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Im Test Die besten Regenjacken für Läufer

Eine gute Laufregenjacke hält Regen und Wind ab und lässt möglichst viel Feuchtigkeit, also Schweiß, entweichen. Wir haben aktuelle Modelle getestet.

Für Läufer, die unabhängig von der Witterung auf die Laufstrecke möchten, ist eine Laufregenjacke ein unverzichtbares Utensil. Wieso? Ist die Laufkleidung vom Regen durchnässt, kühlt der Körper sehr schnell aus. Die Feuchtigkeit leitet die Wärme im Nu ab, dazu kommt noch die Verdunstungskälte. Bei Wind verfliegt die Körperwärme dann buchstäblich. Um nicht auszukühlen, müssen Sie daher in erster Linie trocken bleiben. Eine Regenjacke schützt vor Regen und damit von der Feuchtigkeit von außen. Eine gute Laufregenjacke ermöglicht darüber hinaus noch eine gewisse Atmungsaktivität – und sorgt damit dafür, dass Ihr Schweiß Sie nicht in der Jacke durchnässt.

Dicht und atmungsaktiv?

Die Kunst der Materialforscher ist dabei, die richtige Balance aus Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität zu finden. Denn eine absolut wasserdichte Jacke ist immer nur eingeschränkt atmungsaktiv. Wer hingegen eine sehr hohe Atmungsaktivität wünscht, muss bei der Wasserdichtigkeit Abstriche machen und ist vielleicht mit einer Windjacke besser beraten. Eine Laufregenjacke, die beides beherrscht, also von außen vor Regen schützt und innen vor Überhitzung, hält dann den Rumpf mit seinen wichtigen Organen trocken – so wird dieser vorm Auskühlen geschützt. Falls die Beine mal nass werden, fällt das dann nicht allzu sehr ins Gewicht – zumindest bei moderaten Temperaturen.

Was ist die Wassersäule bei einer Regenjacke?

Beim Kauf einer Regenjacke begegnet einem oft der Begriff „Wassersäule“. Doch wie wichtig ist die Wassersäule und wie hoch sollte diese bei einer Regenjacke sein?

Die sogenannte „Wassersäule“ ist eine Einheit zur Bestimmung der Wasserfestigkeit von verschiedenen Materialien. Sie wird häuft im Outdoor-Bereich verwendet, um einen einheitlichen Vergleich zu schaffen. Dabei gibt die Wassersäule an, wie viel Wasser eine Membran aushält, ohne dass Wasser durchdringt. Eine Wassersäule von 1.000 Millimetern wären also 1 Meter Wasser, das auf den Stoff drückt.

In Deutschland sind Produkte „wasserdicht“ ab einer Wassersäule von 800 Millimetern. In der Schweiz hingegen muss ein Hersteller eine Wassersäule von 4.000 Millimetern aufweisen können, um sein Produkt „wasserdicht“ zu nennen. Fest steht: je größer die Wassersäule, desto besser die Dichtigkeit. Wer eine Regenjacke zum kurzen Laufen im Regen benötigt, für den sollte eine Wassersäule zwischen 2.000 und 10.000 ausreichend sein. Wer eine Regenjacke für sehr lange Läufe oder gar Tagestouren sucht, darf auch gerne zu höheren Wassersäulen greifen. Achten Sie aber nicht nur auf die Wassersäule, sondern entscheiden Sie auch nach Qualität der Membran und Passform.

Welche Laufjacke bei welchem Wetter?

Um bei jeder ungemütlichen Witterung zur richtigen Laufjacke zu greifen, sollten Sie noch folgende Materialeigenschaft der bei Laufregenjacken verwendeten Membranen kennen: Eine wasserdichte Membran benötigt ein gewisses Temperaturgefälle, um atmungsaktiv zu sein. An einem Herbsttag mit zehn Grad, leichtem Regen, aber stürmischem Wind ist eine Windjacke meist besser geeignet als eine Regenjacke. Gerade bei längeren Läufen im Regen macht sich eine echte Regenjacke aber besser, da Windjacken nach einer Weile meist doch Regen durchlassen, auch wenn es nur nieselt.

