Gewicht: 159 Gramm (Testgröße 36/S)
Ausstattung: Nicht hinterlegter Front-Reißverschluss mit nicht-einrastendem Zipper, große Zippergarage, Brusttasche mit Reißverschluss mit einrastendem Zipper und Zippergarage, Reißverschlusstasche mit einrastendem Zipper am unteren Rücken, die auch zum Verstauen der Jacke verwendet werden kann, reflektierende Details

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 6 Punkte
Atmungsaktivität: 9 Punkte

Größen: 34-42
Material: Außenmaterial 100 Prozent Polyester
Nachhaltigkeit: Thoni Mara lässt in Deutschland produzieren.
UVP: 130 Euro

Adidas Adizero Marathon Jacke für Frauen

Hersteller

Hier bestellen: Adidas Adizero Marathon Jacke

Bei der Adizero Marathon Jacke von Adidas fällt zunächst das äußerst hochwertige wirkende Obermaterial auf. Es ist sehr dünn und leicht, fasst sich aber robust und griffig an und ist zudem leicht elastisch. Wind hält es gut ab, kurzen Sprühregen auch. Die Funktionsjacke ist tailliert, aber leger geschnitten, sodass sie sportlich, aber nicht allzu körpernah sitzt. Rumpf- und Ärmellänge sind normal, insgesamt fällt die Jacke durch den etwas weiteren Sitz ein bisschen größer aus.

Am Rücken gibt es eine zweite Schicht unter dem Obermaterial, die aus einem sehr dünnen, glatten und festen Material besteht, das atmungsaktiver ist. Es ragt am unteren Rand der Jacke hinaus und kann mit zwei Einstellern am unteren Bund nah an den Körper fixiert werden, sodass hier kein Wind eindringen kann. Unter den Armen besteht die Jacke zur besseren Belüftung nur aus einer Schicht dieses dünnen Materials.

Pluspunkte bekam die Jacke im Test besonders für das hochwertige Gewebe, aber auch für das schicke Design. Nicht gut kam die Kapuzenkonstruktion an. So ist die Kapuze zwar aufwendig gearbeitet und sowohl mit einem festen Schirm als auch mit einem Einstellgummizug ausgestattet, aber in der Praxis bleibt sie beim Laufen nicht sicher am Kopf. Schon gewöhnlicher „Fahrtwind“ dringt links und rechts des Gesichts ein, wo es keine Verstellmöglichkeiten oder einen Gummiabschluss gibt, und stört den Sitz der Kapuze maßgeblich. Wenn man die Kapuze nicht trägt, hüpft sie durch das Gewicht des festen Schirms leicht, was zumindest Geschmackssache ist. Die Verarbeitung der Jacke ist sehr hochwertig, wobei auch sie keine gänzlich flachen Nähte hat, was sich durch das sehr dünne Material aber nicht negativ bemerkbar macht. Das Taschendesign mit zwei Seitentaschen für die Hände und einer Brusttasche scheint eher für den Einsatz neben der Laufstrecke konstruiert, beim Laufen lassen sich hier höchstens leichte Gegenstände verstauen. Wie bei der Thoni-Mara-Jacke möchte man als Läuferin auch bei dieser Jacke die (männlichen?) Designer fragen, ob ihnen bei Frauenjacken nicht bessere Taschen-Platzierungen einfallen als gerade im Brustbereich.

Fazit: Stylish designte Windjacke mit legerem Sitz und Kapuze mit Schirm, sehr funktionales, hochwertiges Obermaterial.

Gewicht: 162 Gramm (Testgröße 36)
Ausstattung: Einstellbare Kapuze mit Schirm, hinterlegter Zwei-Wege-Front-Reißverschluss mit einrastendem oberen Zipper, Reißverschlusstaschen an den Seiten, Brust-Reißverschlusstasche, in der die Jacke auch verstaut werden kann, verstellbares Bündchen am Rumpf, reflektierendes Logos

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 7 Punkte
Atmungsaktivität: 8 Punkte

