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Trailrunningschuhe im Test Hersteller

▷ Trailrunningschuhe im Test

Trailschuhe für Wald, Berge und Gelände Trailrunningschuhe im Test

Ob auf Waldweg, Singletrail oder alpinem Terrain – hier finden Sie den passenden Trailrunningschuhe für Ihr Lauf-Abenteuer.

Laufen lebt von der Vielseitigkeit. Die Freiheit, sich ständig neue Wege erlaufen zu können, wird durch spezielle Trailrunningschuhe noch gefördert. Sich mit einem wasserfesten Membranschuh durch tiefen Schlamm zu wühlen, mit einem leichten Berglaufschuh über einsame Alpen­pässe zu pirschen oder mit einem flachen Trailschuh auf kleinen Pfaden durch den Wald zu rennen, erweitert das läuferische Erlebnisspektrum enorm. Für die verschiedenen Anforderungen gibt es ganz unterschiedliche Trailrunningschuhe. Wir stellen die neuesten Modelle vor und verraten, für welchen Untergrund sie sich eignen.

🏆 Falls Sie besonders schnell loslaufen wollen, gibt's hier unsere Top 3 Trailschuh-Empfehlungen für Schnell-Entschlossene:

  • Salomon Sense Ride 4: Empfehlenswerter Allrounder der Trailspezialisten von Salomon. Dank dämpfender Mittelsohle und griffiger Außensohle geeignet für (lange) Einsätze auf Waldwegen und Trails vom Flachland bis ins Gebirge. » Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell
  • Asics Trabuco Max: Einer der beliebtesten Trailrunningschuhe der renommierten Laufschuhmarke Asics, punktet in der Max-Version mit hochkomfortabler Dämpfung. Für Waldwege und moderate Trails, auch geeignet für die Zugwege mit Asphaltpassagen. » Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell
  • Altra Timp 3: Bequemer Trailschuh mit starkem Grip und mit breiter, an die Fußform angepasster Zehenbox des Natural-Running-Spezialisten Altra. Geeignet für quasi alle Untergründe von Straße über Wald, Sand, Steine bis ins hochalpine Gelände. » Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell

Das sollten Sie vor dem Kauf von Trailschuhen beachten

  • Das Terrain: Wer im (Hoch-)Gebirge auf unbefestigten Wegen unterwegs ist, braucht eine grob profilierte Außensohle mit gutem Grip und eine stabile Konstruktion, die dem Fuß Halt gibt. Für Touren auf befestigten Wanderwegen sollte der Schwerpunkt hingegen auf Komfort liegen. Wer mit seinem Trailschuhe gelegentlich auch auf Asphalt unterwegs sin will, wählt am besten einen Hybrid-Schuh.
  • Die Größe: Vor dem längsten Zeh muss eine Daumenbreite Platz sein, damit Sie auch auf langen Trailläufen, wenn die Füße dicker werden, nicht anstoßen. Schuhe mit wasserdichter Membran (zum Beispiel Goretex) sollten Sie eher eine halbe Nummer größer wählen, das Obermaterial ist hier weniger dehnfähig.
  • Schaft und Fersenkappe: Der Schuhkragen muss eng am Fußgelenk abschließen, damit der Schuh sicher am Fuß hält. Eine stabile Fersenkappe schützt den Fuß in schwierigem Gelände, darf aber keinesfalls an der Achillessehne reiben.
  • Wasserdicht? Bedenken Sie, dass einmal eingetretenes Wasser nicht mehr so gut aus einer wasserdichten Membran austreten kann. Für Flussdurchquerungen und nasse Wiesen sind wasserdichte Schuhe paradoxerweise also nicht geeignet.

Eine ausführliche Kaufberatung finden Sie in diesem Artikel unter unserem Schuhtest – einfach ganz nach unten scrollen!

Trailschuhe – die Empfehlungen der Redaktion

361° Taroko 2

361° Taroko 2
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Der Taroko 2 wird von 361° als Hybrid-Schuh angepriesen – für die (vielen) Läufer, die die Qualitäten eine Straßenlaufschuhs auch im Gelände nutzen wollen. Die Mittelsohle ist aus „Quikfoam“, der sich auch bei den 361°-Staßenlaufschuhen bewährt hat. Sie ist beim Taroko etwas flacher, bietet hier etwas weniger Dämpfung. Dafür ist die Außensohe mit den etwa 4 Millimeter tiefen Profilstollen auf Feld- und Waldwegen sehr griffig. Insgesamt ist die Konstruktion sehr stabil, die Ferse ist gut eingebettet im Schuh und die Schnürung lässt sich sehr gut justieren. Ein Testläufer zieht das Fazit: „Der Taroko ist auf Straße, Schotter oder im Wald ein guter Trainingspartner, vergleichbar mit Schuhen wie dem Asics Trabuco oder den Brooks Cascadia.“ Der Taroko fällt bei den Größen, so das Tester-Feedback, eher kleiner aus.