Auch die Art Ihrer Trainingseinheit ist wichtig für die Wahl der richtigen Jacke: Bei kurzen schweißtreibenden Einheiten greifen Sie zur Windjacke, bei längeren ruhigen Einheiten, wo Sie voraussichtlich weniger schwitzen, zur Regenjacke. Auch an einem kalten Tag mit Schneeregen kann eine Laufregenjacke gegenüber einer warmen, aber nicht wasserdichten Isolationsjacke die klügere Wahl sein.

Unsere Favoriten unter den Laufregenjacken

Wir haben Laufregenjacken getestet. Hier lesen Sie die Ergebnisse:

Ryzon Athletic Rain Jacket

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Diese Jacke vom Kölner Start-Up Ryzon ist eine der teuersten Regenjacken in unserem Test. Für den hohen Preis bekommen Läufer aber auch eine Menge geboten. Das hochfunktionale Drei-Lagen-Material vereint die drei wichtigsten Eigenschaften einer Lauf-Regenjacke optimal: geringes Gewicht, Schutz vor Niederschlag bei gleichzeitig möglichst hoher Atmungsaktivität. “Die Jacke kann man tragen, ohne dass man sie bemerkt”, berichtet ein Tester. Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität sind hervorragend, auch dank eines clever positionierten Netzes am Rücken. Erst bei wirklich hochintensiven Einheiten kommt auch diese Jacke an ihre Grenzen.

Die Kapuze sitzt durch einen Gummizug eng und schützt auch den Kopf vor Regen. In den zwei Seitentaschen lassen sich kleine Gegenstände wie ein Schlüssel gut verstauen – aber Achtung, bei zu großem Gewicht fängt der Tascheninhalt an zu schlackern. Die kleinen weißen Details und der große Ryzon-Aufdruck am Rücken sind allesamt reflektierend, was die Sicherheit im Dunklen erhöht. Verarbeitung und Nähte sind tadellos. Im Regen hält die Jacke absolut dicht: Das Wasser perlt eindrucksvoll mit Lotus-Effekt ab. Weitere Pluspunkte: Die gar nicht funktionale, sondern samtige Haptik des Materials sowie der schicke, urbane Style und die Tatsache, dass Ryzon seine Jacke nicht billig in Fernost produzieren lässt, sondern fair in Italien.

Fazit: Eine Hochklasse-Regenjacke abseits der typischen Funktions-Teile. Ryzon bietet beste Bewegungsfreiheit und herausragende Wasserfestigkeit. Wer in eine Regenjacke investieren will, ist hier richtig.

Ryzon Athletic Rain Jacket
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Größen: XS-XL
Farben: Schwarz, Blau, Rot
Gewicht: 90 Gramm/m²
UVP: 229 Euro

On Weather Jacket

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On Weather Jacket

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Das On Weather Jacket ist eine äußerst leichte, aber dennoch robust wirkende Regenjacke mit einem angenehmen Lüftungssystem. Sie wiegt gerade einmal 219 Gramm in der Frauen- und 278 Gramm in der Männerversion, lässt sich klein zusammenknüllen und in der eigenen Brusttasche verstauen. On verwendet bei der Jacke zwei verschiedene Gewebe: ein leichteres, leicht dehnbares im unteren Bereich, ein etwas robusteres im oberen Teil und an den Armen. Beide sind jedoch nur punktuell vernäht, sodass größere Lüftungsschlitze entstehen, durch die aber wegen der großen Überlappung kein Regen eindringen kann. Ein sehr feines Mesh-Gewebe ist im oberen Bereich als innere Lage eingearbeitet.

