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Laufschuhentwicklung und -beratung Getty Images, Hersteller

Warum gute Laufläden jetzt so gefragt sind

SUPPORT YOUR LOCAL DEALER Warum gute Laufläden jetzt so gefragt sind

Warum gute Laufläden für viele Hersteller ein wichtiges Verbindungsglied in der Kette vom Produkt zum Läufer sind.

Faszinierend wie für Kinder das Spielwarengeschäft ist für Läuferinnen und Läufer der Besuch im spezialisierten Laufshop. Neueste Produkte lassen Läuferherzen höherschlagen. Und nach wie vor kaufen Läufer und Läuferinnen ihre Schuhe am liebsten im spezialisierten Shop – mehr als über jeden anderen Vertriebskanal, einschließlich Onlineshops. Das Vertrauen in eine kompetente Beratung und ein gutes Warenangebot sind entscheidende Faktoren, die sich in den RUNNER’S-WORLD-Umfragen bestätigen.

Kein Wunder, schließlich legen Läufer und Läuferinnen großen Wert auf ihre Ausrüstung, allen voran auf die Schuhe. Das lässt sich auch daran ablesen, dass die Befragten* im Mittel sechs Paar Laufschuhe besitzen. Und für ihr meistgenutztes Paar haben sie im Schnitt 136 Euro bezahlt. Umgekehrt wollten wir wissen, warum der spezialisierte stationäre Laufhandel auch für die Hersteller eine so wichtige Rolle spielt und man nicht einfach auf den Onlinehandel setzt.

Wo kaufen Sie Ihre Laufschuhe?

Auswertung zum Laufschuhkauf aus der RUNNER’S-WORLD-Leserbefragung 2021 mit 9.481 Teilnehmenden.
RUNNER’S WORLD
Auswertung zum Laufschuhkauf aus RUNNER’S-WORLD-Leserbefragung 2021 mit 9.481 Teilnehmenden.

Um das herauszufinden, haben wir ausgewählte Laufschuhmarken nach ihrer Vertriebspolitik befragt. Dabei wurde deutlich: Ohne klassische Laufläden läuft es nicht. Das ist jedenfalls die Meinung von Laufschuhhersteller Brooks, nach eigenen Angaben Marktführer im spezialisierten Lauffachhandel. „Selektive Distribution“, nennt Brooks sein Handelskonzept, „sie war harte Arbeit und trägt jetzt Früchte“, resümiert Bastian Hübschen, der als Europachef am Firmensitz in Münster arbeitet.

Konkret bedeutet das: Brooks-Schuhe werden nicht an reine Onlinehändler ausgeliefert, sondern der Fokus liegt voll auf dem stationären Handel. Ein Team von zwölf „Tech-Reps“ sorgt für eine flächendeckende Händlerbetreuung, dazu gibt es digitale Schulungsplattformen und eine eigens entwickelte App. Marketing-Managerin Lara Hasagic betont: „Im Fachhandel ist man den Läuferinnen und Läufern am nächsten. Eine ausgezeichnete Beratung, Laufanalysen, Testmöglichkeiten verschiedener Modelle und ein großes Sortiment sind den Kunden direkt zugänglich.“

Fünf Tipps für den Laufschuhkauf

Anprobieren und Probelaufen

Füße sind so verschieden wie die Menschen, zu denen sie gehören: Sie unterscheiden sich in Länge, Breite, Höhe, Form, Volumen. Mal sind die Zehen lang, mal kurz; mal sitzt der Knöchel tief, mal hoch; mal ist das Fußgewölbe flach, mal zu hoch. Damit der Schuh passt, muss die Leistenform, auf der er konstruiert wurde, zum Fuß passen. Um das herauszufinden, helfen nur Anprobieren und Probelaufen. Wichtig: Vor dem längsten Zeh sollte eine Daumenbreite Platz sein (in der Länge) und genug Raum in der Zehenbox.

