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Lästiges Läuferleiden

Hautentzündung

Sie sind beim Laufen an einem Ast vorbeigeschrammt, die Wunde blutet, entzündet sich und will nicht abheilen: das ist zu tun.

Der menschliche Körper reagiert auf verschiedenste innere und äußere Reize wie übermäßige Hitze, Kälte, Reibung, Viren, Bakterien oder Pilze mit einer Entzündung. Da diese Reize die normalen (physiologischen) Abläufe des Körpers behindern, wird eine Entzündung hervorgerufen, die die Störfaktoren eliminiert. Die Entzündung wird vom Immunsystem generiert.

Das Immunsystem sorgt nach einer Verletzung für eine verstärkte Durchblutung des betroffenen Gebietes und somit für die Ansammlung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Entzündungsgebiet. Die Leukozyten sind dazu da, Fremdkörper und abgestorbene Zellteile zu vernichten (Phagozytose). Durch vermehrte Flüssigkeitsansammlungen in dem Gebiet der Entzündung entsteht der für eine Hautentzündung charakteristische Druckschmerz. Im Falle einer Hautentzündung spricht man auch von Dermatitis.

Wie machen sich Hautentzündungen bemerkbar?

Die fünf wichtigsten lokalen Merkmale einer Entzündung sind eine Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz und eine Funktionseinschränkung. Neben diesen Symptomen einer Hautentzündung können auch allgemeine Symptome wie allgemeine Abgeschlagenheit und Fieber auftreten.

Was kann Hautentzündungen auslösen?

Die Ursache einer Hautentzündung stellen äußere und innere Reize dar. Diese veranlassen das Immunsystem, eine Entzündung hervorzurufen, um Störfaktoren wie Bakterien oder Viren zu eliminieren. Im Sport, gerade bei Läufer und anderen Sportlern, die häufig im Freien trainieren, sind meist lange bestehende Druckstellen durch mangelhaft sitzende Laufschuhe, Kratzer oder Schürfwunden und unbehandelte Blasen die Ursache. Auch eine allergische Reaktion (Allergie) durch Kontakt mit Gräsern oder Pollen kann eine Hautentzündung bei Läufern hervorrufen.

So können Sie eine Hautentzündung behandeln

Bei einer Hautentzündung, die durch dauerhaften Druck, zum Beispiel im Laufschuh, entstanden ist, sollten Sie zuerst für Entlastung sorgen. Wechseln Sie deshalb bei Druckstellen die Schuhe. Entzündete Blasen, Kratzer oder Schürfwunden, die zu einer Hautentzündung geführt haben und unter Umständen sogar Eiter bilden, sollten mit einer entzündungshemmenden Salbe behandelt werden. Trotzdem ist es wichtig, Luft an die Hautentzündung heranzulassen, damit die Hautentzündung trocknen kann. Zur Unterstützung des Heilungsprozesses von Hautentzündungen haben sich homöopathische Mittel wie Arnica bewährt. Desinfizieren Sie die Wunde zweimal pro Tag und lassen Sie sie an der Luft abheilen.

Wie können Sie eine Hautentzündung vorbeugen?

Zur Vorbeugung von Blasen und anderen Druckstellen sollten Sie immer passende Schuhe tragen. Kleine Kratzer lassen sich bei Trailläufen schwer vermeiden, es sei denn Sie ziehen auch bei warmen Temperaturen die langen Tights der kurzen Laufshorts vor. Sollten Sie nach dem Laufen trotzdem blutige Stellen feststellen, empfiehlt es sich, diese zu desinfizieren und gegebenenfalls auszuwaschen.

Der wichtigste Faktor bei der Entstehung von Hautentzündungen ist das Immunsystem. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Immunsystem fit bleibt! Was viele Läufer nicht wissen, ist, dass das Immunsystem zu etwa 80 Prozent im Darm sitzt. Nicht nur wegen der leistungsbestimmenden Nährstoffe lohnt es sich also, auf Ihre Ernährung zu achten.

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