Die nicht verstaubare Kapuze mit einem kleinen Schirm zum Schutz des Gesichts ist am Hinterkopf verstellbar. Dank Gummis an den Seiten und an der Stirn hält sie gut am Kopf und lässt Blicke zur Seite problemlos zu. Auch die Ärmelenden haben einen kleinen Schirm an der Oberseite, als Abtropfkante über dem Handrücken sozusagen. Handgelenke oder das Longshirt unter der Jacke bleiben so trocken. Das gilt allerdings nicht allerdings nicht für heftigen Dauerregen, denn mit der Zeit saugen sich das unten liegende Gummibündchen und die aus einen feinen, sehr elastischen und atmungsaktivem Stoff gefertigte Unterseite der Ärmel voll Wasser, was besonders an den Unterarmen dann zu nassen Shirt-Ärmeln führen kann.

Die Verarbeitung der Regenjacke ist hochwertig, die Materialen fühlen sich sehr angenehm an und rascheln nicht übermäßig. Der Front-Reißverschluss ist außen gummiert und im oberen Viertel hinterlegt, eine Zippergarage ist vorhanden und der Zipper selbst rastet in der unteren Position ein um nicht herumzubaumeln. Für den Brusttaschenzipper gilt das allerdings nicht. In der Brusttasche selbst gibt es eine Art breites Befestigungsband und an der Innenseite eine Kabelöffnung. Allerdings ist es äußerst unkomfortabel, hier das Smartphone zu transportieren, erst recht bei der Frauenversion. Lediglich für einen Geldschein oder ein Taschentuch eignet sich die Tasche komfortabel, Schlüssel und Smartphone sollten lieber anderweitig transportiert werden. Sinnvoll platzierte Reflektionselemente sorgen im nächtlichen Straßenverkehr für Sichtbarkeit.

On Weather Jacket
Größen: XS-XL (Damen); S-XXL (Herren)
UVP: 240 Euro

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On Waterproof Anorak

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On Waterproof Anorak

Hochwertig und dezent kommt die Regenjacke von On daher. Statt sie einfach anzuziehen, stülpt man sich die Jacke über, was dank des doch recht langen Reißverschlusses, der bis auf Höhe des Brustbeines reicht, problemlos funktioniert. Die Passform ist eher locker und lang. Gerade die Rückenpartie ist verlängert und bedeckt einen Teil des Gesäßes, was dieses beim Laufen warm und trocken hält. Auch für den Einsatz auf dem Fahrrad eignet sich die Jacke dadurch: Der untere Rücken bleibt bedeckt, wenn man sich vorbeugt.

Beim allerwichtigsten Punkt überzeugt die Jacke auf ganzer Linie: Wasser und Wind hält sie konsequent draußen. In der anpassbaren Kapuze mitsamt des hohen Kragens kann man sich förmlich vor der Außenwelt abschotten. Durch das recht feste und dicke Material ist die Atmungsaktivität allerdings eher überschaubar. Bei milden Temperaturen bis etwa 5 Grad schwitzt man sehr und merkt, dass sich die Wärme unter dem Material staut. Da können auch die Schlitze auf der Vorder- und Rückseite nicht helfen. Leider ist das Material zudem recht laut und raschelt beim Laufen. Außentaschen hat die Jacke keine. Nur im Inneren gibt es eine kleine Tasche, um die Jacke quasi in sich selbst zu verstauen.

On selbst ordnet den Anorak übrigens als Jacke für den Sport, aber auch den Alltag ein. Und in der Tat fällt der Waterproof Anorak optisch nicht als Laufjacke auf. Die Marken-Logos sind klein und in der Jackenfarbe gehalten. Auch sonst gibt es, bis auf zwei kleine Reflektoren an der Vorderseite, nichts, was die Jacke auffällig macht. Wer die Jacke auch im Alltag trägt, mag den sehr hohen Preis vielleicht eher bezahlen.