Laufstil und Körperbau

Aufbau und mechanische Eigenschaften des Laufschuhs, etwa in Bezug auf Dämpfung, Flexibilität und Abrollverhalten, müssen zur Biomechanik, zum Laufstil und zum Körperbau passen.

Einsatzzweck

Die Laufschuhe müssen zum beabsichtigten Einsatzzweck passen: Ist das Modell für ruhige Dauerläufe oder schnelle Wettkämpfe gedacht?

Frauen- oder Männermodell

Männer haben eine andere Fußform und sind schwerer als Frauen. Auch die Bewegungsabläufe sind unterschiedlich. Das spricht für geschlechtsspezifisch konstruierte Laufschuhe: Frauenmodelle sind technisch und anatomisch anders aufgebaut.

Individuelle Beratung

Es hilft nichts, wenn die beste Freundin ein Modell super findet: Laufschuhe müssen individuell anprobiert werden. Dabei hilft die persönliche Beratung im Laufshop mit ausführlicher Anprobe und gegebenfalls einer Laufanalyse.

Laufschuhberatung im Laufgeschäft
Hersteller

Auch der Schweizer Laufschuhhersteller On vertreibt seine Schuhe primär über den Fachhandel. „Das wird auch so bleiben“, betont Verkaufsleiter Martin Borgenheimer, „das ist unser Fundament.“ Borgenheimer resümiert die noch junge Erfolgsgeschichte des Herstellers aus der Schweiz: „Ohne den Fachhandel wären wir nicht da, wo wir heute sind!“ Er betont, dass erst die Laufsportfachgeschäfte die Marke für den „Core-Runner“ zugänglich gemacht haben. Auch in Zukunft werde das „das wichtigste Standbein sein, besonders die Laufspezialisten“, sagt der passionierte Läufer; bei Amazon oder Zalando seien die Laufschuhe der Marke deshalb nicht zu finden.

Einen ganz ähnlichen Weg gewählt hat auch 361°, eine Marke, die ihre Erfolgsgeschichte vor noch nicht einmal zehn Jahren begann. Und auch dort stehen von Beginn an die spezialisierten Laufläden im Fokus. Man nimmt dafür in Kauf, dass weniger Produkte verkauft werden, weil die Marke dafür organisch wachsen kann.

Von organischem Wachstum zu sprechen wäre dezent untertrieben, wenn man die Wachstumskurve der jüngeren deutschen Marke True Motion anschaut, die bei vielen Fachhändlern hohes Ansehen genießt: Die Modelle werden in Deutschland entwickelt, wurden hier zuerst auf den Markt gebracht und sind mittlerweile bereits in 150 Läden erhältlich. Dabei gibt es die Marke erst seit 2019. Die konsequente Vertriebspolitik begründet True-Motion-Mitbegründer Andre Kriwet so: „Fachhändler haben eine ungemeine Expertise, kennen den Markt und haben aus diesen Gründen eine große Beratungskompetenz.“

Aber der Trend geht natürlich auch im Laufsport in Richtung Onlinehandel, „und Corona war dafür ein Beschleuniger“, sagt Mika Frösch, Geschäftsführer von Saucony. Doch er fügt an: „Wir arbeiten eng mit dem Fachhandel zusammen und bauen unsere Bemühungen weiter aus.“ Spezielle Saucony-Modelle sind sogar nur im Fachhandel erhältlich und werden exklusiv dafür entwickelt, wie etwa das Modell München. Frösch betont: „Wir sorgen mit exklusiven Marketing-Kampagnen für mehr Sichtbarkeit und helfen damit, die lokale Community zu aktivieren.“ Das ist, neben der Fachkompetenz, ein weiterer Grund, mal wieder im Laufladen vorbeizuschauen: Dort treffen sich Läufer.

Volker Haussmann - Portraits für Runners World

*Quelle: RUNNER’S-WORLD-Leserbefragung 2021 mit 9.481 Teilnehmenden.

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