Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
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Laufschuhe für das Vor- und Mittelfußlaufen

Die Empfehlungen der Redaktion Die besten Schuhe für das Vor- und Mittelfußlaufen

Es gibt viele unterschiedliche Laufstile. Läuferinnen und Läufer, die mit dem Vor- oder Mittelfuß aufsetzen, sind eine kleinere Gruppe – diese Laufschuhmodelle eignen sich besonders gut für sie.

Jeder läuft anders: Wie sich der Körper bewegt, wie wir die Füße aufsetzen und über den Boden abrollen ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Beim Fußabrollverhalten werden in der Praxis der Laufschuhberatung der Einfachheit halber drei Arten des Aufkommens unterschieden: Das Vor-, Mittel- oder Rückfußlaufen. Das Rückfußlaufen wird oft auch Fersenlauf genannt. Damit verknüpft wird oft auch der Begriff der Pronation, beziehungsweise der Überpronation oder Supination. Gerade die Supination tritt meistens bei Vorfußläufern und -läuferinnen auf.

Abrollverhalten bei Vorfußläufern, Mittelfußaufsetzern und Supinierern

Vorfußläufer und -läuferinnen sind allerdings anteilsmäßig die kleinste Gruppe. Oft sagt schon der Fußtyp sehr viel über das Laufverhalten aus. Viele Vorfußläufer und -läuferinnen haben einen relativ steifen Fuß, oft gekoppelt mit einem Hohlfuß – das begünstigt auch das Supinieren. Beim extremen Vorfußlaufen erfolgen die Landung und der Abdruck auf dem Fußballen. Die Belastung für den Muskel- und Sehnenapparat kann dadurch größer sein.

Beim Landen auf dem Mittelfuß trifft der Fuß mit der Außensohle nahezu parallel auf den Boden auf, nicht mit angezogener Spitze wie beim Fersenlauf. Dabei ist der Fuß meistens leicht quer zur Laufrichtung angewinkelt, trifft also mit der äußeren Seite der Sohle zuerst auf den Boden.

Supinierende Läuferinnen und Läufer gehören ebenfalls zur Minderheit unter den Laufenden – die Supination tritt verstärkt bei Läuferinnen und Läufern auf, die auf dem Ballen oder dem Mittelfuß landen. Als Supination bezeichnet man hier das Abrollverhalten des Fußes mit Hebung des inneren Fußrandes bei gleichzeitiger Senkung des äußeren. Das Abrollverhalten ist bei Kameraaufnahmen am besten aus der gleichzeitigen seitlichen und rückwärtigen Perspektive zu beobachten. Der Fuß rollt stärker über die Außenkante und stößt sich in Richtung des kleinen äußeren Zehs ab. In einer Videoanalyse ist gut zu erkennen, dass der Fuß mit der Ferse gar nicht oder kaum den Boden berührt, sondern gleich auf dem Ballen oder Mittelfuß landet und dann über die Fußaußenseite abrollt.

Auf diese Kriterien sollten Sie achten

Wer mit dem Vor- oder dem Mittelfuß aufsetzt, hat es bei der Laufschuhwahl oft etwas schwerer. Anders könnte man auch sagen: Die Gefahr, ein nicht so geeignetes Modell zu wählen, ist größer. Denn da das Fersenlaufen im Durchschnitt deutlich häufiger ist, werden die Laufschuhe eher für dieses Abrollverhalten entwickelt. Achten Sie daher auf folgenden Punkte, wenn Sie auf dem Mittelfuß oder dem Ballen landen:

Mehr Flexibilität

Die Laufschuhe sollten insgesamt flexibler sein. Ein zu steifer Laufschuh behindert das Abrollverhalten des Fußes stärker. Feste Stabilisierungselemente in der Mittelsohle sind für das Vor- und Mittelfußlaufen meist ungeeignet. Prüfen Sie, ob sich der Schuh leicht biegen und verwringen lässt, wenn Sie den Vorfußbereich gegen den Fersenbereich verdrehen.