Gewicht: 342 Gramm (Männer), 265 Gramm (Frauen)
Sprengung: 9 Millimeter
UVP: 119 Euro

Adidas Terrex Speed Ultra

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Dieses Modell trägt seine Bestimmung im Modellnamen: der Terrex Speed Ultra ist auf Geschwindigkeit ausgelegt. Entsprechend ist der Schuh auf geringes Gewicht getrimmt, wobei Schutz und Stabilität nicht vernachlässigt wurden. Die Mittelsohle ist aus Adidas leichtem, sehr reaktivem „Lightstrike“-Schaum kombiniert mit „Boost“-Dämpfungsschaum. Für sicheren Sitz sorgt eine konventionelle Lasche kombiniert mit einer Schnürung mit sechs Schnürösen. Ein Testläufer: „Der Schuh sitzt phänomenal sicher am Fuß, lässt sich selbst bei lockerer Schnürung nicht abschütteln“, aber er schränkt ein: „Die Passform ist eher für schmale bis mittel breite Füße geeignet und fällt – typisch für den Adidas-Wettkampfleisten – eher etwas kleiner aus.“ Kein Wunder: Die Passform, beziehungsweise der Leisten, ist bei den beliebten Adidas AdiZero-Wettkampfmodellen abgeschaut. Und so ist die Konstruktion des Speed Ultra von der Charakteristik her auch nicht unähnlich (26 Millimeter Sohlenhöhe an der Ferse, 18 Millimeter im Ballenbereich).

Die Laufeigenschaften: Der Schuh ist flexibel, relativ flach konstruiert und die Mittelsohle ist sehr reaktiv; gleichzeitig bietet die Continental-Außensohle sehr guten Grip; die nur 3 Millimeter tiefen Stollen sind lediglich in tiefem Matsch überfordert. Läufer, die bislang Modelle wie den Speedgoat (Hoka) gelaufen haben, finden hier eine ernstzunehmende Alternative. Und Adidas-Fans, die etwa den SL-20 oder gar den Adizero-Pro kennen (auch mit Lightstrike-Mittelsohle), werden sich in dem Speed Ultra sehr schnell wohl fühlen.

Fazit: Für ambitionierte Trailläufer bietet der Speed Ultra eine hervorragende Lösung – wobei er definitiv eher auf Speed, Dynamik und Spaß auf den Trails ausgelegt ist. Wer Komfort oder aufwändigen Schutz sucht, sollte ein anderes Modell wählen. Die rutschfeste Conti-Außensohle passt hervorragend zu dem Schuh.

Gewicht: 240 Gramm (Männer), 206 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 180 Euro

Altra Olympus 4

Altra Olympus 4
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Der Olympus von Altra ist in der vierten Auflage zu einem herausstechenden Trailschuh geworden. Der technische Aufbau ist komplex. Die Mittelsohle mit „EVA Inner Flex“ soll viel Komfort bei gleichzeitiger Stabilität bieten. Die Lasche und das Schnürsystem sind für einen besseren Sitz optimiert. Das ist erwähnenswert, weil der Vorgänger für seine etwas klobige Art und den nicht perfekten Sitz vom RUNNER’S WORLD-Team kritisiert wurde.

Der neue bietet nun hohen Dämpfungskomfort und viel Rückstellkraft der Mittelsohle; freilich, die Mittelsohle ist, so wie es auch der optische Eindruck nahelegt, ganz schön voluminös. Unter der Ferse ist sie 33 Millimeter dick; die Sprengung ist Altra-typisch gleich Null, Ferse und Ballen stehen auf gleichem Niveau. „Anders als beim Vorgänger“, schreibt eine Testläuferin, „sitzt mein Fuß jetzt sehr sicher, ohne im Schuh zu rutschen.“ Und seinen Eindruck beschreibt ein Testläufer so: „Ich würden den Olympus 4 als Sportwagen mit dem Aussehen eines Monster-Trucks beschreiben.“

Die Vibram-Außensohle mit dem grobstolligen Profil lässt keine Zweifel an ihrer Geländetauglichkeit aufkommen. Auch sie trägt zur rauen Erscheinung bei – wobei sich der Schuh leicht, gut gedämpft und dabei sehr flexibel läuft. Er ist geeignet für lange, langsame Trailpfade, aber auch für schnelle Einheiten auf festgetretenen Wandertrails. Dabei garantiert das Altra-typische „Footshape“-Design jederzeit viel Platz für die Zehen, vor allem für lange Strecken ein unschätzbarer Vorteil.