Größen: XS-XL
Material: 100 Prozent Nylon
UVP: 150 Euro

New Balance Q Speed Fuel Light Weight Jacket für Frauen

Hersteller

Das „Q Speed Fuel Light Weight Jacket“ von New Balance hat nur einen halben Reißverschluss und wird über den Kopf gezogen. Es ist eher weit geschnitten, lässt sich aber am unteren Bündchen per Gummizug an den Körper ziehen. Der Versteller mit der Schlaufe des Gummizugs ist allerdings ungünstig mittig vorn platziert. Im oberen Bereich, an den Armen und in der Kapuze gibt es unter der sehr dünnen äußeren Lage noch ein dünnes, gelochtes Innenfutter, was sich sehr angenehm-gemütlich trägt. Die äußere Lage ist windjackentypisch dünn, leicht und glatt, sie hält Wind- und kurze Nieselschauer ab. Sehr positiv ist zu erwähnen, dass die Jacke wenig raschelt und wenig anfällig fürs Knittern ist. Die Kapuze lässt sich, wenn auch etwas fummelig, an den Kopf anpassen und macht bei korrekter Einstellung auch Seitenblicke gut mit. Beim Laufen nicht wirklich praktisch ist die durchgehende, mit leichtem Netz ausgekleidete durchgehende Fronttasche, kleine Gegenstände purzeln hierin umher. Aber immerhin lassen sich hier die Hände gut wärmen, wenn man im Herbstwetter auf die Lauffreundin wartet. Hier machen sich auch die vergleichsweise langen Ärmel bezahlt.

Fazit: Ungewöhnliche und auffällige Schlupfjacke mit Kapuze und angenehm raschelarmen Windjackenstoff.

Gewicht: 190 Gramm (Testgröße S)
Ausstattung: Halber hinterlegter Frontreißverschluss mit einrastendem Zipper, Kapuze mit einstellbarem Gesichtsabschluss, Bauchtasche mit Reißverschlussöffnungen, verstellbares Bündchen am Rumpf

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 9 Punkte
Atmungsaktivität: 8 Punkte

Größen: XS-2XL
Material: Hauptteil 100 Prozent Nylon, Futter 100 Prozent Polyester
UVP: 80 Euro

Brooks Fusion Hybrid Jacket für Frauen

Hersteller

Das Fusion Hybrid Jacket von Brooks ist eine sehr kurz geschnittene, modische Laufjacke – sie recht vorn grad bis zum Hosenbund, hinten ist sie ein klein wenig länger. Es werden zwei Materialien verwendet: ein robusteres vorn und hinten sowie auf der Oberseite der Ärmel, ein weicheres (ähnlich dem von Winterlaufshirts) an den Seiten und an den Unterseiten der Ärmel. Beide sind dehnfähig, weich und wärmend; das obere weist leichten Regen ab, das untere nicht. Zwei Details wurden im Test besonders gelobt: einerseits der hohe, eng schließende Kragen mit weichem Innenbesatz, andererseits die an den Ärmeln angesetzten Handgelenkswärmer mit Daumenloch. Kritisiert wurde der kurze Schnitt, der zwar gut aussieht, aber Zugluft an Bauch und unteren Rücken lässt. Auch die große Tasche am Rücken, die dem Verstauen der Jacke dienen kann, kam bei unseren Testerinnen nicht uneingeschränkt gut an, da sie die Jacke in diesem Bereich unnötig dick auftragend macht, zumal mit dem Druckknopf direkt auf der Wirbelsäule. Zum kleinen Verstauen taugt die Jacke aufgrund des vergleichsweise schweren und dicken Stoffes ohnehin nicht besonders. Ein praktisches Detail jedoch sind die zwei Druckknöpfe hinter dem Front-Reißverschluss, mit denen man die Jacke luftig schließen kann. Dank des schicken Designs, der weichen Haptik und der gemütlichen Seitentaschen macht sich das Brooks Fusion Hybrid Jacket auch in der Freizeit gut.

Fazit: Kurz geschnittene weiche Lauf- und Freizeitjacke mit hohem Kragen, die sowohl vor Wind und leichtem Regen schützt, als auch wärmt.

Gewicht: 280 Gramm (Testgröße S)
Ausstattung: Hinterlegter Front-Reißverschluss mit einrastendem Zipper und Zippergarage, zwei Druckknöpfe für alternativen, luftigeren Verschluss, weiche Handgelenksbündchen mit Daumenloch, Seitentaschen mit Reißverschluss mit einrastendem Zipper (rechts mit Handy-Einschubfach), große Rücken-Netztasche mit Druckknopf zum Verstauen der Jacke, Belüftungsöffnungen unter den Armen, kleine außenliegende Schlaufe zum Aufhängen

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 8 Punkte
Atmungsaktivität: 9 Punkte

