Berichterstattung Leichtathletik-EM München 2022
Leichtathletik-EM München 2022
Laura Muir souverän Daniel Kopatsch / Munich 2022

Laura Muir souverän

Leichtathletik-EM München 2022 Laura Muir souverän

Die Schottin Laura Muir lief in München verdient zum 1.500-Meter-EM-Titel. Zweite wurde die Irin Ciara Mageean.

Laura Muir war erwartungsgemäß eine Klasse für sich im 1.500-m-Finale bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in München. Die Britin siegte souverän in 4:01,08 Minuten vor der Irin Ciara Mageean, die nach 4:02,56 im Ziel war. Die Bronzemedaille gewann die Polin Sofia Ennaoui in 4:03,59. Hinter der viertplatzierten Katie Snowden (Großbritannien/4:04,97) belegte Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) einen guten fünften Rang in 4:05,49. Platz zehn erreichte die zweite deutsche Läuferin im Finale, Katharina Trost (LG Stadtwerke München), mit 4:06,95.

Nachdem sich Laura Muir im ersten Drittel des Rennens am Ende des Feldes bewegt hatte, ging sie dann ruckzuck an die Spitze, führte zwei Runden vor Schluss und gab diese Position nicht mehr ab. Lediglich Ciara Mageean konnte eingangs der letzten Runde noch halbwegs Schritt halten während Sofia Ennaoui alleine laufend an dritter Stelle lag. So waren die Medaillen praktisch schon vergeben, denn die Gruppe der Verfolgerinnen, in der auch Hanna Klein lief, lag zu weit zurück. Und Laura Muir läuft nun einmal in einer anderen Liga. „Ich weiß um meine Schnelligkeit in der letzten Runde, und ich wollte das Rennen bis dahin einfach nur kontrollieren. Jetzt freue ich mich auf einen Urlaub“, sagte Laura Muir, die bei der WM im Juli bereits Dritte war und bei den Commonwealth Spielen vor kurzem auch die 1.500 m gewonnen hatte.

„Mit der Platzierung bin ich zufrieden“, sagte Hanna Klein. Allerdings wird sie sich wohl fragen, ob sie nicht doch über 5.000 m bessere Karten gehabt hätte, wenn sie sich frühzeitig in der Saison auf diese Distanz konzentriert hätte. Schließlich hatte sie sich über die Langstrecke im Mai auf 14:51,71 Minuten gesteigert.

Der neue Europameister über 3.000 m Hindernis ist Topi Raitanen. Der Finne gewann das Rennen nach einer sehr starken letzten Runde etwas überraschend in 8:21,80 Minuten vor den Italienerin Ahmed Abdelwahed (8:22,35) und Osama Zoghlami (8:23,44). Hinter dem Spanier Daniel Arce (8:25,00) lief Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) ein prima Rennen und wurde Fünfter mit 8:26,49. „Ich bin nicht ganz zufrieden, aber es war mein erstes großes Finale“, sagte Karl Bebendorf. Der zweite deutsche Läufer, Niklas Buchholz (LSC Höchstadt/Aisch), belegte Platz 14 in 8:37,51. Für ihn war es ein Erfolg, das Finale erreicht zu haben.

Topi Raitanens Ergebnisse in diesem Jahr machten ihn im Vorfeld nicht zu einem Titel-Favoriten, allerdings war der Finne vor einem Jahr bei den Olympischen Spielen als Achter bereits der stärkste Europäer. „Ich laufe zwar nicht die schnellsten Zeiten, aber meine Taktik ist gut und ich bin schnell auf der letzten Runde. Es war mein Ziel, eine Medaille zu gewinnen“, sagte Topi Raitanen.

Christina Hering erreicht 800-Meter-Finale

Bei den 800-m-Halbfinalrennen schaffte Christina Hering (LG Stadtwerke München) den Sprung in das Finale, das am Sonnabend stattfindet. Hinter der Französin Rénelle Lamote (2:00,23 Minuten) und den beiden Britinnen Jemma Reekie (2:00,30) und Alexandra Bell (2:00,53) belegte die Münchnerin Rang vier und qualifizierte sich über die gelaufene Zeit von 2:00,86. Im anderen Halbfinale gewann die Topfavoritin Keely Hodgkinson in 2:00,67, so dass gleich drei britische Läuferinnen im 800-m-Finale stehen. Als Vierte dieses Rennens verpasste Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) mit 2:01,20 den Endlauf nur sehr knapp. Der dritte Platz, den die Irin Louise Shanahan mit 2:01,15 belegte, hätte gereicht.

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