On Waterproof Anorak
Wassersäule: 20.000 Millimeter
Größen: XS-XL (Damen); S-XXL (Herren)
Gewicht: 216 Gramm (in Herren Größe M)
Farben: Rosebrown, Mustard, Grape(Damen); Navy, Camel (Herren)
UVP: 359,95 Euro

Salomon Lightning WP JKT

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Salomon Lightning WP JKT für Damen

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Das Modell „Lightning“ von Salomon ist eine leichte, gut verstaubare Regenjacke. In ihrer Haptik entspricht das dünne, hochfunktionale Polyamid-Material dem, was man von einer klassischen Regenjacke erwartet: Ein eher kaltes, gummiartiges Hautgefühl. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lightning-Jacke funktional einen guten Job macht: Leichter bis mäßiger Regen perlt von der Außenmembran ab, gleichzeitig wird es innen nicht zu warm.

Die Nähte sind von innen zusätzlich verklebt, insgesamt ist die Verarbeitung tadellos. Bei starken Schauern und sehr schnellen Einheiten kommt die Jacke aber an ihre Grenzen und das Material beginnt unangenehm auf der Haut zu kleben. Pluspunkte sind hingegen die zwei geräumigen, gut sitzenden Taschen und die große Bewegungsfreiheit, die das flexible Material bietet. Clever auch der Druckknopf hinter dem Frontreißverschluss. Dank ihm kann man die Jacke auch mit offenem Reißverschluss laufen, ohne dass sie unkontrolliert umherflattert.

Fazit: Funktionale Membran-Jacke mit geringem Gewicht, guter Atmungsaktivität und toller Flexibilität. Damit super geeignet zum Mitnehmen im Rucksack, beispielsweise für Trailläufer. Ideal funktioniert sie bei leichten Schauern und Wind, bei stärkerem Regen kommt sie an ihre Grenzen.

Salomon Lightning WP JKT
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Größen:
XS-XL (Damen)
Farben: Schwarz, Blau, Türkis, Weinrot
Gewicht: 196 g (Damen)
Preis: 170,00 Euro

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Salomon La Cote Flex 2.5L JKT

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Salomon La Cote Flex 2.5L JKT

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Die Regenjacke La Cote Flex 2.5 von Salomon ist schön leicht. Das Material ist zu hundert Prozent wasserdicht, hält also auch starken Regen aus, und schön elastisch, wodurch sich die Jacke flexibel den Bewegungen des Oberkörpers beim Laufen anschmiegt. Mit einem kleinen Gummizug am Rücken kann man die Jacke enger ziehen, wenn man sie etwas taillierter haben möchte oder verhindern will, dass Wind hineinzieht.

An den Ärmelbüdchen kann ebenfalls kein Wind hinein gelangen, weil sie mit einem Gummi gut am Handgelenk abschließen. Sie sind aber dehnbar genug, um sie hochzukrempeln, falls es doch einmal zu warm unter der Jacke wird. Sehr positiv hervorzuheben fand man im Test die Kapuze: "Sie liegt super am Kopf an, rutscht nicht ins Gesicht und bleibt auch dann an ihrem Platz, wenn man den Kopf weit nach rechts oder links dreht", erzählt eine Testerin und berichtet weiter: "Worauf ich bei Regenjacken außerdem großen Wert lege, ist, dass sie nicht so laut rascheln. Die La Cote Flex raschelt nur ganz leise, das finde ich sehr gut!" Die Jacke hat zwei Seitentaschen für Kleinigkeiten. Am Rücken sind Belüftungsschlitze, die für ein bisschen Luftzufuhr sorgen. Ansonsten ist die Jacke natürlich atmungsaktiv, aber wie bei komplett wasserdichten Jacken üblich eben nicht ganz so luftig wie „normale“ Laufjacken.

Fazit: Alles in allem eine tolle leichte, raschelarme und gut sitzende Laufregenjacke, die sich aufgrund der schönen neutralen Optik auch im Alltag tragen lässt.