Größen: XS-XXL
Material: 88 Prozent Polyester, 12 Prozent Elasthan
UVP: 130 Euro

Under Armour Rush Woven für Frauen

Hersteller

Hier bestellen: Under Armour Rush Woven

Die Jacke Under Armour Rush Woven ist eine locker geschnittene Lauf- und Freizeitjacke, die eher groß ausfällt. Sie besteht aus zwei Lagen und ist die mit Abstand schwerste Jacke in unserem Testfeld, entsprechend wärmend ist sie auch. Wind und leichten Regen hält das robuste, griffige und leicht elastische Material gut ab. Der Reißverschluss ist mit einer breiten Abdeckung von außen versehen, die mit Druckknöpfen befestigt wird. Der weite Schnitt mit offenen Taschen ist bei windigem Herbstwetter allerdings nicht ideal. Die Ärmelbündchen schließen recht gut ab, das Bündchen am Rumpf lässt sich mit Gummizug und zwei Einstellern anpassen, sodass auch hier kein Wind eindringt. Wir würden die Jacke eher für die Freizeit empfehlen, und wenn man zum Laufen nur ab und zu mal eine warme Windjacke braucht. Material und Verarbeitung machen allerdings einen überaus positiven Eindruck, besonders die angenehm griffige Innenlage mit sämtlich verdeckten Nähten.

Fazit: Eher eine modische Sportjacke mit gutem Schutz vor Kälte und ungemütlichem Wetter denn eine dezidierte Laufjacke. Legerer Schnitt mit lockerem Kragen, Schlauchtuch als Ergänzung am Hals zu empfehlen.

Gewicht: 378 Gramm (Testgröße S)
Ausstattung: Frontreißverschluss mit nicht-einrastbarem Zipper mit außen liegender breiter Abdeckung mit Druckknöpfen, Seitentaschen ohne Reißverschluss, verstellbares Bündchen am Rumpf.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 5 Punkte
Atmungsaktivität: 5 Punkte

Größen: XS-XL
Material: 87 Prozent Polyester, 13 Prozent Elasthan
UVP: 110 Euro

Black Diamond Deploy Wind Shell für Männer

Weniger geht kaum! Gerade mal 48 Gramm wiegt diese Windjacke von Black Diamond. Erreicht wird das durch ein sehr dünnes, beinahe transparentes Nylongewebe. „Das Material erinnert mich an einen Müllbeutel. Ich hatte echt Sorge, sie gleich zu zerreißen“, so ein Testläufer. Doch die Jacke ist robuster, als sie auf den ersten Blick scheint. Zudem hält der Stoff zuverlässig Wind und sogar für kurze Zeit leichten Regen ab. Dank des Dreiviertel-Frontreißverschluss kann die Jacke ganz einfach über den Kopf gezogen werden. Die Passform ist nicht sehr eng geschnitten, sodass die Jacke im Bedarf über anderer Kleidung und sogar einem kleinen Laufrucksack getragen werden kann. Gummizüge an den Bündchen sowie am Saum sorgen für einen sicheren Sitz. Positiv fällt der hohe Kragen auf. Apropos Kragen: In diesem versteckt sich ein Packsack, in dem sich die Jacke ruckzuck verstauen lässt. Das Packmaß ist unglaublich kompakt, sodass die Jacke tatsächlich in eine geschlossene Hand und selbst kleinen Taschen etwa von Laufshorts passt.

Fazit: Hier können wir uns der Hersteller-Beschreibung vollumfänglich anschließen: „Die wahrscheinlich leichteste Jacke dieser Art auf dem Markt bietet ultimativen Notfallschutz bei starkem Wind.“ Der Einsatzzweck ist tatsächlich der Gebrauch als Notfalljacke, die man beim Laufen im Rucksack oder Laufgürtel mit sich herumträgt und bei Bedarf überstülpt. Für den täglichen Gebrauch gibt es Jacken, die weniger minimalistisch und vermutlich auf lange Sicht haltbarer sind.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 6 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 9 Punkte

