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Umgeknickt Bänderzerrung

Beim Laufen ist die Bänderzerrung eine häufig auftretende Verletzung. Vorbeugen können Läufer mit Krafttraining und Stabilisationsübungen.

Die Dehnbarkeit der Bänder im menschlichen Körper wird durch den anatomischen Verlauf limitiert. Die meisten Bänder verlaufen zwischen zwei Knochen und haben wellenförmig angeordnete Fasern. Dort nehmen sie eine Pufferfunktion ein und können unter Umständen auch an Länge dazugewinnen. Eine Bänderzerrung bei Läufern häufig im Sprunggelenk infolge einer Verstauchung.

Was ist eine Bänderzerrung und was passiert dabei genau? Die Ursachen

Bänder verlaufen meist zwischen zwei Knochen und somit über ein Gelenk. Sie verhindern die Überbeweglichkeit des Gelenks in eine bestimmte Bewegungsrichtung und dienen so der Gelenkstabilisation. Eine Bänderdehnung oder Bänderzerrung entsteht, wenn das Gelenk durch plötzliche Bewegungen, Traumata oder magelnde muskuläre Stabilisationsfähigkeit über das physiologische Bewegungsausmaß hinaus bewegt und somit zu stark gedehnt wird. Dabei tritt anders als bei einem Bänderriss keine strukturelle Schädigung auf.

Sie können Bänderdehnungen oder Bänderzerrungen und Bandrupturen in drei Schweregrade einteilen:

Grad I: Zerrung
Grad II: partielle Ruptur (teilweise gerissen)
Grad III: vollständige Ruptur (vollständig gerissen)

Eine Bänderzerrung entsteht häufig bei Läufern, die eine Fehlstellung des Fußes wie einen Plattfuß oder Senkfuß haben.

Wie äußert sich eine Bänderzerrung?

Anders als bei einem Bänderriss fehlt bei einer Bänderzerrung die Entstehung von blauen Flecken (Hämatomen). Der Läufer verspürt Schmerzen, die Funktion ist eingeschränkt und es kommt zum Kraftverlust der umliegenden Muskulatur. Der verletzte Bereich ist meist geschwollen und nicht mehr belastbar. Schmerzen im Sprunggelenk müssen jedoch nicht auf eine Bänderzerrung hindeuten, sondern können auch Ursache einer anderen Sprunggelenksverletzung sein.

Wie behandelt man eine Bänderzerrung?

Da Bänderzerrungen meist durch plötzlich ausgeführte Bewegungen entstehen, ist es wichtig, zwischen Sofortmaßnahmen und späteren Therapiemaßnahmen zu unterscheiden. Um bei einer Bänderzerrung eine übermäßige Schwellung und eine Einblutung zu vermeiden, sollten Sie ein kleines Handtuch oder optimalerweise einen Schwamm in Eiswasser (0 °C) eintunken und auf das betroffene Gelenk legen. Belassen Sie die Kühlung für etwa 15 Minuten dort. Kühlen Sie danach in den ersten 12 bis 24 Stunden regelmäßig immer wieder für etwa 15 Minuten. Vermeiden Sie, wenn möglich, die Benutzung von richtigem Eis, da dies eine Mehrdurchblutung nach sich zieht und somit das eigentliche Ziel der Verminderung der Einblutung verfehlt.

Wie lange darf man nach Bänderzerrung keinen Sport machen?

Wenn die Schmerzen an der betroffenen Stelle in den nächsten 24 Stunden besser werden und keine Instabilität, also eine übermäßige Beweglichkeit, des Gelenks besteht (ein Knochenbruch muss in jedem Fall ausgeschlossen werden), können Sie im schmerzfreien Bereich ganz normale Belastungen durchführen. Auf sportliche Aktivitäten, auch auf das Laufen, sollten Sie jedoch verzichten, bis sie wieder schmerzfrei ausführbar sind.

In manchen Fällen kann ein Funktioneller Tapeverband (ein spezieller Klebeverband) zu mehr Stabilität verhelfen. Auch Bandagen aus Sanitätshäusern können hilfreich sein. Sollten Sie bezüglich der richtigen Vorgehensweise unsicher sein, ziehen Sie einen Arzt oder Physiotherapeuten zu Rate.

Wie kann man einer Bänderzerrung vorbeugen?

Bei Läufern ist meist das Sprunggelenk von einer Bänderdehnung oder Bänderzerrung betroffen. Um das Auftreten einer Bänderzerrung im Vorhinein zu verhindern, sollten Sie Ihr normales Lauftraining durch stabilisierende bzw. sensomotorische Trainingseinheiten ergänzen, um die Koordination und somit die gesamte Stabilität des Sprunggelenkes für das Laufen zu schulen und zu verbessern. Wenn Fehlbelastungen während des Laufens aufgrund Ihres Laufstils bestehen, sollten Sie als Erstes versuchen, diese zu korrigieren. Auch damit sind Sie der nächsten Bänderzerrung schon einen großen Schritt voraus.

Mit welchen Übungen können Läufer einer Bänderzerrung vorbeugen?

Die Fußmuskulatur führt im Traininsplan der meisten Läufer ein sehr stiefmütterliches Dasein. Wichtig ist es, die Sprunggelenke auf unterschiedlichen instabilen Untergründen zu stabilisieren. So erhöhen Sie die Reaktionsfähigkeit und die Stabilität für Läufe in unebenem Gelände. Die Sprunggelenksmuskulatur und die Wadenmuskulatur trainieren Sie zum Beispiel mit einbeinigem Beinbeugen, dem Fersenheber, dem Gewölbebauer, der Standwaage oder der Rotation auf dem Ball. Hier finden Sie weitere Übungen zur Stärkung der Fußgelenke.

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