Dämpfung auf ganzer Länge

Ihre Laufschuhe sollten über die gesamte Länge des Schuhs eine hohe Dämpfungsqualität der Mittelsohle aufweisen. Bei vielen Laufschuhmodellen wird der Schwerpunkt der Dämpfung auf den Rückfußbereich des Laufschuhs gelegt, da die meisten Läuferinnen und Läufer mit der Ferse zuerst landen.

Gebogener Leisten

Die Leistenform oder -Biegung der Schuhe sollte gebogen sein. Mit der Leistenbiegung ist die Krümmung der Sohle von der Ferse bis in den Vorfußbereich nach innen gemeint. Erfahrungsgemäß kommen Läuferinnen und Läufer, die mit Vor- oder Mittelfuß landen, mit einer leichten Biegung des Leistens besser klar, das Abrollverhalten ist runder. Ein gerader Leisten eignet sich für das Aufkommen auf der Ferse.

Gut geeignet: Neutralschuhe und Lightweight-Trainer

Innerhalb der gängigen Laufschuhkategorien sind beim Vor- und Mittelfußlaufen Neutralschuhe am ehesten geeignet. Auch die Lightweight Trainer, leichtgewichtige Trainings- und Wettkampfschuhe kommen gut in Frage.

Die Empfehlungen der Redaktion

Die folgenden aktuellen Laufschuhe erfüllen die oben beschriebenen Kriterien. Daneben spielen natürlich der Einsatzzweck (langer Lauf, schnelles Training, Rennen, Trail) sowie vor allem die individuelle Passform eine wichtige Rolle, damit Sie den passenden Laufschuh für sich finden. Finden Sie hier Ihren Favoriten:

Adidas Solarglide 5

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Die Adidas- Entwicklungsabteilung hat sich nicht gescheut, den Schuh komplett neu aufzubauen. m vier Millimeter ist die Mittelsohle stärker geworden. Die Kombination der eTPU-Kügelchen des Boost-Schaums nennt Adidas jetzt „Double Bubble Boost“. Jeweils unter Vor- und Rückfuß ist eine Bubble Boost eingebaut. Über der Boost-Dämpfungsschicht ist die „Control Platform“ aus EVA über die komplette Sohlenlänge verbaut. Sie sorgt für mehr Führung sorgt und eine seitliche Stütze um den Rück- und Mittelfußbereich.

Bei der Außensohle setzt Adidas nach wie vor auf das griffige Continental-Außensohlenmaterial. Der Solarglide ist ein neutraler, komfortabler Laufschuh und vermittelt als ein im positivsten Sinne alltagstauglicher Trainingslaufschuh ein tolles Laufgefühl mit etwas mehr Stabilität. Die Mittelsohle ist deutlich komfortabler als die des Vorgängers: Die Boost Bubble-Einheit dämpft jetzt über die gesamte Länge der Mittelsohle komfortabel; War der Solarglide 4 noch ein typischer Fersenläufer-Schuh, bietet der Solarglide 5 auch im Mittelfußbereich sehr hohen Komfort – und eignet sich sehr gut auch für Mittelfußaufsetzerinnen und -aufsetzer, denen zudem die leicht gekrümmte Leistenform des Schuhs besseren Abrollkomfort bietet als eine gerade Leistenform. „In diesem Aspekt,“ so urteilt ein Testläufer, „ist der Solarglide 5 sogar dem Ultraboost überlegen und eignet sich besser für Mittelfußläufer.“

Gewicht: 335 Gramm (Männerversion);
Sprengung: 10 Millimeter
UVP: 140 Euro

Brooks Ricochet 3

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Den Ricochet hat Brooks behutsam aufgepeppt. Wurde der bereits mit dem reaktiven DNA-AMP-Schaum ausgerüstete Vorgänger für seine famosen Abrolleigenschaften gelobt, ist beim 3er vor allem das Obermaterial optimiert worden: Das Maschengewebe ist atmungsaktiver, die Schnürösen sind stabiler und die Schnürung hält den Fußrücken dadurch noch sicherer – ideal auch für schmalere Füße. „Guter Sitz im Fersenbereich, kein Druck, kein Herausrutschen“, so eine Testerin, die auch die „sockenartige Passform am Knöchel“ lobte. Damit eignet sich der leichte Schuh gut für flotte Trainings. Einzige Kritik: Bei Nässe wird die Sohle schnell rutschig.

