Running-Apps im Praxis-Check
Nike Run Club App im Test

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 10.03.2023
Als Favorit speichern
Nike Run Club App im Test
Foto: Screenshot

Herausfordern, motivieren, belohnen: Nike Run Club ist die minimalistische Lösung für eine Lauf-App. Statt Schnickschnack gibt’s hier ein reduziertes Interface, zuverlässiges Tracking, motivierende Audio-Runs und dynamische Trainingspläne – dazu Challenges, Trainingstipps und Musik via Apple Music oder Spotify. Wer einfach loslaufen will und Motivation statt Menülabyrinth sucht, ist hier richtig. Und das Beste: Alle Funktionen sind für Läuferinnen und Läufer komplett kostenlos.

Was ist neu in der Nike Run Club-App? (Stand: Dezember 2025)

  • Live-Tracking & Anfeuerungen: Lauf-Link mit Live-Standort für Freunde und Live-Cheers direkt aus der App
  • Musik & Audio: Apple Music und Spotify sind mit an Bord. Zahlreiche geführte Läufe (unter anderem: Streckenziel, Tempotraining, Achtsamkeit)
  • Vor dem Start: Wetterhinweise und Querformat-Unterstützung

Nike-App im Praxistest

Der Aufbau der Nike Run Club-App ist übersichtlich und das Menü intuitiv. Design-Freunde kommen hier auf ihre Kosten, denn alles ist sehr reduziert und auf Benutzerfreundlichkeit getrimmt. Es gibt wenige Einstellmöglichkeiten, dafür kann ein Lauf mit der Quickstart-Funktion in Sekunden nach Start der App aufgezeichnet werden. Während der Aufzeichnung werden Distanz, Tempo und Dauer mit deutlichem Kontrast und ausgezeichnet ablesbar angezeigt. Wer sein Smartphone während des Laufs in einer Armtasche transportiert, hat außerdem die Möglichkeit, alle Daten im Querformat anzeigen zu lassen.

Wenn man einen mittels Bluetooth verbundenen Pulsgurt nutzt, wird die Herzfrequenz ebenfalls angezeigt. Der Aktivitätsscreen bietet keine umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Man entscheidet lediglich über die Reihenfolge der angezeigten Werte. Außerdem wählt man selbst, welcher Wert groß in der Mitte präsentiert wird. Das kann für verschiedene Trainingseinheiten sinnvoll sein, wenn man zum Beispiel nach Herzfrequenz läuft. Mit einem Swipe nach links gelangt man zur Übersicht der Zwischenzeiten. Die App zeigt also alle Daten, die beim Laufen relevant sind.

Screenshot

Unterwegs gut begleitet: GPS, Live-Tracking, Wettertipps & Musik

Das GPS-Signal wird schnell gefunden, sodass vor Beginn des Laufs keine lange Wartezeit entsteht. Ein Trackinglink für die Live-Position samt Kartenübersicht und Zeit kann vor dem Start an Freunde und Familie geschickt werden. Ebenso gibt die App einen Hinweis aufs lokale Wetter mit Hinweis auf Kleidung. Wenn die Wetterlage eher nach Regen aussieht, erscheint: „Nimm eine wasserdichte Jacke mit“. Bei Dunkelheit: „Bring zur Sicherheit eine Lampe mit.“

Das Audio-Feedback (Stimme lässt sich manuell einstellen, entweder weiblich oder männlich) informiert in regelmäßigen Abständen über die gelaufene Zeit, Distanz und Pace. Mit dem integrierten Musikplayer kann eine Playlist ausgewählt und während des Laufs Musik gehört werden. Für die Musikauswahl stehen Apple Music und Spotify zur Verfügung. Auch eine Auto-Pause-Funktion ist ein- oder ausschaltbar. Zusätzlich lässt sich die Touchfunktion in der App sperren, um beim Laufen nicht unabsichtlich etwas zu verändern.

Screenshot

Stabil unterwegs, sparsam bei der Analyse

Während des Laufs kann man Fotos machen, die mit dem Lauf zusammen abgespeichert werden. Während des Tests kam es weder zu Abstürzen der App noch zu nicht gespeicherten Läufen. Beim Akkuverbrauch liegt die App im Mittelfeld und benötigt ein wenig mehr Energie als andere Apps.

Nach dem Lauf lassen sich grundlegende Statistiken wie Distanz, Zeit, Pace, Steigung und Kalorien einsehen. Dazu berechnet die App alle Durchgangszeiten pro Kilometer. Das war es an Analysemöglichkeiten dann aber auch fast schon. Wer neben diesen Kennzahlen und einer Übersicht der gelaufenen Kilometer pro Woche (Monat, Jahr und Gesamt) noch mehr Marker im Blick behalten will, muss dafür eine spezialisiertere App wie Strava benutzen.

Screenshot

Wenn man gerade einmal nicht läuft, hat man im Home-Feed die Möglichkeit, Artikel über verschiedene Themen zu lesen: Zum Beispiel, wie man effektiv Verletzungen vorbeugt, oder welche Atemtechnik die beste ist. Obendrauf findest du hier alle neuen Musik-Playlists.

Geführte Läufe und dynamische Trainingspläne

Mit „Mein Coach“ bietet die Nike Run Club-App Trainingspläne für den Laufeinstieg, aber auch für ehrgeizige Wettkampfziele – angepasst an das individuelle Fintessniveau. Das Tolle an den Trainingsplänen: Sie passen sich, basierend auf dem tatsächlich absolvierten Training, dynamisch an.

Darüber hinaus gibt es regelmäßig geführte Audioläufe für bestimmte Entfernungen – so nimmt die Nike Run Club-App Sie zum Beispiel an die Hand bei deinem ersten Lauf, Speed Run, Fartlek oder Long Run. Auch für die Musikfans gibt es Auswahl: mit Rock-’n’-Roll Runs, 80ern, 90ern oder dem Party-Run. Aber auch wer es ruhiger angeht, kommt auf seine Kosten. Dafür gibt es die Achtsamkeit-Runs in Kooperation mit Headspace. Aktuell stehen insgesamt rund 130+ geführte Einheiten zur Auswahl. Wie bereits erwähnt: Es fehlt nicht an vielfältigen Motivationsmöglichkeiten.

Screenshot

Nike Run Club App: Für wen eignet sich die App?

  • Minimalismus-Fans: reduziertes und übersichtliches Design, Quickstart statt Menülabyrinth
  • Einsteigende und Wiedereinsteigende: geführte Audio-Läufe aller Art, klare Basics
  • Motivationssüchtige: Challenges, Badges, Bestenlisten, Live-Cheers
  • Musikfans: Steuerung mit Apple Music und Spotify, kuratierte Playlists in geführten Läufen
  • Strukturierte Läuferinnen und Läufer: zahlreiche dynamische Trainingspläne („Mein Coach“) ohne Abo
  • Sparfüchse und -füchsinnen: alle Funktionen kostenlos, dafür weniger Tiefenanalyse

Nike Run Club-App im Detail

Fazit