Gewicht: 329 Gramm (Männer), 272 Gramm (Frauen)
Sprengung: 0 Millimeter
UVP: 170 Euro

Altra Timp 3

Altra Timp 3
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Augenfällig beim Timp 3 ist, wie bei allen Altra-Schuhe die an die Fußform angepasste, breite Zehenbox, die sich an der Innenseite nicht verjüngt, sondern dem Großen Zeh (und den anderen Zehen) viel Raum bietet. Zusammen mit der weichen Zunge und dem gut gepolsterten Schuhkragen ergibt sich eine sehr komfortable Passform. Der Schuh ist eher breiter, lässt sich mit der Schnürung aber auch gut an schmalere Füße anpassen, der Halt im Mittelfußbereich ist gut. Weiteres Charakteristikum dieses (und aller anderen) Altra-Schuhe ist die Nullsprengung, dass also Ferse und Vorfuß auf einer Höhe stehen. Durch die vergleichsweise breite Sohle in Kombination mit der Nullsprengung hat man einen sehr stabilen Stand, was vor dem Umknicken schützt.

Der Timp bietet für einen Trailschuh eine sehr bequeme Dämpfung (auch auf Asphaltpassagen) – und dass ohne, dass die Mittelsohle hoch aufbaut. Aber selbst im alpinen Gelände dämpft die Sohle auch alle Störungen durch Steine und Wurzeln weg. Zugleich läuft sich der Timp sehr dynamisch, da die Sohle gut flext. Unterschiedlich geformte Stollen mit leicht strukturierter flacher Aufsatzfläche geben auf weichen wie harten Trails und auch auf steinigen Untergründen hervorragenden Grip. An Extras bringt der Timp eine Gummilasche zum Schnürsenkelverstauen und Befestigungsmöglichkeiten für Gamaschen mit, also eine Plastiköse unterhalb der Schnürung und einen Klettverschluss hinten an der Ferse. Fazit einer Testerin: „Ein super-bequemer Trailschuh für viele Kilometer!"

Gewicht: 311 Gramm (Männer), 234 Gramm (Frauen)
Sprengung: 0 Millimeter
UVP: 160 Euro

Asics Trabuco Max

Hersteller

Hier bestellen: Männermodell (160 Euro) oder Frauenmodell (160 Euro)

Der Trabuco ist seit vielen Jahren einer der beliebtesten Trailrunningschuhe. Mit der neuen Version als Trabuco Max dürfte sich das verfestigen. Denn beliebt war der Trabuco schon immer als Multitalent – mit dem man auf leichten Trails, Wald- oder Wanderwegen sehr komfortabel unterwegs ist. Der „Max“ betont diese Stärke – bietet jetzt mit der 28 Millimeter hohen Mittelsohle (Ferse; 23 Millimeter vorne) und einer zusätzlichen „Flytefoam“-Dämpfungsschicht noch mehr Dämpfung. „Herrlich gedämpft, superweicher Lauf mit hohem Bounceeffekt, toll!“, beschreibt es ein Testläufer. Somit ist dieser Trabuco noch besser geeignet für lange Trailstrecken, auch über rauen Untergrund, nur bei tiefem Matsch sind die eher flach gebauten Stollen schnell überfordert. Die „Guidesole“ mit ihrer leichten Rocker-Konstruktion (bekannt auch vom Glideride-Straßen-Laufschuh) passt dann zum Komforteindruck, bringt sehr viel Schutz und Stabilität in den Abrollvorgang. Bei solchen Einsätzen hat auch das Speed-Lacing-System gut gefallen, „ich konnte mir je nach Strecke – ob up- oder Downhill – schnell die Schnürung justieren“, so ein Tester. So hat der Trabuco Max jetzt auch das Potential, sich in die Herzen der Hardcore-Trailrunner zu laufen. Eine Einschränkung gilt es zu bedenken: Die Leistenform passt besser für schmale und mittelbreite Füße. Im Zehenbereich ist es ansonsten schnell zu eng. Vergleichbar ist er mit Modellen wie dem Altra Olympus oder einem Hoka Speedgoat.

Gewicht: 297 Gramm (Männer), 237 Gramm (Frauen)
Sprengung: 5 Millimeter
UVP: 160 Euro

Brooks Cascadia 16

Brooks Cascadia 16
Hersteller

Der Cascadia ist über die Jahre einer der Long-Seller und stets eines der beliebtesten Trail-Modelle in der RUNNER’S WORLD-Laufschuhwahl des Jahres. Ursprünglich war der Cascadia leicht, flexibel und durchaus ein dynamischer Schuh. Mit der Zeit wurde er dann steifer, besser gedämpft, ja, aber auch viel rigider und behäbiger. Die 14. und auch die 15. Version boten dann wieder deutliche Veränderungen – und in den Augen der RUNNER’S WORLD-Tester auch Verbesserungen. Gelobt für ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten taugten der 14er und 15er sehr gut als Hybrid-Trailschuh, die sich im Gelände und auch auf festem Untergrund gut liefen.

