Norbert Wilhelmi

Olympia 2021: Petros trainiert wieder

Olympia-Vorbereitung Glück im Unglück für Amanal Petros

Im Rahmen der Olympia-Vorbereitung reiste Amanal Petros nach Kenia. Dort stürzte er, kann aber inzwischen wieder trainieren und sich auf den olympischen Marathon vorbereiten.

Deutschlands Marathon-Rekordler Amanal Petros musste in den vergangenen zwei Wochen um seinen Olympia-Start bei den Spielen in Japan im Sommer bangen. Nach einem Sturz während des Höhentrainingslagers in Kenia auf einer Schotterstraße reiste der angeschlagene Läufer des TV Wattenscheid nach Deutschland zurück, um sich in seiner Heimat in ärztliche Behandlung zu begeben. Inzwischen konnte der 26-Jährige, der im vergangenen Dezember in Valencia den deutschen Rekord auf 2:07:18 Stunden verbessert hatte, das Training wieder aufnehmen, so dass einem Olympia-Start nichts mehr im Wege steht.

Amanal Petros wird ins kenianische Trainingslager zurückkehren

„Während eines Trainingslaufes in Kenia hat mir ein Trainingspartner von hinten aus Versehen in die Beine getreten. Da neben uns ein Begleitmotorrad fuhr, habe ich mich im Sturz nach rechts weggedreht, um eine Kollision mit dem Motorrad zu vermeiden“, erzählt Amanal Petros, der neben Schürfwunden eine Blessur am Sprunggelenk erlitt. Die Schwere der Verletzung war zunächst nicht klar. „Ich habe um meinen Olympia-Start gebangt“, sagt Amanal Petros, der Glück hatte, dass er nach rund zwei Wochen wieder mit dem Training beginnen konnte. „Am Dienstag bin ich 15 Kilometer in einem 3:30-Minuten-Tempo gelaufen und war richtig froh, dass das wieder möglich war.“ Es war zufällig genau der Tag, an dem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Nominierung der deutschen Marathonläufer für die Spiele bekannt gab. „Ich denke, der Trainingsausfall ist nicht gravierend, da ich vorher schon ein sehr gutes Niveau hatte“, sagt Amanal Petros, der in der nächsten Woche zusammen mit Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid) zurück nach Kenia ins Trainingslager fahren wird.

Diese Nominierungen für Tokio sind inzwischen offiziell

Der DOSB hatte die folgenden, inoffiziell längst feststehenden Athleten für den Marathon nominiert: Amanal Petros, Hendrik Pfeiffer (Bestzeit: 2:10:18), Richard Ringer (LC Rehlingen/2:08:49), Melat Kejeta (Laufteam Kassel/2:23:57), Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt/2:25:59) und Deborah Schöneborn (LG Nord Berlin/2:26:55). Als Ersatzläufer wurden zudem Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg/2:10:48) und Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin/2:27:03) benannt.

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