Gewicht: 238 Gramm
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 140 Euro

Topo Fli-Lyte 4

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„Ich würde dem Fli-Lyte eine Urkunde für einen soliden Trainingsschuh verleihen“, beginnt eine Testerin ihren Bericht. Eine solide Figur macht der Schuh vor allem in Sachen Komfort und Gewicht: Die breite Zehenbox bietet großzügigen Platz, während die ZipFoam-Dämpfung für ein weiches Laufgefühl sorgt. Das Obermaterial ist anschmiegsam, und der Schuh bleibt für ein Trainingsmodell sehr leicht.Dank der geringen Sprengung und responsiver EVA- und TPU-Mischung in der Mittelsohle ist der Fli-Lyte ein reaktiver, aber bequemer Schuh, der sich vor allem auf der Straße wohlfühlt.

Gewicht: 238 g (Männer), 196 g (Frauen)
Sprengung: 3 Millimeter
Preis: 150 Euro

Adidas Adizero Boston 10

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Alles ist neu beim neuesten Boston. Mit dem Vorgänger-Modell, das noch eine Weile parallel im Programm bleibt, hat er neben dem Namen nur noch die Passform gemein, der Laufeindruck ist komplett anders. Statt des bewährten EVA-Schaums „Boost“ in der Mittelsohle kam nun das neue „Lightstrike Pro“-Material zum Einsatz. Mit der Rocker-Konstruktion und den Karbon-Elementen in der Mittelsohle erinnert der Boston 10 nun am ehesten an eine zahmere und trainingstaugliche Version des Adizero Pro 2. Das veränderte Laufgefühl ist für Fans des alten Adizero gewöhnungsbedürftig, allerdings bringt die neue Version auch Vorteile mit sich – zum Beispiel für Mittel- und Vorfußläuferinnen und -läufer, die im Adizero Boston 10 einen tollen Trainingsschuh finden.

Gewicht: 239 Gramm (Frauen), 286 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter (Frauen), 8,5 Millimeter (Männer)
Preis: 150 Euro

Asics Novablast 2

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Der Novablast 2 ist ein Modell für Läuferinnen und Läufer, die es gerne schnell und gleichzeitig komfortabel mögen. Das Erfolgsrezept des Schuhs bietet die Mittelsohle: Soft gedämpft, sehr reaktiv und dabei leicht. Die Sprengung ist bei der aktuellen Version etwas geringer als beim ersten Novablast, beträgt jetzt 8 Millimeter (vorher 10). Und die Stabilität im Abrollvorgang ist etwas erhöht, vor allem im Fersenbereich – dafür sorgt eine verstärkte interne Fersenkappen-Konstruktion. Anders als es die voluminöse Mittelsohle vermitteln mag, ist der Schuh äußerst leicht. Er wiegt lediglich 275 Gramm (Herren US-9), beziehungsweise in der Damenversion 225 Gramm. Es gibt wenig vergleichbare Laufschuhe, die bei so geringem Gewicht so viel Dämpfungskomfort bieten. Obendrein unterstützt die Sohlencharakteristik einen dynamischen Laufstil, denn sie ist sehr flexibel und torsionsfreudig.

Für das Vor- und Mittelfußlaufen ist der Schuh sehr gut geeignet, da der Vofußbereich leicht erhöht ist. Der Novablast lädt dabei gleichermaßen zu gemächlichem wie sehr flottem Trainingstempo ein. Die Außensohle passt zu der Laufcharakteristik und ist sehr gut auf harten Untergrund wie Asphalt abgestimmt, hier bietet sie guten Grip und einen sehr guten Kraftschluss beim Fußabdruck. Auch das Obermaterial harmoniert wunderbar mit der Sohlenabstimmung: Es ist sehr gut belüftet, auch bei hoher Belastung werden die Füße nicht zu heiß. Der Halt des Schuhs durch die Schnürung und die gute gepolsterte Lasche ist sehr gut. Insgesamt rangiert der Novablast 2 in der ersten Reihe der derzeit sehr populären Trainingsschuhe, die gleichermaßen durch Dämpfung, Reaktivität und agiles Laufgefühl glänzen.

