iStockphoto

Essenziell für jeden Körper Mineralwasser: Das wichtigste Sport-Lebensmittel

Wasser ist überlebenswichtig. Im Supermarkt ist die Auswahl riesig. Worauf soll man bei Kauf eines Mineralwassers achten?

Mineralwasser und Leitungswasser sind nicht das gleiche. Während Leitungswasser nur wenige Mineralstoffe beinhaltet, die teilweise durch die Wasserwerke zugesetzt werden, enthält Mineralwasser von Natur aus - je nach Quelle unterschiedlich hohe - Mineralstoff-Konzentrationen. Allerdings sind in keinem Mineralwasser richtige Mineralstoffe enthalten, da wir sonst starke Schluckbeschwerden hätten. Wenn wir von Mineralstoffen im Wasser sprechen, meinen wir die gelöste Form der Mineralien. Diese werden während des Fließens vom Gestein angelöst und ein Teil davon vom Wasser aufgenommen. Es handelt sich dabei um Metall-Ionen (z.B. Na+, Ca2+, Mg2+, Fe2+) und bestimmte Anionen (HCO3-, F-, Cl-) die unerlässlich für den Menschen sind.

Die Bezeichnung „Mineralwasser“ ist geschützt in Abgrenzung zum „Tafelwasser“, das nicht direkt aus einer Mineralquelle sondern aus der Leitungen abgefüllt wird.

Wie entsteht natürliches Mineralwasser?

Mineralwasser entsteht natürlich und ist Teil des Wasserkreislaufes. Der erste Entstehungs-Schritt ist, wenn Niederschlag fällt und dieser im Boden versickert. Dabei durchdringt es die verscheidenen Erd- und Gesteinsschichten wodurch es gefiltert, gereinigt und mit gelösten Mineralien angereichert wird. Welche Mineralstoffe das sind, hängt unter anderem von der Art und Anzahl der Gesteinsschichten, der Temperatur im Untergrund sowie der Fließgeschwindigkeit des Wassers ab. Durchfließt das Wasser Vulkangestein, reichert es sich auf natürliche Weise mit Kohlensäure an. Gesammelt wird das Mineralwasser in unterirdischen Depots, wo es vor Verunreinigung geschützt wird.

Damit das Wasser in die Flasche gelangt, muss durch Erdbohrungen eine Quelle erschlossen werden. Zudem müssen Pumpen installiert werden, die das Wasser aus dem Erdboden pumpen und über Rohre in die Abfüllanlage weiterleiten. Um die Qualität eines natürlichen Mineralswassers zu erhalten, wird es noch am Quellort abgepackt werden. Das funktioniert vollautomatisch. Einzig Eisen und Schwefel dürfen auf optischen und geschmacklichen Gründen einem natürlichen Mineralwasser entnommen werden. Kohlensäure kann entweder hinzugefügt oder für die stille Variante entzogen werden. Weitere Eingriffe sind nicht erlaubt. Andernfalls dürft es nicht als "natürliches Mineralwasser" bezeichnet werden. Um diese Bezeichnung zu erhalten werden Mineralwasser-Proben in rund 200 Laborversuchen geprüft. Durch regelmäßige und zum Teil auch mehrmals täglich durchgeführte Kontrollen wird die Qualität eines Mineralwassers sichergestellt.

Welche Inhaltsstoffe sind bei Mineralwasser wichtig?

Die Mineralsstoff-Konzentrationen sind abhängig von der Quelle. Ein Blick auf das Flaschen-Etikett kann wichtige Informationen zu den Inhaltsstoffen des Wassers geben. Folgende Inhaltsstoffe sind in den meisten Mineralwässern vorhanden.

  • Calcium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Kalium
  • Sulfat
  • Chlorid
  • Fluorid

Wichtig bei der Zusammensetzung der Mineralstoffe ist, dass das Verhältnis von Calcium zu Magnesium mindestens zwei zu eins ist. Das liegt daran, dass beide Stoffe den gleichen Weg vom Darm ins Blut zurücklegen. Mit einem deutlich höheren Magnesium- als Calciumgehalt wird das Calcium verdrängt und der Körper bekommt Mangelerscheinungen. Um mit der Bezeichnung "calciumhaltiges Mineralwasser" werben zu dürfen, müssen die Mineralwässer mehr als 150 mg Calcium pro Liter aufweisen. Magnesiumhaltig gilt ein Wasser schon mit mehr als 50 mg Magnesium pro Liter.