Salomon La Cote Flex 2.5L JKT
Wassersäule:
20.000 Millimeter
Größen: XS-2XL (Damen), M-XL (Herren)
UVP: 150 Euro

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Asics Accelerate (Winter) Jacket

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Das Asics Accelerate Jacket schützt gleichzeitig vor Regen und kühlen Temperaturen, ist also ein guter Begleiter für winterliches Mistwetter (wenn auch nicht für eisiges). Im Gegensatz zu reinen Regenjacken besteht die äußere Lage aus einem weichen Stoff, der für ein angenehmes, raschelarmes Tragegefühl und etwas Wärmeisolierung sorgt. Leichter Regen perlt an ihm ab, bei Dauerregen saugt er sich aber irgendwann voll. Für die Wasserdichtigkeit auch in diesen Fällen sorgt dann die Laminierung auf der Innenseite, durch den nassen Oberstoff kann dann aber ein leicht kühles Gefühl auftreten.

Gut gefiel uns im Test, dass das Material für eine Regenjacke sehr dehnbar ist, was mit der körpernahen, aber nicht engen Passform zu einem komfortablen Laufeindruck beiträgt. Der Sitz der (nicht verstaubaren) Kapuze lässt sich mit zwei winzigen Verstellern im Kragen sehr gut anpassen, sodass sie das Gesicht gut umschließt, gleichzeitig seitliche Bewegungen gut mitmacht und ungestörte Sicht zur Seite ermöglicht. Ein kleiner Schirm schützt Augen (oder Brille) vor Regentropfen. Bemängelt wurden von einer Testläuferin die gerade geschnittenen Bündchen, was zwar gut aussieht, aber Wind und Regen Einlass bietet. Bei langen Regeneinsätzen saugt sich mit der Zeit das innenliegende Bündchen voll, was für kalte Hände sorgt. Angesichts der nicht besonders lang geschnittenen Ärmel ist man allerdings mit zusätzlichen Handschuhen ohnehin gut beraten.

Die Verarbeitung des Accelerate Jacket von Asics ist insgesamt sehr gut, alle Nähte sind flach gearbeitet, die Nähte der Laminierung sind ordentlich verklebt. Der Reißverschluss ist außen gummiert und innen hinterlegt, der Zipper schnappt in der nach unten geklappten Position ein, sodass er nicht herumbaumelt. Am relativ hohen Kragen verschwindet er in einer Zippergarage. Auch beide Einschubtaschen an den Seiten können mit Reißverschlüssen verschlossen werden, eine Abdeckung (die etwas ungewohnt nach vorn geöffnet ist) schützt vor eindringendem Regen. In der rechten Tasche gibt es noch eine elastische Einschubtasche, etwa fürs Smartphone.

Positiv sind zudem noch die dezenten reflektierenden Elemente zu erwähnen, drei kleine Streifen an den Handgelenken und mittig auf dem Rücken und das Asics-Logo auf der Brust. Die Anordnung der Elemente erleichtert anderen Verkehrsteilnehmern die Wahrnehmung der laufenden Person. Außerdem gibt es eine Accelerate Winter Jacket Variante – diese kommt etwa mit Innenfutter und dickerem Stoff daher und dürfte daher für eisige Außentemperaturen die entsprechende Wahl sein.