Größen: S-XL
Material: Nylon
UVP: ab 80 Euro

On Weather Jacket für Männer

Hier bestellen: On Weather Jacket

Typisch für die Schweizer Laufsportmarke On ist auch die Weather Jacket ein hochtechnisches und beinahe schon futuristisches Kleidungsstück. Auch, wenn man beim Namen etwas anderes vermuten könnte, ist die on Weather Jacket keine Regenjacke. Das Obermaterial ist zwar DWR-beschichtet, wodurch kurzer und leichter Regen abperlt, aber nach ein paar Minuten kommt dann eben doch Feuchtigkeit an den Körper. Für einen Schauer oder wechselhafte Bedingungen reicht das aber völlig aus. Damit Feuchtigkeit vom Körper wegkommt, ist die Jacke mittig geteilt – Ober- und Unterteil sind über acht Nähte miteinander verbunden. Da der obere Teil den unteren überlappt, schützt die Jacke gleichsam gegen Einwirkungen von außen und hat einen spürbaren Luftaustausch, sodass sich Hitze und Feuchtigkeit nicht unter der Jacke stauen. Ebenfalls ein großer Faktor beim Thema Atmungsaktivität sind die Ärmel. Diese bestehen auf der dem Rumpf zugewandten Seite aus einem dünnen, dehnfähigen Gewebe. Zum Schutz vor Wind und Co. Sorgen der hohe Kragen, die engen Bündchen und ein verstellbarer Saum. Die Passform der On-Windjacke ist athletisch – wer einen etwas weiteren Schnitt mag oder zusätzliche Schichten unter der Jacke anziehen möchte, sollte eine Größe größer wählen –, wobei der Schnitt jede Bewegung mitmacht.. Auffällig sind allerlei clevere Details: So sind die Bündchen der Ärmel auf einer Seite länger und überdecken ein Stück des Handrückens, sodass dieser geschützt ist. Die Kapuze verfügt nicht nur über einen Gummizug, sondern zusätzlich über eine Art Stirnband und einen Schirm, sodass die Kapuze sicher am Kopf. Die recht leichte Jacke (Größe S: 159 Gramm) lässt sich mit einem überraschend kompakten Packmaß in die Brusttasche stopfen.

Fazit: Die On Weather Jacket ist eine hochwertig verarbeitete und ausgeklügelte Windjacke, die bei den allermeisten Wetterbedingungen und auch bei schweißtreibenden Trainingseinheiten getragen werden kann.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 9 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 10 Punkte

Größen: S-XXL
Material: Polyamid, Elasthan
UVP: 189,95 Euro

Craft ADV Essence Wind Jacket für Männer

Diese Windjacke von Craft besteht aus einem wasser- und windabweisenden Obermaterial, welches gut vor den Elementen schützt. Ein kurzer Regenschauer ist kein Problem, zumal der Stoff ein auskühlen verhindert, selbst wenn er nass ist. Gegenteilig wirkt der perforierte, dünne und dehnfähige Stoff unter den Achseln und den Armen, der Luft an den Körper und gleichzeitig Wärme vom Körper lässt. Die Passform ist athletisch und lässt sich durch einen Gummizug am Saum anpassen. Die Jacke verfügt über zwei Größe Reißverschlusstaschen, die zwar viel Platz bieten – beim Laufen stört es jedoch, wenn Schlüssel oder Smartphone in den Taschen hin und her wackeln.

Fazit: Die Craft ADV Essence Wind Jacket tut was sie soll: Sie Hält Wind (und etwas Regen) ab und sorgt dank ihrer Atmungsaktivität für ein angenehmes Körperklima.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 7 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 8 Punkte

Größen: S-XXL Material: 100 Prozent Polyester
Nachhaltigkeit: 60 Prozent des Polyesters sind recycelt
UVP: 89,95 Euro

Goldwin Compact Jacket für Männer

Auf den ersten Blick könnte man annehmen, dass die Goldwin Compact Jacket maximal für den Notfall zu gebrauchen. Doch das täuscht: Zwar ist die Jacke wirklich dünn und leicht (67 Gramm in Größe S), aber sie ist deutlich robuster als sie scheint. Wind hält sie zuverlässig ab. Auch Regen macht sie für einige Minuten mit. Zusätzlich bietet sie praktische Details, wie Perforationen und den Armen und Gummizüge in den Bündchen und im Saum. „Mir gefällt die athletische Passform. Lediglich der Kragen könnte etwas höher sein, um wirklich zuverlässig vor Wind zu schützen“, befand ein Tester. Die Jacke verfügt über zwei kleine Taschen – eine mit Reißverschluss und eine mit Druckknopf. In beide lässt sich die Jacke stopfen und problemlos in einer Hand tragen. Das Material ist dabei so dünn, dass es zwar Wind abhält, aber sich nie die körpereigene Hitze darunter staut.