Gewicht: 222 Gramm (Frauen), 275 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 140 Euro

Hoka Clifton 8

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Mit der sehr voluminösen Mittelsohle war der Hoka Clifton einer der Mitbegründer der Super-Komfortklasse bei Laufschuhen. Auch der Clifton 8 überzeugt mit maximalem Dämpfungskomfort. Die siebte Version war der bis dato leichteste Clifton, die achte hat jetzt ein neues Mittelsohlenmaterial, das zwar 15% leichter sein soll, aber das Gesamtgewicht ist quasi gleichgeblieben. Ebenso die Charakteristik der Sohle, die 29 Millimeter stark ist an der Ferse beim Herrenmodell und in der Frauenversion 26 Millimeter. Die Sprengung des Clifton 8 beträgt 8 Millimeter.

Der Aufsatzpunkt an der Ferse des Schuhs ist stark abgerundet, auch dadurch ist der Laufeindruck sehr weich gedämpft, und passt damit noch besser zu ruhigem als schnellerem Trainingstempo. Verantwortlich dafür ist aber mehr noch das neue Mittelsohlenmaterial, ein formgepresstes EVA-Material, das dank neuer chemischer Formel nun um 15% leichter und dennoch noch punktelastischer, also weicher ist.

In Kombination mit der Rocker-Geometrie der Sohle ergibt sich der Clifton-typische komfortable Abrollvorgang. Der Schuh wird von Viel- oder Ultraläufern und -läuferinnen auch für lange und sehr lange Trainingsläufe eingesetzt. Denn das ist und bleibt das idealtypische Einsatzprofil des Clifton: der lange Trainingslauf in moderatem oder ruhigem Tempo. Dabei ist er für leichtere und mittelschwere Läufer ideal, durch die Konstruktion und die Leiste eignet er sich zudem nicht nur für das Aufkommen auf dem Rück- und Mittelfuß, sondern auch für das Vorfußlaufen.

Gewicht: 250 Gramm (Herren) / 215 Gramm (Frauen)
Sprengung: 5 Millimeter
UVP: 140 Euro

New Balance Fresh Foam 1080v12

New Balance Freshfoam 1080 v12 im Laufschuhtest
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Abgesehen von der Farbe ist zunächst kaum ein Unterschied zum Vorgängermodell zu erkennen. Aber das Obermaterial ist dehnbarer und sitzt jetzt auch bei schmalerem Fuß besser. Die Fersenkappe ist nun wieder konventionell geformt und gibt mehr Halt. Und unter der Ferse emp­fangen 27 Millimeter feinster „Freshfoam“-Schaum den Fuß und dämpfen ihn so famos ab, dass die Tester begeistert sind. „Einer der besten Komfortschuhe“, war ein Urteil über den V12. Die Ände­rungen am Mittel- und Außen­sohlendesign waren da­gegen nicht zu spüren.

Preis: 180 Euro
Gewicht: 285 Gramm (Männer), 229 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter

Under Armour Flow Velociti Wind 2

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Mit der Einheit aus „Flow“-Dämpfungsschaum in der Zwischen- und Außensohle sowie dem sehr funktionellen und flexiblen Obermaterial sorgt der Velocity Wind2 für ein leichtes und schnelles Erscheinungsbild. Die Funktionseinheit der Sohle sorgt für ein sehr direktes, leichtes Laufgefühl, das einen angenehmen Kontrast zu sehr weich gedämpften Laufschuhen bietet. Der Velocity Wind eignet sich als leichter Trainingsschuh für leichte bis mittelschwere Läufer, durchaus auch für flottere Trainingsläufe. Obermaterial und Sohle harmonieren gut, die Größen und die Passform fallen eher klein aus.

