Berlin Marathon 2019 SCC Events/Norbert Wilhelmi
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Neue Höchstleistungen im Berlin-Marathon

Berlin-Marathon 2019 Bekeles Comeback und Kejetas Debüt im Berlin-Marathon

Kenenisa Bekele als zweitschnellster Marathonläufer und Melat Kejeta als schnellste Deutsche krönten den Berlin-Marathon.

Kenenisa Bekele und Melat Kejeta sorgten für Sternstunden beim Berlin-Marathon am Sonntag: Der Äthiopier lief eines der größten Comebacks in der Leichtathletik-Geschichte, indem er den Weltrekord nur um zwei Sekunden verpasste und mit 2:01:41 Stunden die zweitschnellste je gelaufene Zeit erreichte. Die aus Äthiopien stammende Athletin des Laufteams Kassel erzielte mit 2:23:57 Stunden die schnellste Debüt-Zeit einer deutschen Läuferin aller Zeiten und sortierte sich in der Liste der schnellsten nationalen Marathonläuferinnen der Geschichte auf Anhieb auf Rang zwei ein.

Kenenisa Bekele ist unbestritten der größte Langstreckenläufer aller Zeiten bezogen auf die Bahn-Strecken und den Crosslauf. Er hält die aktuellen Weltrekorde über 5.000 m (12:37,35) und 10.000 m (26:17,53) bereits länger als je jemand zuvor in der Geschichte - rund 15 Jahre. Dreimal war er Olympiasieger und fünfmal Weltmeister über die Langstrecken. Hinzu kommen elf Goldmedaillen bei Cross-Weltmeisterschaften.

Knapp am Weltrekord vorbei

Doch der 37-Jährige konnte vor dem Rennen am Sonntag nur einmal sein Potenzial auf die 42,195 km übertragen: In Berlin gewann er 2016 in 2:03:03 Stunden, wobei er den damaligen Weltrekord um nur sechs Sekunden verpasste. Seitdem startete er bei fünf weiteren Marathonrennen, kam jedoch nur zweimal ins Ziel und konnte nicht überzeugen. Viele hatten Kenenisa Bekele abgeschrieben, doch am Sonntag belehrte er sie eines besseren.

„Wenn man verletzt ist, ist das entmutigend. Du bist in keiner guten Verfassung und hast schnell zu viel Gewicht. Man kann nicht das machen, was man möchte. Ich versuchte immer, fit zu werden, aber dann kamen die Verletzungen zurück. Ich hatte ein Ungleichgewicht im Hüftbereich, und dieses Problem habe ich während eines zweimonatigen Aufenthaltes mit entsprechenden Behandlungen in Holland gelöst“, erklärte Kenenisa Bekele, der sich zudem für die Vorbereitung auf das Rennen in Berlin der Trainingsgruppe von Haji Adelo in Addis Abeba anschloss. „Das ist die beste Trainingsgruppe in Äthiopien. Haji hat mir schon vor Jahren gesagt und jetzt erneut, dass er sicher ist, dass ich eines Tages den Marathon-Weltrekord breche. Jetzt war die Vorbereitung etwas zu kurz und das Ziel war einfach, ein möglichst gutes Resultat zu erzielen.“

Der Marathon-Weltrekord bleibt ein Ziel von Kenenisa Bekele, aber 2020 könnten zunächst die Olympischen Spiele in den Fokus rücken. Er würde gerne in Tokio an den Start gehen, erklärte er. „Allerdings liegt diese Entscheidung nicht bei mir“, sagte Kenenisa Bekele bezüglich des Nominierungs-Prozesses.

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Norbert Wilhelmi
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