Mineralstoffreiches Wasser

Es gibt Personengruppen, die auf einen besonders hohen oder niedrigen Mineralstoffgehalt angewiesen sind. Ein hoher Mineralstoffgehalt von 1500 mg/Liter ist vor allem für Ausdauersportler, die viel schwitzen empfehlenswert. Ebenso ältere Menschen und Discogänger sollten auf ein mineralstoffreiches Wasser zurückgreifen. Hierzu eignet sich zum Beispiel Ensinger Sport, das einen Gesamtmineralstoffgehalt von etwa 2.600 mg/l hat.

Mineralstoffarmes Wasser

Ein Mineralwasser mit 500 mg Mineralstoffen pro Liter oder weniger bezeichnet man als mineralstoffarm. Diese Mineralwasser sind vor allem für Kleinkinder und Babys geeigent. Besonders der Natriumgehalt ist hier ausschlaggebend, der die Grenze von maximal 20 mg/Liter nicht überschreiten darf. Ein Beipsiel für ein mineralstoffarmes Wasser ist das Black Forest Mineralwasser, das mit 1,1 mg/l Natrium deutlich unter dem Grenzwert liegt. Mit insgesamt rund 50 mg Mineralstoffe pro Liter hat es einen sehr geringen Mineralstoffgehalt.

Wie lange ist Mineralwasser haltbar?

Wasser an sich ist unbegrenz haltbar. Die Hersteller sind jedoch dazu verpflichtet ein Haltbarkeitsdatum auf die Flasche zu drucken. Unterschiede gibt es da bei Plastik- und Glasflaschen. Mineralwasser in einer Glasflasche kann in der Regel bis zu zwei Jahre unbedenklich getrunken werden. Das Haltbarkeitsdatum für Plastikflschen ist meisens ein Jahr. Solange das Wasser luftdicht verschlossen ist, ist es auch bei Überschreitung des MHD nicht schlecht. Sobald das Wasser Kontakt zur Luft bekommt – das Öffnen der Flasche reicht hier schon aus – reichert es sich mit CO2 und Bakterien aus der Luft an. Dadurch wird der pH-Wert gesenkt und das Mineralwasser bekommt einen säuerlichen Geschmack. Durch die Bakterien können Krankheiten entstehen.

Mineralwasser in Plasitkflaschen ist im Vergleich zu Glasflaschen bedenklicher. Zum einen kann in Plastikflaschen mit der Zeit Luft eindringen, die für einen unangenehmen Geschmack des Wassers sorgt. Zum anderen können sich hormonähnliche Stoffe aus dem PET lösen und vom Wasser aufgenommen werden. Sobald Ihr Wasser nach Plastik schmeckt unbedingt wegschütten!

Wenn Sie sich keine Gedanken über die Haltbarkeit eines Wassers machen möchten, greifen sie einfach auf Leitungswasser zurück. In Deutschland unterligt das Leitungswasser zum Teil strengeren Kontrollen als Mineralwasser, weshalb es bedenkenlos getrunken werden kann.

Isotonische Schorlen für Sportler

Mineralwasser ist pur ein guter Durstlöscher und verdünnt Fruchtsäfte zu isotonischen Schorlen. Die teureren Sportgetränke werden im Vergleich zu (Mineral-)Wasser jedoch besser aufgenommen. Das liegt am Gehalt von 6 bis 8 Prozent Kohlenhydraten und 400 bis 500 Milligramm Natrium pro Liter, der die Aufnahme der Flüssigkeit verbessert. Neben Natrium finden sich weitere Mineralstoffe im Mineralwasser, die für Sportler von Interesse sind. Der Gehalt kann je nach Quelle stark variieren, die Inhaltsstoff-Angabe ist wichtig.