Gewicht: 223 g (M); 209 g (W)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 160 Euro

Scott Pursuit

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Mit Rocker-Konstruktionen kennt Scott sich aus. Die vorn und hinten aufgebogene Sohlenkonstruktion beim Pursuit erinnert an Wettkampfschuhe, gleichwohl deutet ihr Volumen (30 mm unter der Ferse) den hohen Dämpfungskomfort an. Dazu bietet der Schuh ein sehr feines, festes Obermaterial, das durch eine gut zu justierende Schnürung und eine stabile Fersenkonstruk­tion unterstützt wird. Die für schma­le Füße ungeeignete Passform wurde von Testläufern mit mittelbreitem Fuß ebenso wie die Laufeigenschaften gelobt. „Ob ruhiges Tempo oder Tempoläufe unter 4:00 min/km, der Abrollkomfort ist einfach toll“, so ein Testläufer.

Gewicht: 225 Gramm (Frauen), 250 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 140 Euro

Hoka Kawana

Hoka Kawana
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Auch wenn der Hoka Kawana als Alltagsschuh beworben wird, ist er vor allem ein Laufschuh – und zwar einer mit Fokus auf viel Komfort und Dämpfung. Beim ersten Hineinschlüpfen fällt sofort auf, dass der Schuh nicht so weit ausfällt, wie es die massive Optik zunächst vermuten lässt. „Wenn ich ihn anziehe, verschmilzt mein Fuß förmlich mit dem Schuh“, urteilt ein Testläufer mit eher schmalen Füßen. Doch auch jene Testläufer mit breiteren Füßen lobten die Passform. Auffällig ist überdies die Konstruktion des anatomisch nach hinten gebogenen Bereichs rund um die Achillessehne. Hier entsteht keinerlei Druck auf die Achillessehne, was diese spürbar entlastet. Gleichzeitig wird die Ferse durch zwei Wülste im inneren Bereich des Rückfußes sicher gehalten.

Beim Blick von oben fällt auf, wie ausladend der Schuh rundherum ist. Der Kawana bietet in der Tat eine enorme Standfläche, was beim Abrollvorgang viel Sicherheit vermittelt. So liefert der Schuh ganz ohne Stützelemente viel Stabilität. Das liegt auch auch den der eher festen Mittelsohle, die vor allem für schwere Läuferinnen und Läufer eine gute Option ist. Die Mittelsohle hat übrigens eine leicht gebogene Rocker-Geometrie, wodurch der Schuh harmonisch abrollt.

Gewicht: 237 Gramm (Frauen), 283 Gramm (Männer)
Sprengung: 5 Millimeter (Frauen: 27/22 Millimeter, Männer: 30/25 mm Millimeter)
Preis: 140 Euro

Mizuno Wave Skyrise 2

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Die Wave Plate, eine wellenförmige Kunsttoffplatte in der Mittelsohle, war über Jahre, Jahrzehnte, DAS Markenzeichen der Mizuno-Laufschuhe. 2019 kam mit dem Mizuno Wave Sky das erste Modell heraus, bei dem die Japaner die Welle neu interpretierten. Das Konzept heißt jetzt Foam Wave und besteht aus zwei wellenformig miteinander verbundenen Mittelsohlenschäumen. 2020 kam der erste Mizuno Wave Skyrise mit der Foam Wave heraus, dieses Modell gibt es jetzt in der zweiten Version.

Die neue Welle kam bei unseren Testläufern hervorragend an: Der Abroll- und Dämpfungskomfort des Mizuno Wave Skyrise ist äußerst hoch. Dabei läuft sich der Skyrise federnd und dynamisch, das Fehlen der festen Wave Plate macht sich hier positiv bemerkbar. Dennoch bietet auch die Foam Wave eine gewisse Stabilität und Torsionsfestigkeit im Rückfuß. Im Vor- und Mittelsohlenbereich ist der Skyrise flexibler und torsionsfreudiger.