Der Cascadia 16 hat nun eine neue Außensohle, eine Mittelsohle mit reaktiverem DNA Loft V2-Schaum und einer neuen Passform durch das neue Obermaterial. Im Zehenbereich ist spürbar mehr Platz. „Der Sitz am Fuß ist super, der Laufkomfort nochmal auf einem höheren Niveau“, bestätigt ein Testläufer. Die Allround- und die Trail-Eigenschaften sind noch einmal verbessert. Die Qualität des Obermaterials und die Passform sind ebenfalls verbessert. Negativ angemerkt, wenn man Kritikpunkte finden will, wurde von Läufern mit schmalen Füßen der weite Sitz des Obermaterials und die gegenüber anderen Modellen etwas schlechtere Traktion.

Ansonsten hat der Cascadia 16 das Zeug, seine beliebten Vorgängermodelle in allen Punkten zu übertreffen. Er ist vielleicht nicht so sehr gedämpft wie der Caldera 5 von Brooks, bietet nicht so viel Speed wie der Catamount, aber dafür ist der Cascadia das universelle einsetzbare Angebot mit mehr Traileignung. Und vergleichbar ist er mit Modellen wie Hoka Speedgoat, Altra Olympus oder auch der Asics Trabuco Max.

Gewicht: 298 Gramm (Männer), 269 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 140 Euro

Brooks Catamount

Brooks Catamount
Hersteller

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Der Catamount wurde als neues Modell von Brooks mit „DNA FLASH“-Zwischensohle präsentiert. Diese sorge, so Brooks, für eine optimale Kombination aus Energierückführung und geringem Gewicht. Genau die Zutaten also, die für schnelle Trail-Läufe benötigt werden. Dazu hat der Catamount eine „TrailTack-Gummi“-Laufsohle, die nur flache Stollen bietet, dafür aber durch das Gummigemisch für hervorragende Traktion bergauf, bergab und auch auf nassem, rutschigem Untergrund sorgen soll. Als typische Trailschuh-Zutat hat der Schuh ein „Ballistic Rock Shield“, eine Platte in der Mittelsohle, um die Füße vor Steinen und Wurzeln zu schützen. Ein Drainage-System lässt Wasser aus dem Schuh ablaufen – etwa nach Bachdurchquerungen.

Das DNA-Flash-Mittelsohlenmaterial wurde interessanterweise erstmalig bei einem Wettkampfschuh vorgestellt, dem Brooks Hyperion, was zeigt, wohin die Reise mit dem Schuh geht. Zudem wiegt er schlappe 265 Gramm in der Männerversion und gar nur 249 Gramm in der Frauenversion. Der Laufeindruck erinnerte die RUNNER’S WORLD-Tester tatsächlich an den Hyperion Tempo – ein ähnlich rückfedernder, leichter Laufeindruck. Die Mittelsohle gibt dabei genügend Dämpfungskomfort an den Fuß weiter, aber sie nimmt nicht zu viel vom Bodengefühl weg. So entsteht der Eindruck, dass der Schuh zu Tempo animiert.

Das Obermaterial bietet nicht den Schutz wie manch schwerere Modelle, aber es ist atmungsaktiver. Allerdings geht das leichtere Obermaterial auf Kosten der Stabilität, da dürfen Läufer nicht zu viel verlangen. Eine Testläuferin brachte das Fazit zum Catamount auf den Punkt: „Er fühlt sich gar nicht unbedingt wie ein Trailschuh am Fuß an. Der Abrollkomfort ist sehr geschmeidig.“ Er fühlt sich deshalb auch auf Straße oder Graswegen sehr gut an und ist ein heißer Tipp für flotte Trailläufe.

Gewicht: 264 Gramm (Männer), 249 Gramm (Frauen)
Sprengung: 6 Millimeter
UVP: 160 Euro

Hoka OneOne Speedgoat 4

Hoka One One Speedgoat 4
Hersteller

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Der Speedgoat 4 wirkt vielleicht auf den ersten Eindruck etwas abschreckend: Die voluminöse Zwischensohle, ganz nach Hoka-Art, das grobe Außensohlenprofil und das auffällige Design – all das muss man mögen. Die Laufeigenschaften dieses Trail-Allrounders sind von der „Rocker“-Konstruktion der Mittelsohle, der sehr komfortablen Dämpfung und der grobprofiligen Außensohle geprägt. Die jetzt leicht überarbeitete Außensohle kommt von Vibram, dem italienischen Außensohlenspezialisten, und funktioniert auch auf nassem Untergrund hervorragend. Vor allem ist der Grip aber auf Sand und weichem Untergrund überragend gut. Und das gilt vor allem auch bei Bergab-Passagen: „Der Speedgoat gibt spürbar mehr Halt als viele vergleichbare Trailschuhe“, urteilt ein Testläufer und ergänzt, „dazu hat die Sohle aber hervorragende Hybrid-Eigenschaften, man kann ohne Einschränkung auch Asphalt-Passagen damit laufen.“

Entgegen dem wuchtigen optischen Eindruck läuft sich der immerhin etwa 300 Gramm schwere Schuh durchaus dynamisch. Insofern ist der Speedgoat eine Empfehlung sogar für Ultra-Traildistanzen. Aber mit seinen Allroundqualitäten ist das Flaggschiff der Hoka-Trailschuhe funktionell so breit aufgestellt, dass er gleichermaßen für Laufanfänger, Trail-Einsteiger und Trail-Profis eine äußerst attraktive, komfortable Lösung darstellt. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht.

