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12 Wochen Training - 12 echte Fragen Machen bessere Schuhe wirklich schneller?

Besseres Equipment = besserer Wettkampf? Auf was ambitionierte Freizeitathleten bei der Wahl der Wettkampfausrüstung achten sollten.

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Je leichter ein Schuh, dest schneller der Läufer? Das geht nicht immer auf.

Die sechste Trainingswoche läuft, das heißt, die Hälfte unserer 12 Wochen Halbmarathonvorbereitung ist schon um. Zeit, sich mal erste Gedanken um den Wettkampf selbst zu machen. Und zwar um das Thema Equipment. Für Profis selbstverständlich ist ja ein spezielles Wettkampfequipment, insbesondere ein Paar Wettkampfschuhe. Da stellt sich die Frage: Macht sowas auch Sinn, wenn man eher so im mittleren Leistungsbereich unterwegs ist? Oder anders gefragt: Machen mich bessere Schuhe wirklich schneller?

Was macht schnelle Schuhe aus?

„Schnell“ wird ein Schuh vor allem dann, wenn er leicht ist. Denn je geringer das Schuhgewicht, desto geringer der Kraftaufwand, der vom Läufer beim Heben aufgebracht werden muss. Ein gewöhnlicher Trainingsschuh wiegt etwa 300 Gramm. Ein Lightweight-Trainer – also ein besonders leichter Trainingsschuh – etwa 250 Gramm. Und ein Wettkampfschuh wiegt meistens unter 200 Gramm. Um das zu erreichen, verwenden die Hersteller möglichst leichte Sohlen- und Außenmaterialien und lassen Komfortelemente oder dicke Dämpfungsschäume weg.

Typisch für Wettkampfschuhe sind außerdem eine dünne, feste Sohle für ein sehr direktes Laufgefühl und oft auch ein stärker gebogener Leisten. Letzterer soll die Abrollbewegung des Fußes unterstützen und den Läufer quasi nach vorne „katapultieren“. Mehr Infos dazu und eine Modell-Übersicht gibt es auch in unserem Wettkampfschuh-Test.

„Spezielle Wettkampfschuhe sind für unteres bis mittleres Leistungsniveau nicht zu empfehlen“

Wenn jemand etwas zu Laufschuhfragen aller Art sagen kann, dann Runner’s-World-Equipmentexperte Urs Weber. Und der meint zu mir: „Spezielle Wettkampfschuhe sind für das, was du anstrebst, also Halbmarathon unter zwei Stunden, nicht zu empfehlen. Und zwar aus dem Grund, da sich ihr positive Effekt umkehren kann. Ist die Fußmuskulatur nämlich nicht vollständig austrainiert und vor allem, ist man sonst das Laufen mit stabileren Schuhen gewohnt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man Probleme bekommt, wenn man plötzlich 21 Kilometer fast ohne Dämpfung und Unterstützung läuft.“ So können einen schnelle Schuhe sogar langsamer machen.

Es ist aber natürlich so, betont Urs, dass bessere Schuhe im Sinne von pesser passende Schuhe, einen Läufer in der Tat schneller machen können. Zum einen da sie für einen ergonomischeren Laufstil sorgen, zum anderen, da sie das generelle Laufgefühl verbessern und das Laufen somit einfacher fällt und auch mehr Spaß macht.

Lighweight-Trainer sind für den Wettkampf besser geeignet

Trotzdem müssen ambitionierte Freizeitläufer nicht auf die Vorteile von leichten Schuhen verzichten. Die Lösung lautet: Lightweight-Trainer. Das sind leichtgewichtige Trainingsschuhe, die trotzdem ausreichend Support und Dämpfung bieten. Generell gilt übrigens: Die heutigen Trainingsschuhe sind bereits auf einem extrem leichten Niveau und haben, durch hochwertige neue Materialien und bessere Verarbeitung, bereits eine hohe Tempofähigkeit.

Eine Wettkampfausrüstung ist aber auch für Nicht-Profis sinnvoll

Auch wenn es für Freizeit-Läufer nicht gleich die Wettkampfschuhe sein müssen, empfiehlt Urs, sich trotzdem eine individuelle Wettkampfausrüstung zuzulegen. „Wenn man nicht in den gleichen alten Trainingsklamotten rennt, hat das auch einen nicht zu unterschätzenden mentalen Effekt. Es unterstützt das Gefühl, dass dieser Lauf etwas Besonderes ist.“ Kurz gesagt: Equipment kann durchaus einen Unterschied im Rennen bedeuten. Dann fange ich am besten schon mal an zu überlegen, welche Schuhe ich beim Halbmarathon tragen werde.

Ich trainiere mit dem Runner’s Guide von foodspring. Foodspring ermöglicht zwar meine Reise nach New York, nimmt aber auf den Inhalt des Blogs keinen Einfluss.
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Autor: Jana Wagner 31.08.2018
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