Asics Accelerate Jacket
Größen: (Damen); (Herren)
UVP: 140 Euro

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Asics Accelerate Winter Jacket
Größen: (Damen); (Herren)
UVP: 170 Euro

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Craft Lumen Hydro Jacket

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Die Regenjacke Lumen Hydro Jacket von Craft macht einen guten und hochwertig verarbeiteten Eindruck: Der Stoff ist außen schön glatt, erinnert aber von innen an Jersey- bzw. T-Shirt-Stoff. Das wurde im Test als extrem angenehm auf der Haut gelobt – vor allem dann, wenn man unter der Jacke etwa ein Kurzarm-Shirt trägt und so der Jackenstoff an den Armen direkt auf der Haut liegt. Sind die Temperaturen nicht gerade im unteren einstelligen Bereich, sollte dies im Übrigen auch ausreichen. Die Lumen Hydro hält nämlich nicht nur Wasser richtig gut ab (auch bei einem Lauf im starken Regen kam kein Regenwasser hindurch), sondern ist zudem auch winddicht. So hat sie auch wärmenden Effekt, obwohl die Jacke nicht gefüttert ist. Für Belüftung sorgen im Achselbereich jeweils vier Luftlöcher mit je fünf Millimetern Durchmesser. Da diese Aussparungen nach unten gerichtet sind, braucht man aber nicht in Sorge zu geraten, hier könne Regen eindringen.

Dies gilt ebenso für den Frontbereich der Jacke, insbesondere am Reißverschluss: Hier ist eine zusätzliche Verstärkung aus gummiartigem Material aufgebraucht, die komplett dicht abschließt und so Wasser von außen nicht an den Oberkörper gelangen lässt. Besonders praktisch ist auch, dass die beiden seitlichen Eingrifftaschen jeweils mit einem Reißverschluss ausgestattet sind. So können etwa der Haustürschlüssel oder Geld für die Brötchen nach dem Lauf nicht aus der Tasche fallen. An den Handgelenken sorgen bequeme Gummibündchen dafür, dass die Jacke recht eng abschließt und so Wasser nicht so schnell den Arm hinauf gelangen kann.

Die Kapuze kann durch ein Zugband am Hinterkopf in der Größe an den individuellen Kopfumfang angepasst werden. Abnehmen lässt sich die Kapuze zwar nicht, aber man kann sie mit Hilfe einer integrierten Druckknopf-Schlaufe einfalten und so fixieren. Weiteres Feature: Auf der gesamten Kapuze sowie dem Schulter- und oberen Rückenbereich ist ein dunkles Mesh-Material aufgebracht. Der Clou: Trifft Licht auf das Material, reflektiert es und strahlt hell, sodass man etwa im Straßenverkehr bei Dunkelheit deutlich besser gesehen wird.

Craft Lumen Hydro Jacket
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Größen: XS-XXL (Damen), S-XXL (Herren)
UVP: 199,95 Euro

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R7 Gore-Tex Shakedry Trail Kapuzenjacke

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Wer sich immer geärgert hat, dass man in den meisten Laufjacken (selbst sehr teuren) nach einiger Zeit doch nass wird, oder wer eine Jacke braucht, auf die man sich wirklich verlassen kann, sollte sich Kapuzenjacke aus der R7-Serie von Gore Wear genauer ansehen. Die Gore-Tex Shakedry-Membran leistet nämlich genau das: Sie ist tatsächlich dauerhaft wasserdicht. Weiterer Vorteil des Materials, das äußerlich und auch vom Griff her an eine Teichfolie erinnert: Es ist so fest und stabil, dass es zugleich als Obermaterial der Jacke fungieren kann. Daher ist keine zweite Schicht nötig, die zusätzliches Gewicht auf die Waage bringen würde. Innen ist der Stoff so beschichtet, dass Kondensfeuchtigkeit sich nicht zu schnell zu Tropfen oder Rinnsalen sammelt, außen so glatt und wasserabweisend, dass Tropfen sich einfach abschütteln lassen – daher der Name Shakedry.

Die Verarbeitung ist erstklassig und die Konstruktion durchdacht, was sich neben den sorgfältig verschweißten Nähten an vielen praktischen Details zeigt: Die Jacke hat eine große Brusttasche mit verdecktem Reißverschluss, einen Kordelzug im unteren Saum und einen weiteren zum Engerziehen der Kapuze, es gibt rundum reflektierende Schriftzügen und Nähte sowie am Stirnsaum der Kapuze einen eingenähten Gummibund, damit sie nicht wegfliegt.