Fazit: Der Speedgoat 4 ist für jede Form von Trail-Einsatz geeignet, ein Trail-Allrounder sozusagen, er passt für Passagen von alpinem Gelände bis zu befestigten Waldwegen und für nahezu alle Lauftempi und Streckenlängen.

Gewicht: 306 (Männer), 263 Gramm (Frauen)
Sprengung: 4 Millimeter
UVP: 140 Euro

Inov8 TerraUltra G270

Hersteller

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Beim Terraultra G 270 wirbt Hersteller Inov-8 vor allem mit dem besonders rutschfesten und haltbaren Graphene-Außensohlenmaterial. Die gesamte Zwischensohle (12 Millimeter dick) aus „Powerflow Max“ ist erstaunlich reaktiv und von geringem Gewicht. Das Ganze vermittelt ein sehr komfortables, gut gedämpftes Laufgefühl, ohne dass der Schuh behäbig wirkt. Die Rückstellkräfte des neuen Materials sind sehr viel besser als im Vorgängermodell, dem 260. Dazu ist die Sohlenkonstruktion medial wie lateral sehr flexibel. Für Flexibilität im Vorfußbereich sorgen tiefe Flexkerben in der Außensohle.

Die Graphene-Außensohle ist der ganze Stolz von Hersteller Inov-8. Einst gemeinsam mit der Universität Manchester entwickelt, soll das Graphene-Material extrem viel strapazierfähiger und rutschfester als andere Außensohlenmaterialien sein. Auf nassen, steinigen Trails war der Grip des Schuhs außerordentlich gut. Auch im wechselnden Terrain zeigte das Modell keine Schwächen, von Gras- über Geröll- bis zu Straßenpassagen lässt es sich gleichermaßen gut laufen.

Fazit: Gelungene Kombi aus Komfort und Flexibilität, der Terraultra G 270 ist ein Schuh für die langen Trails auf wechselndem Terrain. Herausragend ist seine Kombination von komfortablem Laufgefühl mit geringem Gewicht (270 Gramm bei Mustergröße) und viel Flexibilität. Die Außensohle ist extrem haltbar.

Gewicht: 270 Gramm (Männer)
Sprengung: 0 Millimeter
UVP: 170 Euro

Inov8 Trailfly ultra G300 Max

Hersteller

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Der Inov8 Trailfly Ultra G 300 Max mit Graphen-Sohle ist der erste Trailrunningschuh mit dem neuen G-FLY-Schaum. Er bietet 25% mehr Energierückgabe, so Hersteller Inov8. Das „G“ in der Modellbezeichnung steht für Graphen, das aus einer engen Wabenstruktur von Kohlenstoffatomen besteht und durch Vermengung mit flüssigem Gummi zum idealen Materialmix für Trailschuhe wird – äußerst langlebig und mit überragendem Außensohlenhalt. Beim Inov8 Trailfly Ultra G300 Max wird Graphen nicht nur zum Außensohlenmaterial, sondern auch zur Mittelsohle beigemischt. Resultat ist eine bessere und dauerhaftere Dämpfungsqualität der Mittelsohle; 1.200 Kilometer ohne Einbußen in der Dämpfungsqualität, verspricht Inov-8.

Durch die voluminöse Mittelsohle ist der Trailfly (373 g in US 11) nicht Trailschuh-mäßig hart, sondern Ultra-tauglich komfortabel. „Keine Sekunde hätte ich gedacht, dass ich einen Trailschuh laufe, hätte ich es nicht gewusst“, so ein Testläufer. Künftig muss also kein Trailläufer mehr fürchten, dass die ersten Kilometer auf dem Zuweg zum Trail besonders unangenehm werden, weil die Schuhe zu hart gedämpft wären. Die Außensohle mit den bis zu ein Zentimeter tiefen, quer und auch längs eingefügten Flexrillen ist vergleichsweise sehr flexibel, bietet mit dem herausragenden Grip auf Trails ein sicheres, überlegenes Laufgefühl. Und auch die Sorge um vorzeitigen Verschleiß der Sohle sind unbegründet.

Fazit: Der Trailfly Ultra G300 Max ist eine absolute Empfehlung sowohl für Trailläufer, Ultratrail-Läufer, aber auch für Trail-Einsteiger oder Straßenläufer, die einen Schuh für gelegentliche Traileinsätze suchen. Seine Heimat ist das Gelände, der Trail, aber er fürchtet weder Straße noch Parkweg. Dazu kommt: Die vom überarbeiteten Inov8 G270 übernommene Passform bietet gleichermaßen viel Platz und perfekten Halt für den Fuß im Schuh.