Der Richtige Zeitpunkt zum Trinken vor einem Wettkampf

Wer Läuft muss ausreichend Trinken. Dabei ist regelmäßiges Trinken besser als zu viel auf einmal. Versuchsweise kann man seinen Bedarf selbst ermitteln, indem man sich vor und nach dem Lauf wiegt und die Differenz in Form von Getränken zu sich nimmt.

Wer vor einem Rennen zu viel Wasser trinkt, wird sich unwohl fühlen, denn Wasser senkt die Elektrolytkonzentration im Blut. Mineralien sind dafür zuständig, dass die Muskeln optimal arbeiten können. Wenn der Elektrolyt-Wasser-Haushalt durcheinander gerät, kommt es zu Muskelkrämpfen und Schwächegefühlen. In Extremfällen kann das zu Hyponatriämie (auch „Wasservergiftung“ genannt) führen. Damit ist ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut gemeint, der lebensbedrohlich werden kann. Am Wettkampftag empfiehlt es sich, zwei bis drei Stunden vor dem Rennen einen halben Liter Wasser zu trinken. So hat der Körper genug Zeit, den Flüssigkeitshaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Direkt vor dem Start noch einmal 0,2 bis 0,4 Liter sind optimal.

Gewichtsverlust dank Mineralwasser?

Mineralwasser ist die Wunderwaffe im Kampf gegen überflüssige Pfunde, denn 20 Prozent der konsumierten Kalorien stammen aus Flüssigkeiten wie Limonade und Fruchtsäften. Saftschorle enthält im Vergleich zu purem Fruchtsaft nur die Hälfte der Kalorien. Wasser pur vor dem Essen füllt außerdem den Magen. Dadurch wird weniger gegessen, wodurch ein Kaloriendefizit entsteht, das wichtig für eine Gewichtsabnahme ist.

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Mineralwasser mit Kohlensäure ist in Deutschland sehr beliebt, fürs Laufen weniger geeignet. Durch ständiges Gerüttel schäumt nicht nur die Flasche beim Öffnen über - der Läufer muss ständig aufstoßen. Für Läufer, die nicht komplett auf das kribellige Gefühl der Kohlensäure verzichten möchten, gibt es die Möglichkeit auf "Medium" zurückzugreifen. Hier ist der Kohlensäuregehalt deutlich geringer.

Fazit

Wasser nimmt beim Versickern gelöste Mineralien aus den Erd- und Gesteinsschichten auf. Diese sorgen für die Qualität und Kategorisierung eines Mineralwassers. Je nach Mineralstoffgehalt, gibt es mineralstoffarme Wasser, die maximal 500 mg Mineralstoffe pro Liter nachweisen dürfen. Vor allem der Natriumgehalt ist hierbei entscheidend und muss unter 20mg/l liegen. Für Ausdauersportler, Discogänger und ältere Menschen ist ein mineralstoffreiches Wasser mit über 1.500 mg/l besser geeignet, da der Bedarf an Mineralstoffen höher ist. Nehmen Sie sich beim Kauf Ihres Wassers Zeit. Schauen Sie sich einmal das Flaschen-Etikett an und vergleichen Sie die Inhaltsstoffe. Der Wert des Calciums sollte midestens doppelt so hoch wie der des Magnesiums sein. Damit Sie Ihr Mineralwasser bedenkenlos trinken können, empfehlen wir auf Glasflaschen zurück zu greifen. Diese sind zudem umweltfreundlicher als PET-Flaschen.

Damit Sie sich bei Ihrem nächsten Wettkampf nicht unwohl fühlen, sollten Sie zwei bis drei Stunden vor dem Wettkampf etwa einen halben Liter trinken. Dadurch hat der Körper noch genug Zeit, den Flüssigkeitshaushalt im Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Kurz vor dem Start sind 0,2-0,4 Liter optimal. Während des Laufens sollten Sie auf kohlensäurehaltiges Wasser verzichten, da das zu ständigem Aufstoßen führt. Eine Alternative wäre Stilles oder medium Wasser.

Autor: Bettina Wagner

Zur Startseite
Ernährung Gesund essen & trinken Regionale Alternativen Heimische Superfoods

Superfoods sind momentan stark im Trend – Wir zeigen Ihnen heimische...