An manchen Stellen zeigt die Jacke aber auch Schwächen: Die dehnbaren Ärmelbündchen saugen sich bei Regen voll, die Kapuze liegt zwar gut an, bewegt sich bei Drehungen des Kopfes aber dennoch nicht voll mit und das Material raschelt lautstark. Das Hauptproblem ist jedoch systembedingt: Eben weil das Material wirklich wasserdicht ist, eignet sich die Jacke für das alltägliche Laufen weniger. Bei normalen Temperaturen wird einem schnell viel zu warm darin. Man wird sie also nur bei wirklich garstigem Wetter tragen oder für den Notfall im Laufrucksack mitnehmen. Leicht und klein genug zusammenlegbar ist sie.

Fazit: Die R7-Shakedry-Jacke ist eine leichte, beeindruckend wasserdichte Regenjacke, die sich perfekt zur Mitnahme auf längeren Trails eignet, um sich vor einem drastischen Wetterumschwung zu schützen. Da sie sehr teuer ist, muss man genau wissen, wofür man sie braucht. Dann aber leistet sie genau das, was sie verspricht: absolut zuverlässigen Schutz vor Wind, Regen und damit auch vor Kälte.

R7 Gore-Tex Shakedry Trail Kapuzenjacke
Größen: S-XXL (Herren), 34-42 (Damen)
UVP: 299,95 Euro

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OMM Halo Jacket

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OMM Halo Smock Jacket (Herrenmodell links, Damenmodell rechts)

Bei amazon.de bestellen: Herrenmodell und Damenmodell

Das Halo Jacket von OMM (Original Mountain Marathon) ist eine minimalistische Regenjacke ohne Chichi. Das Leichtgewicht hält Regen äußerst zuverlässig ab, auch nach anderthalbstündigem Lauf im Dauerregen in unserem Test war in der Jacke alles trocken. Das gilt allerdings nur für weniger schweißtreibende Läufe. Bei anstrengenden Einheiten oder wärmeren Temperaturen stößt das dünne wasserdichte Gewebe in punkto Atmungsaktivität doch irgendwann an Grenzen und der Schweiß sammelt sich unter der Jacke. Wer damit leben kann oder generell weniger schwitzt, bekommt mit der Regenjacke von OMM einen zuverlässigen Begleiter durch jedes Regenwetter. Der Front-Reißverschluss ist gummiert und hinterlegt, sodass auch hier kein Regentropfen Einlass findet. Die flachen Nähte sind sorgfältig gearbeitet und mit einer zusätzlichen Schicht innen verklebt. Der Schnitt der Regenjacke ist in der Damenversion leicht tailliert, sie liegt nicht ganz eng am Körper an, sodass man sie gut auch über ein dickeres Laufshirt oder eine Laufweste ziehen kann. Hinten ist die Halo Jacket etwas länger geschnitten, sie reicht bis gut über den Po. Der Saum ist mit einem einstellbaren Gummizug versehen.

Die Kapuze der OMM-Jacke sitzt auch ohne Einstellmöglichkeit gut am Kopf, ein kleiner eingearbeiteter Schirm schützt die Augen vor Tropfen. Ein dünnes Gummibündchen schließt die Kapuze eng am Gesicht ab – zieht man den Reißverschluss ganz hoch, bleibt nur die Gesichtsfläche oberhalb des Kinns draußen. Positiv fiel hier zudem auf, dass man trotz eng sitzender Kapuze ohne Einschränkungen nach links und rechts schauen kann – gerade im Straßenverkehr ein großes Plus. Viel Lob erhielt die Halo Jacket im Test auch für ihre lang geschnittenen Ärmel mit Daumenschlaufe. Sie lassen sich ohne Probleme bis über den Handteller ziehen. An dieser Stelle gibt es – wie am Schirm der Kapuze – kleine Verstärkungen, die das Wasser am Ärmelende gut abtropfen lassen. Auf alles, was nicht unbedingt nötig ist, wurde bei dieser Regenjacke verzichtet, etwa Taschen oder Kabelkanäle. Dafür ist sie klein zusammenpackbar und lässt sich mit ihren rund 100 Gramm in jeden kleinen Laufrucksack stopfen. Geschmackssache ist das Design, das etwas altbacken wirkt. Im Fall der grau-pinken Kombination kann man die gute Sichtbarkeit im Dunkeln dagegen halten, reflektierende Logos gibt es außerdem.