Gewicht: 300 Gramm (Männer)
Sprengung: 6 Millimeter
UVP: 195 Euro

Joe Nimble NimbleToes Trail Addict

Joe Nimble NimbleToes Trail Addict
Hersteller

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Auffällig sind beim NimbleToes Trail Addict zwei Eigenschaften. Die flache Konstruktion der Sohle mit null Millimetern Sprengung und die für Laufschuhe ungewöhnlich breite Schuhkonstruktion im Vorfußbereich. Den Schuh als ein Modell, das viel Zehenfreiheit bietet, zu beschreiben, trifft einerseits das charakteristischste Merkmal des Trail Addict, andererseits greift die Beschreibung zu kurz. Denn hinter der breiten Zehenbox steht eine komplette Schuh-Philosophie. Im Trail Addict können sich die Zehen ausbreiten – und sorgen für einen stabilen Stand. Nebenbei vermindere dies auch die Gefahr von Verletzungen - sagt der Hersteller.

Für Komfort sorgen die komfortable Einlegesohle und die zehn Millimeter hohe EVA-Sohle, was dem Trail Addict zu einem durchaus komfortabel gedämpften Schuh macht. Die Einlegesohle lässt sich übrigens durch eine Flexitec-Einlegesohle austauschen. Auch für Trailschuh-Verhältnisse ist der Grip der Außensohle im Gelände hervorragend: Entwickelt in Zusammenbarbeit mit Gummispezialist Michelin, bietet sie durch multidirektionale Stollen sehr viel Grip auf weichem Untergrund und auf Trails – unterstützt durch die breite, großflächige Aufsatzfläche. Mit 6-Millimeter-Stollen ist sie außerdem tief profiliert und kann es auch mit rauem Gelände und losen Trails aufnehmen.

Äußerst robust ist das Obermaterial aus reißfestem Ripstop-Mesh konstruiert: Sehr flächig und glatt verarbeitet, weist es Schmutz und Wasser ab. Ergänzt wird es durch ein Schnellschnürsystem, bei dem man die Schnürsenkel mittels einer Kordel festzieht und anschließend in einer „Schnürsenkel-Tasche“ vorne an der Zunge verstauen kann. Und wenn es extrem geröllig wird, sind Ösen und Klettaufnahme für zusätzliche Gamaschen schon integriert.

Fazit: Läufer, die einen Trailschuh mit natürlichem Abrollverhalten suchen, finden in der Trail-Version des Addict einen Schuh, der hervorragende Traktion mit sehr gutem Schutz und Stabilität vereint, gleichzeitig werden aber auch Ultraläufer den Komfort zu schätzen wissen. Alle Zielgruppen profitieren indes von der maximalen Zehenfreiheit durch die asymmetrische Zehenbox.

Gewicht: 250 Gramm
Sprengung: 0 Millimeter
UVP: 189 Euro

La Sportiva Kaptiva

Hersteller

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Der La Sportiva Kaptiva ist ein Trailrunningschuh für mittlere und lange Distanzen. Er bringt eine Slip-on-Konstruktion mit Knit-Gewebe mit. So wird das Schuhvolumen auf ein Minimum reduziert. Die Passform ist eng anliegend und komfortabel, ohne destabilisierende Leerräume. Der einschichtige elastische Kragen liegt direkt am Sprunggelenk an - wie eine Socke. So sitzt der Schuh bequem und Schmutz gelangt nicht so leicht ins Innere. Zudem erleichtert diese Konstruktion das Anziehen des Schuhes.

Die FriXion White Außensohle hat eine besonders grippige Gummimischung und das Impact Brake System unterstützt das Bremsen beim bergab laufen und sorgt dank spezieller Noppen für einen weichen Aufprall. Die Sohle ist mit AT Grip Spikes kompatibel. Eine Zwischensohle aus komprimiertem EVA mit stabilisierendem TPU und Rock Guard-Einsätzen unterm Ballen sorgt für Dämpfung und exzellenten Komfort. Fazit: Trailrunningschuh mit cleverer Slip-on-Oberkonstruktion.

