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Insektenstiche Was tun nach einem Wespenstich?

Wespenstiche jucken und tun weh, sind aber meist harmlos. Gefährlich wird es nur, wenn Sie eine Insektengiftallergie haben.

Bei einem Wespenstich löst das Gift des Insekts brennende Schmerzen und Juckreiz rund um die Einstichstelle aus. Abhängig von der Menge des Insektengiftes kann der Schmerz schon nach einigen Minuten nachlassen, ist aber in der Regel am zweiten oder dritten Tag am stärksten und klingt nach einer Woche ab.

Übrigens: Wespengift ist erst bei mehreren hundert Stichen lebensgefährlich, jedoch kann ein einziger Wespenstich bei Allergikern zu lebensbedrohlichen Reaktionen wie einer Verengung der Luftröhre und Luftnot führen. Eine Insektengiftallergie tritt nicht beim ersten Kontakt mit Wespengift auf, sondern erst ab dem zweiten Stich. Oft entwickelt sich eine Allergie gegen Insektengift erst im Laufe des Lebens und man wird etliche Male gestochen, ohne dass starke Symptome auftreten, bis es erstmals zu einer allergischen Reaktion kommt.

Die Symptome bei einem Wespenstich

Ein brennender Schmerz und Juckreiz rund um die Einstichstelle herum sind das Hauptsymptom eines Wespenstichs. Bei Allergikern geht ein Wespenstich außerdem mit einer starken Schwellung, Rötung und Quaddeln, Atemnot, Kreislaufproblemen, anaphylaktischem Schock mit Herzrasen einher. Wer nach einem Wespenstich nicht die Finger von dem juckenden Hautbereich lässt, riskiert eine Hautentzündung.

Wie wird ein Wespenstich behandelt?

Die wichtigste Erstmaßnahme bei einem Wespenstich ist die sofortige Entfernung des Stachels und zeitnahe Kühlung mit kaltem Wasser, Coolpacks oder Eiswürfeln. Kampfer und Menthol kühlen ebenfalls. Zwiebeln und Zitronen eignen sich hervorragend, um die Entzündung zu lindern. Bei Wespenstichen im Mund hilft Eiswürfel lutschen gegen die entstehende Schwellung. Vermeiden Sie es, die gestochene Stelle zu kratzen, da Sie auf diese Weise eine Entzündung der Einstichstelle riskieren.

Neuesten Studien zufolge hilft konzentrierte Hitze gegen Wespen-, Bienen und Mückenstiche und lindert schnell die Beschwerden. Ein von einem Mikrochip kontrollierter Stichheiler erzeugt für wenige Sekunden 50°C. Dieser wird für einige Sekunden auf die betroffene Stelle gedrückt.

Falls Sie Allergiker sind, sollten Sie immer ein Notfallset mit entsprechenden Medikamenten (Antihistaminika, Kortikoide, Adrenalin) mit sich führen. Halten Sie den gestochenen Körperteil möglichst ruhig und gehen Sie erst wieder laufen, wenn der Wespenstich und das umgebende Hautareal abgeschwollen sind. Nach etwa einer Woche ist die Stelle meist abgeheilt und Sie können Ihr Training wie gewohnt wieder aufnehmen.

So beugen Sie einem Wespenstich vor

Tragen Sie helle und einfarbige Laufbekleidung, denn Wespen werden durch bunte Muster angelockt. Wenn Sie abends laufen, halten Sie Abstand von blühenden Blumen und Sträuchern, und bleiben Sie von Wasser und Mülleimern fern. Nehmen Sie in Ihrem Trinkrucksack nur Wasser und keine zuckerhaltigen Getränke mit und verzichten Sie auf blumiges Deo oder süßes Parfum.

Falls Sie trotz allem einer Wespe begegnen sollten, bleiben Sie ruhig und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen, da Wespen normalerweise nur zustechen, wenn sie sich bedroht fühlen. Kleiner Trainingstipp: Nehmen Sie die Wespe als Anlass für einen kurzen Tempolauf und sprinten Sie dem Insekt einfach davon.

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