Fazit: Eine sehr leichte Regenjacke, die zuverlässig funktioniert. Durchdachte, praxistaugliche Details wie die gut designte Kapuze und die langen Ärmel mit Tropfkante. Abstriche bei der Atmungsaktivität und beim Design.

OMM Halo Jacket für Frauen
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Größen:
XS-L
Farben: grau, grau/pink, lila/grau
Gewicht: 99 Gramm
UVP: 140 Euro

OMM Halo Jacket für Männer
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Größen: XS-XL
Farben: grau, grau/blau, grün/grau
Gewicht: 105 Gramm
UVP: 140 Euro

La Sportiva Run JKT

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La Sportiv Run JKT (Herrenmodell)

Bei amazon.de bestellen: Damenmodell

Das Wichtigste vorweg: Diese Jacke ist wirklich wasserfest, das ergab auch der Praxistest über elf Laufkilometer im starken Dauerregen. Die Testperson blieb komplett trocken. Außen sorgt für den Wasserschutz ein Nylon-Polyamid-Gewebe, innen sorgen dafür ein Polyurethan-Laminat, verschweißte Nähte und der hinterlegte Reißverschluss. Auffällig ist die große Kapuze mit „Schirmchen“ und einem durch Gummizug anpassbaren Rand, die man bei Nicht-Gebrauch aber auch extra einrollen kann. Die Jacke ist leicht – 190 Gramm bei Größe M – und leger, aber eher enger geschnitten.

Auf Brusthöhe bietet die Jacke eine Innentasche, die auch zum Verpacken geeignet ist, ansonsten hat sie aber keine Taschen. Unter den Achseln sorgen Schlitze und eine eigene Materialmischung für Belüftung und Atmungsaktivität. Mit einem Gummizug im Saum lässt sich die Jacke um die Hüfte justieren. Reflektierende Besätze hat die Jacke an der rechten Schulter und auf dem Rücken (großes Logo). Beim Laufen fiel neben dem guten Regen- und Windschutz ihr Tragekomfort auf: Durch das geringe Gewicht und einen lockeren Schnitt im Achselbereich war die Jacke kaum „spürbar“. Das leichte Materialrascheln störte beim Laufen gar nicht. Gegen kältere Temperaturen (Minusgrade) bietet sie allerdings nicht ausreichenden Schutz, in diesem Fall braucht es unbedingt zusätzlich eine wärmende Zwischenschicht.

Fazit: Diese Jacke ist wirklich wasserdicht und hält Wind hervorragend ab, hervorzuheben sind außerdem ihr geringes Gewicht und die großzügige Kapuze. Für Minustemperaturen ist sie nur mit Unterschichten zu empfehlen.

La Sportiva Run JKT für Männer
Wassersäule: 10.000 Millimeter
Material:
Außen 100 % Polyamid, innen 100 % Polyurethan
Gewicht: 190 g (M)
Farben: schwarz, blau, orange, orange/rot, blau/rot
Größen: S-XXL
Preis: 149 Euro

La Sportiva Run JKT für Frauen
Wassersäule
: 10.000 Millimeter
Material: Außen 100 % Polyamid, innen 100 % Polyurethan
Gewicht: 150 g (M)
Farben: türkis, schwarz, rot
Größen: XS-XL
Preis: 149 Euro

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