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GRR: Laufsport wartet auf „Grünes Licht“:

German Road Races GRR: Laufsport wartet auf „Grünes Licht“

Der Verband der deutschen Straßenlaufveranstalter wünscht sich ein kleineres Statement zum Breitensport in den offiziellen Regularien.

Bis zu 25.000 Zuschauer könnten bereits in Kürze wieder zu Veranstaltungen zugelassen werden. Dies ergaben Absprachen zwischen der Bundesregierung und den jeweils zuständigen Ländern. Während dies für kulturelle Veranstaltungen ebenso gelten könnte wie zum Beispiel für die Fußball-Bundesliga, appelliert German Road Races (GRR), entsprechende Regelungen auch für Laufveranstalter zu bestätigen. GRR, die Interessengemeinschaft der deutschen Straßenlaufveranstalter, bittet dabei den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) dringend um Unterstützung.

Breitensport taucht in offiziellen Regelungen nicht auf

Knackpunkt ist dabei einmal mehr, dass der Breitensport trotz seiner hohen präventiv-medizinischen Bedeutung laut GRR nicht in den Regelungen auftaucht. Während es für Zuschauer in Hallen, Stadien oder anderen Open-Air-Bereichen Absprachen gibt, ist nicht klar, wie die Situation für aktive Teilnehmer von Breitensport-Veranstaltungen ist.

„Der sehnlichst erwartete Beschluss der Staats- und Senatskanzleien der Länder ist für die Lauf-Veranstalter nach Ansicht von German Road Races ernüchternd und zeigt keine Perspektive für die Organisatoren der in der zweiten Jahreshälfte anstehenden Lauf-Veranstaltungen auf“, heißt es in einer GRR-Pressemitteilung. „German Road Races appelliert … an den Deutschen Leichtathletik-Verband, sich verstärkt um die große Anzahl der Freizeit und Hobbyläufer zu kümmern, die auf ,Grünes Licht’ für eine der vielen in den Herbstmonaten terminierten Lauf-Veranstaltungen warten.“

Horst Milde erwartet Engagement des DLV

„Der uns vorliegende Beschluss befasst sich vorrangig mit der Zulassung von Zuschauern bei Sport-Großveranstaltungen, gibt aber keine Anhaltspunkte, wie viele Teilnehmer unter welchen Bedingungen starten dürfen“, sagt Horst Milde, der Vorsitzende der German Road Races. „Wir brauchen für unsere Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte dringend klare Anweisungs- und Durchführungsbestimmungen, sonst ist zu befürchten, dass Veranstaltungen wegbrechen. Hier erwarten wir vom DLV ein engagiertes Vorgehen. Wenn hier nicht umgehend gegengesteuert wird, dann stirbt ein Stück Bewegungskultur.“

Während einige kleinere Veranstaltungen in den letzten Wochen stattfinden konnten, gab es bisher in Deutschland noch keine größeren Rennen im klassischen Sinne mit über 1.000 Teilnehmern. Zurzeit sind die fünf größten deutschen Marathonläufe alle für die Monate September und Oktober geplant: Demnach würde Hamburg am 12. September 2021 den Anfang machen, gefolgt von Berlin (26.9.), Köln (3.10.), München (10.10.) und Frankfurt (31.10.). Es bleibt abzuwarten, welche Rennen in welcher Größenordnung wirklich stattfinden können. Vor Kurzem erst bekam der Hamburger Halbmarathon trotz eines Hygienekonzeptes und einer Streckenverlegung in einen Bereich ohne Zuschauer keine Genehmigung von den Hamburger Behörden.

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