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Laufschuh

Adidas UltraBOOST

Der UltraBOOST von Adidas soll mehr Dämpfung und gleichzeitig mehr Energie-Rückführung bieten.

Wenn ein neuer Laufschuh vorgestellt wird, wirft das mitunter etwas Schatten auf das Vorgängermodell. Um dies beim UltraBOOST zu vermeiden, belässt Adidas den „alten“ im Sortiment. Er ist ja kein schlechter Schuh; immerhin ist der UltraBOOST das Flaggschiff von Adidas – und der Technologieträger bei den Laufschuhen. Auch wenn sich konstruktionstechnisch wenig geändert hat: "Wir haben den UltraBOOST komplett zerlegt und ihn dann wieder neu aufgebaut", so Matthias Amm, Produktcheft für Laufschuhe bei Adidas. Der Schuh wurde sozusagen "decodiert". Und in den Neuaufbau floß auch das Feedback von über 4.000 Läufern aus der Run-Crew der Adidas Runners ein. Und die kleinen Änderungen, die der UltraBOOST 19 gegenüber seinem Vorgängermodell aufweist, machen beim Laufen dann doch einen großen Unterschied. Direkt ins Auge fällt das neue Obermaterial, das jetzt in einem Arbeitsvorgang gestrickt wird. Und dies trägt wesentlich dazu bei, dass die Zahl der eingesetzten Teile reduziert werden konnte. Adidas spricht von vier Teilen, aus denen der UltraBOOST 19 zusammengesetzt wird. Der Vorgänger hatte noch 17 Teile. Tatsächlich wurde am Herzstück des Schuhs, der Boost-Mittelsohle, gar nicht so viel geändert - es wurde lediglich noch mehr Boost-Schaum eingesetzt. Passform und Abrollverhalten bleiben aber sehr ähnlich, allerdings ist der Fuß jetzt (wir haben den direkten Vergleich gemacht) spürbar besser in die Mittelsohle eingebettet. Vor allem im Fersenbereich spürt man die etwas bessere Führung des Fußes, die ein gefühlt sicheres Aufsatzgefühl vermittelt. Die Sohlenpartie, in der die Ferse ruht, ist etwas stärker ausgeformt. Und diese kleine Änderung hat einen spürbar positiven Effekt.Das Obermaterial des Adidas UltraBOOST 19. Die wichtigste Neuerung beim UltraBOOST 19 ist das sockenähnliche Obermaterial, tatsächlich wird es in einem Arbeitsvorgang gestrickt, freilich mit unterschiedlicher Elastizität und Dichte.

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Die Außensohle des Adidas UltraBOOST 19

Überarbeitet wurden auch Außensohle (etwas weicher für mehr Grip) und Fersenpartie (etwas flexibler). Die Netzstruktur der Außensohle bietet jetzt etwas mehr Flexibilität, was einem flüssigen Abrollvorgang zugute kommt. Ansonsten haben wir ja über die Continental-Gummimischung schon viel Positives berichtet; der Grip der Sohle, auch auf nassem Asphalt, ist hervorragend. Die Charakteristik des UltraBOOST ist unverändert, ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die weiche, punktelastische Außensohle sorgt für ein sehr federndes Laufgefühl. Kein Wunder, dass der Schuh bei Sneaker-Fans als Freizeitschuh so populär ist: Es gibt wohl wenige Laufschuhe, auf die die Beschreibung so gut zutrifft wie hier: Bequemes Laufgefühl. Übrigens wird es vom UltraBOOST 19 immer wieder kleine Auflagen in speziellen Designs geben: Diese sind besonders bei Sneaker-Fans sehr beliebt - und der Grund, warum man den UltraBOOST noch öfters im Alltag- und Freizeiteinsatz sieht als an den Füßen von Läufern. Denn der UltraBOOST 19 ist nicht nur in Running-Fachgeschäften, sondern auch in vielen Sneaker-Stores erhältlich.

Kategorie: Neutral (es ist aber auch eine ST-Variante verfügbar, also ein Stabil-Modell)
Gewicht: 309 g (UK Größe 8,5)
Sprengung: 10 mm
UVP: 180 €

Adidas UltraBOOST X

Der Adidas Ultra Boost X wurde speziell für Frauen entwickelt.Deshalb ist etwas ist besonders an dem Schuh: Nur der Fersen- und der Vorfußbereich sind an der Sohle fixiert. Sobald der Fuß den Boden verlässt, schwebt der Mittelfuß quasi frei. Erstaunlich: Genau an der Stelle erhält der Fuß Stabilität, da sich das Material ähnlich einer Kompressionssocke fest um den Fuß schmiegt.

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Kategorie: Neutral
Gewicht: 234 g (UK Größe 38 2/3)
Sprengung: 10 mm
UVP: 180 €

Im Januar 2015 wurde zum ersten mal ein Schuh der Adidas UltraBOOST-Reihe vorgestellt. Sein Vorgänger, der Adidas Energy Boost, wurde 2013 vorgestellt und sorgte im RUNNER’S WORLD-Testlabor für leuchtende Augen: Der Schuh präsentierte sich mit einem sehr guten Rückstellverhalten der Mittelsohle. Für das neue Modell Ultra Boost nutzten die Entwickler das Aramis-Testing-Verfahren: Dabei wird zunächst der nackte Fuß des Läufers mit Sensoren bestückt und während der Laufbewegung vermessen. Die Bewegung der markierten Punkte wird mittels 3-D-Analyse erfasst und graphisch aufgezeichnet. Der gleiche Vorgang wurde dann mit Schuh wiederholt – um im Entwicklungsprozess das Obermaterial optimal auf die Fußbewegung anzupassen. Beim Ultra Boost bestand erstmalig die komplette Mittelsohle aus Boost-Material. Das von BASF in Kooperation mit Adidas entwickelte eTPU-Material hat mehrere Vorteile: Es hat ein sehr hohes Rückstellvermögen, nimmt viel Energie auf und ist über einen weiten Temperaturbereich einsetzbar. Die Dämpfungsqualitäten sind quasi in der Wüste ähnlich wie am Nordpol.

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