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Nasenbluten: Ursachen und Hilfe

Empfindliche Nasenschleimhäute Was hilft gegen Nasenbluten?

Nasenbluten kann in jedem Lebensalter und zu jeder Tageszeit auftreten. Meist hört die Blutung von selbst wieder auf.

Die meisten Läufer kennen das Problem: Mitten auf der Trainingsrunde im Winter bei knackiger Kälte läuft die Nase – denkt man. Ein Blick nach unten belehrt eines Besseren: Nasenbluten. Gerade im Winter sind die Nasenschleimhäute durch den Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und Außentemperaturen um den Gefrierpunkt besonders empfindlich. Die gute Nachricht: Bei den meisten Läufern ist das gar nicht schlimm und hört nach kurzer Zeit von selbst wieder auf. Wie Sie die Blutung schneller stoppen und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten, lesen Sie hier.

Was passiert beim Nasenbluten?

Die Nase ist im Inneren mit der Nasenschleimhaut überzogen. Diese verfügt über ein dichtes Netz von Blutkapillaren. Da die kleinsten Blutgefäße sehr nah unter der Hautoberfläche liegen, sind sie sehr empfindlich und leicht verletzbar. Wird eines dieser Blutgefäße verletzt, kommt es unmittelbar zum Nasenbluten. Normalerweise entsteht beim Nasenbluten lediglich ein unbedeutender Blutverlust. Bis die natürliche Gerinnungskaskade des Körpers vollständig abgelaufen ist, dauert es bis zu drei Minuten. Danach hört die Blutung auf.

Was sind die Ursachen von Nasenbluten?

Durch trockenes Raumklima, vor allem im Winter bei Heizungsluft, aber auch wenn Sie bei klirrender Kälte laufen gehen, kann es zu einer trockenen Nasenschleimhaut kommen. Diese ist dann sehr anfällig für Verletzungen, die zum Nasenbluten führen. Weitere Gründe für das Auftreten von Nasenbluten können eine Arterienverkalkung, Bluthochdruck, Blutgerinnungsstörungen (Vitamin-K-Mangel), die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Nierenerkrankungen sein. Bei Schnupfen, Nebenhöhlenentzündung oder Pollen-Allergie kann Nasenbluten als Symptom auftreten.

Achtung bei sehr enthusiastischem Ausschnauben: Durch den hohen Druck, der beim Naseputzen entsteht, können die empfindlichen Blutkapillaren reißen und zu einer kurzfristigen Blutung führen. Das muss nicht sein. Schnauben Sie lieber einmal öfter und dafür leichter aus.

Wie behandeln Sie Nasenbluten?

Halten Sie sich so aufrecht wie möglich, wenn die Nase blutet. Aus der liegenden Position heben Sie, wenn möglich, zumindest den Kopf an. Versuchen Sie nicht, das Nasenbluten zu lindern, indem Sie den Kopf in den Nacken legen. Dadurch verstopfen Sie möglicherweise die gesamten Nasenlöcher, sobald das Blut gerinnt und zu trocknen beginnt. Ziel sollte immer sein, dass das Blut ungehindert aus der Nase herauslaufen kann, damit nachfolgend keine starke Verkrustung entsteht.

Gewöhnliches Nasenbluten lässt sich gut behandeln, indem Sie sich einen kalten feuchten Lappen in den Nacken und in die Stirn legen. Dadurch nimmt die Durchblutung in den angrenzenden Arealen der Nase vorübergehend ab, die Blutzufuhr zur Nase sinkt und das Nasenbluten wird schwächer.

Wenn Ihre Nase mitten auf der Laufstrecke zu bluten anfängt, können Sie im Winter Schnee zum Kühlen nutzen, im Sommer hilft mitunter schon ein wenig kühles Wasser aus einem See, Fluss, Bach oder Brunnen. Bei starkem Nasenbluten können Sie ihr Laufshirt oder Ihr Sportunterhemd im Wasser tränken und auf die Stirn oder in den Nacken legen.

Bei wiederholt auftretendem Nasenbluten sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen und eine eventuell notwendige Therapie einzuleiten. Wenn Sie nur beim Laufen unter Nasenbluten leiden, sollten Sie von einem Experten Ihre Atemtechnik sowie die Nasenschleimhäute und Ihr Blutbild untersuchen lassen. Ihr Arzt sollte außerdem einen Blick auf Ihren Blutdruck werfen, um diesbezügliche Veränderungen auszuschließen. Eine Kontrolle des Blutdrucks können Sie zu Hause vorab mit einem Blutdruckmessgerät durchführen, um einen Überblick über Ihre Werte zu bekommen.

So beugen Sie Nasenbluten vor

Wer unter einer trockenen Nasenschleimhaut leidet, kann diese mit speziellen Nasensalben versorgen und so Nasenbluten vorbeugen. Außerdem helfen reizlindernde Nasenspülungen mit einer Nasendusche und Inhalation (über einem Topf mit heißem Wasser oder mit Hilfe eines Inhalationsgerätes). Sie können zudem einen Luftbefeuchter aufstellen in den Räumen, in denen Sie sich am häufigsten aufhalten bzw. im Schlafzimmer.

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