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Zwei Top-Läuferinnen wechseln zum Marathon

Neue Herausforderung Zwei Top-Läuferinnen wechseln zum Marathon

Zwei europäische Top-Läuferinnen haben ihren Wechsel zum Marathon angekündigt: die Schottin Eilish McColgan und die Schweizerin Fabienne Schlumpf.

Eilish McColgan ist die Tochter der früheren Weltklasseläuferin Liz McColgan, die 1991 Weltmeisterin über 10.000 m war und unter anderem die Marathon-Klassiker in New York (1991) sowie London (1996) gewonnen hat. Die 29-jährige Eilish McColgan war bei den Europameisterschaften in Berlin 2018 Zweite über 5.000 m. „Es ist eine etwas unheimliche Vorstellung, aber der Marathon war schon immer mein Ziel“, erklärte Eilish McColgan, die bei den auf 2021 verschobenen Olympischen Spielen zunächst jedoch noch über 5.000 m starten möchte. Bei den folgenden Spielen 2024 in Paris wird dann der Marathon ihr Ziel sein.

McColgan mit schottischem Rekord

Bisher ist Eilish McColgan im Wettkampf noch nicht weiter als zehn Meilen (gut 16 km) gelaufen. Über diese Distanz allerdings brach sie im vergangenen Herbst mit einer Zeit von 51:38 Minuten den schottischen Rekord ihrer Mutter. „Das gibt mir Selbstvertrauen im Hinblick auf mein Halbmarathon-Debüt.“

Schlumpf holte Silbermedaille über 3.000 Meter Hindernis

Einen umgehenden Wechsel zu den klassischen 42,195 Kilometern strebt Fabienne Schlumpf an. Die 3.000-m-Hindernis-Spezialistin, die 2018 bei der EM in Berlin die Silbermedaille gewonnen hatte und dann auch bei der Cross-EM im Dezember 2018 Zweite war, will nach Verletzungsproblemen nun bei den Olympischen Spielen 2021 im Marathon starten. Dafür muss sie zumindest unter der internationalen Norm von 2:29:30 Stunden bleiben.

„Aufgrund der Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 habe ich mit meinem Trainer Michi Rüegg entschieden, schon jetzt den Weg zum Langstreckenlauf einzuschlagen und die Qualifikation für Tokio im Marathon anzustreben“, wird Fabienne Schlumpf auf der Internetseite „Swiss Running“ zitiert. Die 29-Jährige wollte bereits 2019 in Rotterdam ihr Marathon-Debüt laufen, musste aber aufgrund eines Fußproblems passen. Im Halbmarathon war sie zeitweilig mit ihrer Bestzeit von 70:17 Minuten Schweizer Landesrekordlerin.

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