Fazit: Schlichte, minimalistische und hochwertig verarbeiteter Windschutz, der ideal bei wechselnden Bedingungen und als Notfalljacke beim Laufen (in den Bergen) ist – oder wenn man sich unsicher ist, ob eine Jacke nötig ist oder nicht.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 8 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 8 Punkte

Größen: S-XL Material: 100 Prozent Nylon
Nachhaltigkeit: mehr als 50 Prozent des Stoffs sind recycelt
UVP: 150 Euro

Patagonia Houdini Jacket für Männer

Hier bestellen: Patagonia Houdini Jacket

Die Houdini Jacket von Patagonia ist seit Jahren auf dem Markt und längst ein Klassiker unter den Windjacken. Und es ist kein Wunder, dass sie viele Fans im Outdoorsport-Bereich hat. Das feine Nylongewebe hält zuverlässig Wind ab und kommt dank der DWR-Imprägnierung (durable water repellent) auch erstaunlich lange mit Regen klar. Und sollte die Jacke irgendwann doch Wasser durchlassen, saugt sich das dünne Gewebe kaum voll. Der Schnitt mit einem etwas längerer Saum und einer eher weiten Passform lässt genug Raum, um die Jacke als zusätzliche Schicht zu tragen. Die Bündchen mit Gummizug an den Ärmeln sind auf einer Seite etwas länger geschnitten, wodurch die Handrücken zusätzlich geschützt werden. Der Saum verfügt über einen verstellbaren Gummizug. Die große Kapuze lässt sich ebenfalls für einen Gummizug anpassen. Trotz all dieser Details wiegt die Jacke leichte 105 Gramm und passt in die Reißverschluss-Brusttasche. Das Packmaß ist nicht extrem kompakt, aber die Jacke kann problemlos in einer Hand getragen werden. „Mit der Houdini Jacket hat Patagonia eine richtig gute Kombination aus leichtem Tragegefühl und atmungsaktivem Wetterschutz geschaffen“, schreibt ein Tester. Top: Patagonia steht wie kaum eine andere Marke für Nachhaltigkeit.

Fazit: Die Houdini Jacket ist eine ausgereifte Windjacke für alle Bedingungen. Sie überzeugt wegen ihrer Funktionen und Verarbeitungsqualität im Dauereinsatz, eignet sich dank des kleines Packmaßes aber ebenso als Notfalljacke.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 9 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 9 Punkte

Größen: XS-XL Material: 100 Prozent Nylon
Nachhaltigkeit: das gesamte Material ist recycelten Ursprungs und Fair-Trade-zertifiziert
UVP: 100 Euro

Saucony Bluster Jacket für Männer

Die Saucony Bluster Jacket ist kein minimalistischer Windschutz, sondern eine komfortable Softshell. Das eher dicke, aber dehnfähige Material ist auf der Innenseite mit einem weichen Jacquard Fleece ausstaffiert, wodurch die Jacke eine spürbare Isolation mit sich bringt. Bei (eisigem) Wind und generell kalten Bedingungen ist das Tragegefühl sehr angenehm. Bei nassen Bedingungen gibt es jedoch einen Haken: Regen perlt zwar zunächst ab, doch nach und nach saugt sich die eh schon schwere Jacke (369 Gramm in Größe S) zusätzlich mit Wasser voll, sodass sie noch schwerer wird. Auch Schweiß kann nur schwer nach außen dringen – es gibt keine Öffnungen oder Perforationen – wodurch es gerade bei schweißtreibenden Einheiten zu schnell zu feucht und zu warm werden kann. Die Passform ist weit und eher lang, sodass man problemlos weitere Schichten unter der Jacke tragen kann. Insgesamt gibt es drei Taschen mit Reißverschlüssen: eine Brusttasche und zwei Seitentaschen.

Fazit: Wer eine warme und bequeme Jacke für entspannte Läufe bei kalten Bedingungen sucht, macht mit der Saucony Bluster Jacket alles richtig. Bei nassen Bedingungen hat das Material den Nachteil, sich irgendwann vollzusaugen.

Punkte-Wertung
Bequemes Tragegefühl: 10 Punkte
Atmungsaktivität/funktionale Eigenschaften: 5 Punkte

Größen: S-XXL Material: 90 Prozent Polyester, 10 Prozent Spandex
Nachhaltigkeit: das gesamte Polyester ist recycelten Ursprungs
UVP: 130 Euro

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