iStockphoto

Läufer-Gesundheit Bluthochdruck

Bluthochdruck kommt auch bei Läufern vor. Dennoch sind es vor allem Faktoren wie Übergewicht und Stress, die zu Hypertonie führen.

Wann ist der Blutdruck zu hoch?

Der Blutdruckwert setzt sich zusammen aus dem systolischen oberen Wert und dem diastolischen unteren Wert. Gemessen werden diese Werte "Riva-rocci". Deswegen finden Sie in Ihren ärztlichen Befunden auch häufig die Abkürzung RR vor Ihrem Blutdruckwert. Die Einheit, mit der Ihr Blutdruck angegeben wird, ist Millimeter-Quecksilbersäule, also mmHg. Das ist die Bezeichnung für den statischen Druck. Im medizinischen Bereich wird der Gefäßdruck der Arterien auf Höhe des Herzens für die Diagnostik herangezogen. Deshalb erfolgt die Messung des Blutdrucks am Oberarm.

Generell gilt ein Blutdruck von etwas weniger als 120/80 mmHg als optimal. Normal sind 120/80 mmHg bis 129/84 mmHg. Werte von 130/85 mmHg bis 139/89 mmHg gelten als hochnormal. Von Bluthochdruck oder Hypertonie spricht man ab Werten von 140/90 mmHg. Die Unterteilung der Hypertonie erfolgt in drei Schweregrade.

Wodurch entsteht Bluthochdruck?

Die Pumpfunktion des Herzens sorgt für die Blutzirkulation im Körper. Die Höhe des Blutdrucks ist abhängig von der Elastizität der Blutgefäße und der Pumpkraft des Herzens. Je elastischer die Arterien sind, desto besser können Sie sich an eine Änderung der Pumpbewegung des Herzens und die ausgeworfene Blutmenge anpassen. Bei Bluthochdruck oder Hypertonie sind die arteriellen Blutgefäße verengt. Das Herz muss stärker pumpen, um die Zirkulation des Blutes zu gewährleisten. Dadurch steigt der Druck im Gefäßsystem an.

Wer ist betroffen von hohem Blutdruck?

Generell kann Bluthochdruck oder Hypertonie jeden betreffen. Zu den Risikofaktoren von Bluthochdruck zählen jedoch vor allem Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkoholkonsum und Stress. Aber auch genetische Faktoren und das Alter können begünstigende Faktoren für einen Bluthochdruck sein. Unter anderem wird ein zu Hoher Kochsalz-Konsum mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht. Nicht jeder Bluthochdruckpatient ist aber „Salz-sensitiv“, also kann zu viel Salz nicht ohne arteriellen Blutdruckanstieg effektiv ausscheiden.

Wieso ist Bluthochdruck gefährlich?

Auf Dauer kann es bei Bluthochdruck zu Gefäßveränderungen durch mangelnde Durchblutung oder eine zu starke Belastung der Gefäße kommen. Unbehandelter Bluthochdruck kann langfristig zu Spätfolgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Die schwerste Form des Bluthochdrucks ist die Hypertensive Krise. Sie tritt bei Blutdruckwerten ab 180/120 mmHg auf und äußert sich unter anderem durch Schwindel, Erbrechen, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen und Herzrhytmusstörungen. Die Hypertensive Krise ist ein Notfall!

Bluthochdruck – die Symptome

Die Symptome von Bluthochdruck sind Schwindel, allgemeine Unruhe, starkes Schwitzen, dauerhafter Schlafmangel, Atembeschwerden bei Belastung und Kopfschmerzen bis hin zu Herzbeschwerden. Durch Belastung ausgelöste Atemnot kann auch Ausdruck einer Lungenerkrankung wie Asthma Bronchiale sein. Bei starkem Bluthochdruck kann außerdem Nasenbluten auftreten.

Wie wird Bluthochdruck festgestellt?

Die Diagnostik von Bluthochdruck geschieht über das Blut und den Urin. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder eine Echokardiografie geben genauer Aufschluss.

Wie behandelt man hohen Blutdruck?

Bei Blutdruckwerten im Grenzbereich zwischen normalem und zu hohem Blutdruck helfen vor allem körperliches Ausdauertraining, die Reduzierung von Salz in der Ernährung, Gewichtsreduzierung bei Adipositas und der Verzicht auf Alkohol und Rauchen. Reguliert sich der Bluthochdruck unter diesen konservativen Maßnahmen nicht, werden hochdrucksenkende Medikamente verabreicht. Das bekannteste Medikament sind Betablocker.

Welche Hausmittel wirken blutdrucksenkend?

Nicht nur Medikamente können den Blutdruck senken – es gibt auch einige Hausmittel, die gut für den Blutdruck sind. Bürstungen der Beine und Arme und wechselwarme Duschen bringen die Blutgefäße auf Trab. Als blutdrucksenkende Lebensmittel sind Bananen, Rote Beete, Rosinen, Datteln und Kartoffeln bekannt.

Hilft Ausdauertraining gegen Bluthochdruck?

Nicht zwingend. Aber regelmäßige körperliche Betätigung und Sport können die Blutgefäße mobil halten und den Bluthochdruck auf natürliche Weise senken. Wenn Sie zuvor kaum Sport gemacht haben, gehen Sie mindestens viermal pro Woche etwa 20 Minuten spazieren oder absolvieren Sie im Fitnessstudio ein effektives Ganzkörpertraining. Achten Sie beim Training an Geräten darauf, dass Sie Pressatmung vermeiden, denn das wirkt wiederum blutdrucksteigernd. Zu den ausdauerfördernden Sportarten gehören Walking, Wandern, Rudern, Radfahren und Laufen. Kampfsport und Gewichtheben sind aufgrund der Belastungsspitze nicht zu empfehlen.

Gesundheit Verletzungen & Vorbeugung Wenn der Muskel „dicht macht“ Muskelverspannungen

Was die Ursachen sind und wie Sie sie beheben können.