In der zweiten Version wurde besonders das Obermaterial noch einmal verbessert. Das Gestrick umschließt den Fuß äußerst angenehm. Der Schaft ist aus einem Stück gearbeitet, das aus zwei Lagen besteht: einem äußeren Gestrick mit unterschiedlich festen Bereichen (direkt über der Sohle und im Mittelfuß- und Schnürbereich fester, über den Zehen luftiger und elastischer) und einer inneren leichten Polsterung. Die Kombi macht alle Bewegungen mit und schmiegt sich sanft an den Fuß. Das gab Lob von unseren Testerinnen und Testern. Der Mizuno Wave Skyrise ist ein äußerst gelungener Dämpfungsschuh, der überragenden Abroll- und Dämpfungskomfort mit einer gewissen Stabilität im Rückfuß, vor allem aber auch Dynamik verbindet. Ein unkomplizierter und dank des verbesserten Obermaterials super-bequemer Schuh für quasi alle Trainingsläufe.

Gewicht: 240 Gramm (Frauen), 300 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 140 Euro

On Cloudmonster

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Der Cloudmonster trägt die typischen Merkmale von On – aber in extremerer Ausführung. Die CloudTec-Dämpfung mit den einzelnen Clouds in der Mittelsohle ist größer und voluminöser ausgelegt. Sie besteht aus „Helion“-Schaum, der sowohl leicht wie auch sehr elastisch ist: Das Ergebnis ist eine Dämpfung auf so hohem Niveau, wie sie bei On bislang noch nicht erreicht wurde. Das zweite On-typische Konstruktions-Element ist das Speedboard: Das ist die steife Mittelsohlenplatte, die den Schuh stabilisiert.

Für das agile Laufgefühl sorgt aber auch die „Rocker“-Konstrukion. Die Sohle steht nicht plan auf dem Untergrund, sondern ist aufgebogen wie bei einem Schaukelstuhl – und unterstützt den Abrollvorgang. Der Cloudmonster ist ein kompletter Trainingsschuh für festen Untergrund. Ob für kurze, lockere oder längere Läufe, da ist der Cloudmonster in seinem Element. Aber auch Einsteigerinnen und Einsteiger werden sich über den leichten, moderaten Support und den sehr guten Komfort freuen. Das Einsatzgebiet ist dabei eindeutig der feste Untergrund oder ausgebaute Feld- und Waldwege. Auch für hohes Lauftempo mit Tempointervallen gibt es bessere (On-)Laufschuhe.

Was der Cloudmonster aber ist: eine Bereicherung der On-Palette und eine echte Alternative im maximalen Komfort-Laufschuhbereich. Vor allem öffnet sich On mit dem Cloudmonster für eine neue, breitere Zielgruppe: Für Läuferinnen und Läufer, die mehr Komfort im Laufschuh suchen – ein Aspekt der nicht nur bei langen Läufen, sondern auch von Einsteigern geschätzt wird. Der Cloudmonster ist ein komfortabler Schuh für Easy Runs, Long Runs – „oder für die Monsterjagd“, wie eine Testläuferin ergänzte, „solange es sich um ein Mönsterchen handelt!“

Gewicht: 275 g (Männer, US M8.5); 230 g (Frauen, US W7)
Sprengung: 6 mm, (30 mm/Ferse, 24 mm/Vorfuß)
Preis: 169,95 Euro, 230 Schweizer Franken

Saucony Ride 15

Saucony Ride 15 im Laufschuhtest
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Okay, festhalten, jetzt geht die Fahrt so richtig los: Kein anderer Schuh wurde so gründlich überarbeitet wie der Ride, auch das Laufgefühl ist davon betroffen. Die 15er-Version hat es in sich: Unter der Ferse lagern jetzt mächtige 35 Millimeter Dämpfungsschaum. Trotzdem ist der Laufschuh leichter als der Vorgänger. Der Fuß ruht in der schalenförmigen Mittelsohle und harmoniert sehr gut mit der im Mittelfußbereich gut anpassbaren Schnürung. Der weiche Abrollkomfort geht überzeugend mit guter Stabilität einher, für flottes Tempo gibt es aber bessere (Saucony-)Modelle. Der Ride ist perfekt für Einsteiger und Einsteigerinnen sowie für ruhige, auch längere Trainingsläufe.