Gewicht: 280 g
Sprengung: 6 Millimeter
Preis: 159 Euro

La Sportiva Helios III

La Sportiva Helios III
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Der italienische Bergsport und Trailhersteller La Sportiva ist bekannt für seine alpintaugliche Trailausrüstung, inklusive Trailschuhe. Der Helios 3 ist dabei bildlich gesprochen der Trailschuh, der den Trailläufer von der Haustür zum Trail bringt. Die Mittelsohle ist durchaus straßentauglich. Und die leichte Schuhkonstruktion, der Schuh wiegt nur 220 Gramm (US-Größe 9), ist für die allermeisten Trailstrecken völlig ausreichend. Zumal wenn diese Trailstrecken in Form von Waldläufen oder Mittelgebirgsstrecken zurückgelegt werden. Die nahtlose Verarbeitung des Obermaterials trägt viel zum komfortablen Trageeindruck bei. Dabei sticht die sehr gute Passform mit ihrem anschmiegsamen Schaft heraus, was ein besonders gelungenes Lauffeeling mit sich bringt. Auch dazu bei trägt die Zwischensohle (Sprengung: 4 mm) aus „MEMElex EVA“, die zusammen mit der Ortholite-Einlegesohle sorgt diese für eine extrem gute Dämpfung. Die Außensohle ist aus einer hoch langlebigen FriXion-Blu-Mischung hergestellt und somit ideal für den Einsatz auf hartem und felsigem Boden.

Gewicht: 219 Gramm (Männer), 175 Gramm (Frauen)
Sprengung: 4 Millimeter
UVP: 129 Euro

Merrell Moab Flight

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Der Moab Flight ist ein ein gut schützender und gut dämpfender Trailschuh, der dem Fuß gute Unterstützung auf allen Untergründen bietet. Er baut auf einer breiten Vibram-Außensohle auf, die gleichwohl für sicheren Abrollkomfort und guten Grip sorgt. Die Mittelsohle ist aus „FloatPro”-Material, eine neue Erfindung von Merrell. Sie ist, was Leichtigkeit und Dämpfungseffekt betrifft, nicht extrem, gut abgestimmt und sorgt damit für ein breites Einsatzspektrum. Die Sprengung beträgt 10 Millimeter, der Vorfuß steht 20, der Rückfuß 30 Millimeter hoch im Schuh; in der Laufpraxis fällt die Sprengung aber kaum auf. Durch die eher feste Struktur der Mittelsohle kommt der Moab Flight auch ohne eine Schutzplatte (Rock-Plate) in der Mittelsohle aus.

Denn auch die Vibram-Außensohle sorgt für ausreichend Schutz; zumal ihre vergleichsweise große Aufsatzfläche dem Fuß viel Stabilität verleiht. Zudem sorgt die Komponentenmischung der „EcoDura“-Sohle für einen sehr rutschfesten Stand, selbst auf feuchtem Untergrund. Das 3 mm tiefe Profil reicht für befestigte Trails oder Waldwege allemal, lediglich in tiefem Terraim könnte der Abdruck leiden. Übrigens ist die Sohle aus recyceltem Material, ebenso wie die Schnürung, das Obermaterial und die Einlegesohle.

Fazit: Kritik gab es von den Testern kaum – lediglich die Belüftung des Fußes wurde etwas bemängelt. Insgesamt bietet der relativ leichte und komfortable Schuh ein breites Einsatzspektrum. Der Fuß sitzt super sicher und die Sohle bietet sehr rutschfeste Abrolleigenschaften.

Gewicht: 298 Gramm (Männer), 241 Gramm (Frauen)
Sprengung: 10 Millimeter
UVP 125 Euro

Mizuno Wave Daichi 6

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Der komplett überarbeitete Wave Daichi ist in der sechsten Version sehr ausgereift und bietet einen vielseitigen Einsatz. Aufgrund der aufwändigen, voluminösen Mittelsohle mit neuen Schaumstoffkomponenten bietet der Daichi 6 sehr gute Allroundeigenschaften und nimmt jede Art von Trail mit – macht aber auch auf festem Untergrund eine gute Figur. Immerhin 28 Millimeter ist die Sohlendicke unter der Ferse, dazu hat sie ein großes Volumen mit breiter Standfläche plus der Wave-Technologie (jetzt auch hier als Dual-Density Schaum; die Plastik-Platte ist Vergangenheit): All dies sorgt für viel Komfort und hohe Stabilität. Dabei ist der Schuh deutlich leichter geworden als der Vorgänger (ca. 40 Gramm) und hat mit jetzt 10 Millimetern nicht mehr eine ganz so hohe Sprengung.

Herausragend ist der Grip der Michelin Außensohle, die durch Stollen und Gummimischung mit zum Besten gehört, was derzeit auf Trails unterwegs ist. Im Vorfußbereich schützt eine EVA-Platte vor durchdrückenden Steinen, gleichzeitig erhöht sie die Stabilität. Das Schnürsystem lässt sich durch die länglichen Ösen gut justieren.

fazit: Der Wave Daichi 6 ist ein Allrounder für den Trail, hat aber auch sehr gut Hybrid-Eigenschaften. Gerade Fersenläufer werden die guten Dämpfungseigenschaften schätzen. Vergleichbar ist der Daichi mit Modellen wie Brooks Cascadia, Asics Trabuco Max oder auch Saucony Peregrine. Innerhalb der Mizuno-Schuhpalette steht er als vielseitigstes Trailmodell zwischen den Alternativen Wave Hayate (für leichtere, schnellere Trailruns) und Wave Mujin, der noch mehr Dämpfungskomfort und Schutz bietet.