Gewicht: 255 Gramm (Männer), 221 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 150 Euro

New Balance FuelCell Rebel V2

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„Einer der besten Laufschuhe für hohes Tempo“ lautete das Testfazit zur ersten Version des FuelCell Rebel. Und, soviel sei verraten, auch die zweite Version ist ein absoluter Top-Schuh, denn am Grundkonzept wurde nichts geändert.

Im Ergebnis bringt der eh schon absurd leichte New Balance FuelCell Rebel in der zweiten Version nochmals ein paar Gramm weniger auf die Waage (167 Gramm (Frauen), 204 Gramm (Männer)). Unverändert sind die Eigenschaften der recht hohen Mittelsohle, die mit einer Sprengung von sechs Millimetern daherkommt: Das FuelCell-Mittelsohlenmaterial, ein EVA-basierter Schaum, vereint wie kaum ein anderes Material geringes Gewicht, weiche Dämpfung und hohe Energierückführung.

Selbst bei leichten Läufern überzeugt die Mittelsohle des New Balance FuelCell Rebel v2 daher mit enormem Dämpfungskomfort. Komfort und Reaktivität machen uneingeschränkt über kurze und lange Distanzen Spaß. Neben dem innovativen Mittelsohlenmaterial und dem geringen Gewicht ist auch die Rocker-Konstruktion für den positiven Laufeindruck verantwortlich. Sie sorgt für einen dynamischen Abrollvorgang, von dem auch Mittel- und Vorfußläuferinnen und -läufer profitieren.

Für eher schwere Läuferinnen und Läufer oder alle, die ein höheres Maß an Stabilität benötigen, gibt es geeignetere Modelle. Diese Eigenschaften machen den New Balance FuelCell Rebel v2 zu einem der vielseitigsten Laufschuhe auf dem Markt. Er entzieht sich der üblichen Kategorisierung und ist gleichzeitig Dämpfungsschuh, Lightweight-Trainer und Wettkampfschuh.

Sprengung: 6 Milliliter
Gewicht: 167 Gramm (Frauen), 204 Gramm (Männer)
UVP: 140 Euro

Saucony Kinvara 13

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Einfache Formeln sind gar nicht so leicht umzusetzen, aber beim Kinvara gelingt es erneut. Er ist minimalistisch, ohne dass etwas fehlt; für ambitionierte Läufer ist auch die 13. Version ein hervorragender Trainings- und Wettkampfschuh, es ist der leichtestes Kinvara, den es je gab. Dabei ist „nur“ das Obermaterial etwas dünner und atmungsaktiver geworden; im Zehenbereich ist es etwas dehnfähiger, berichtet eine Testläuferin, die den Vorgänger kennt. Sonst: Die schon zuvor gelobte, großartige Passform ist geblieben. Die konventionelle Mittelsohle aus leichtem, flexiblem „Pwrrun“ ist unverändert zum Vorgängermodell.

Gewicht: 205 Gramm (Männer), 176 Gramm (Frauen)
Sprengung: 4 Millimeter
UVP: 140 Euro

Fazit: Jeder und jede findet den passenden Schuh

Grundsätzlich sollte bei der Produktauswahl genügend Zeit eingeplant werden und sie sollte sorgfältig geschehen. Auch für das Vor- und Mittelfußlaufen gibt es keine pauschalen Schuhempfehlungen: Die Laufbewegung, das Abrollverhalten und die Passform sind bei jedem Menschen anders. Aber die Auswahl an Laufschuhen ist mittlerweile so groß und vielfältig, dass für jeden Läufer und jede Läuferin eine Lösung zu finden ist. Eine grundsätzliche Erkenntnis, die viele RUNNER’S WORLD Testerinnen und Tester mit jahrelanger Lauferfahrung bestätigen, ist, dass sich der Geschmack und das Bedürfnis hinsichtlich der Laufschuhe im Laufe der Zeit verändert. Ja, sogar orthopädische Bedürfnisse oder Eigenarten verändern sich manchmal über die Zeit hinweg.

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