Gewicht: 300 Gramm (Männer), 250 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 160 Euro

New Balance Hierro 6

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Der Hierro erweist sich in der aktuellen Version auch als Frezeitschuh als äußerst beliebt; das liegt, so lässt sich mutmaßen, daran, dass der Schuh eine sehr gute Figur zur Jeans macht. Aber das soll und kann seine Trail-Qualitäten nicht schmälern. Denn der Hierro ist in der sechsten Version mehr Trailschuh als jemals zuvor. Der Schuh ist leichter geworden – und angesichts der Komfortleistung ein gutes Mittelmaß, es gibt leichtere Trailschuhe, aber auch deutlich schwerere. Eine deutliche Verbesserung ist das neue Obermaterial – komfortabler, anschmiegsamer und mit sichererem Sitz. Die Lasche ist sehr komfortabel. Unterm Strich kommt der Hierro damit auch für sehr lange Trail-Einsätze in Frage, wo der gute Sitz entscheidend ist.

Unter der Ferse ist die Mittelsohle 28 Millimeter dick – das weist auf das Maß an Komfort hin, das sie bietet. Der „Freshfoam X“-Schaum ist tatsächlich sehr komfortablel, egal ob auf langen Trails oder auch sogar mal auf einer Asphalt-Passage. Für Trainingstempo (oder auch mal Intervalle) ist die Abstimmung sehr gelungen. Passend dazu bietet die Außensohle von Spezialist Vibram den passenden, zupackenden Grip. Auch aufgrund der breiten Aufsatzfläche bietet der Hierro sicherlich eine der rutschfestesten Außensohlen; übertroffen vielleicht lediglich von der Inov8 Graphene-Sohle. Wobei der Hierro durchaus mit dem Inov8 G300 vergleichbar ist.

Fazit: Der Hierro 6 ist sicher einer der derzeit vielseitigsten Trailschuhe; ob für Gelegenheits-Trailläufer oder für sehr lange Traileinsätze ist der Schuh gleichermaßen denkbar. Für leichte Läufer oder Wettkampf gibt es andere Angebote – aber für den universellen Einsatz abseits vom Asphalt ist der Hierro hervorragend geeignet.

Gewicht: 337 Gramm (Männer), 280 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 140 Euro

On Cloudventure

On Cloudventure
Hersteller

Hier bestellen: Männermodell (ab 159,95 €) oder Frauenmodell (ab 159,95 €)

Wie alle On-Modelle zeichnet sich auch der Cloudventure durch die typische Cloud-Sohlenkonstruktion aus: Diese Hohlelemente der Zwischensohle dienen vor allem der komfortablen Dämpfung und sorgen das On-typische reaktive Laufgefühl. Und beim Trailschuh Cloudventure liefern sie noch eine ganz besondere Qualität: beim Bergablaufen sorgen die Cloud-Elemente für eine äußerst komfortable Dämpfung. Dabei verschieben sich die einzelnen Cloudelemente, die Abbremsgeschwindigkeit wird reduziert, was in extreme Dämpfungseigenschaften resultiert und die Kraftkurve verlängert. Dadurch wird aber nicht nur die Belastung für den Bewegungsapparat reduziert, sondern durch die geringeren Kraftspitzen wird auch die Traktion der Sohle verbessert.

Natürlich gilt das Alles auch für den Geradeauslauf auf Trailuntergrund; allerdings ist dabei auch das etwas erhöhte Gewicht des Schuhs, das sich aus der Konstruktionsart ergibt, zu spüren. Abstriche mussten in ersten Modellen beim Grip der Sohle auf feuchtem Asphalt gemacht werden, da konnte die Sohle auchmal rutschig werden, das ist behoben, auch auf nassem Terrain kann er sich mit anderen Trailschuhen inzwischen bestens messen. Die Testläufer beschreiben das Laufgefühl als sehr komfortabel – allerdings fehlt es etwas an Dynamik (da wäre der Cloudventure Peak eine Alternative). Auch der Cloudventure zählt zu den Trailmodellen, die den Einsatz auf festem Untergrund und sogar auf Asphalt-Passagen gut vertragen – und hier kaum Komforteinbußen verlangt. Das Modell ist auch in wasserfester Version erhältlich.

Fazit: Ein Trailschuh gemacht für den vielfältigen Einsatz im Gelände mit großartigen Dämpfungseigenschaften. Unsere Tester erwähnten besonders seine Dämpfungsstärken im Downhill. Sorgen, dass sich Dreck in den Sohlenschlaufen sammelt, muss man sich keine machen.

Gewicht: 295 Gramm (Männer), 240 Gramm (Frauen)
Sprengung: 6 Millimeter
Preis: 159,95 Euro

Salomon Sense Ride 4

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salomon ist der Marktführer im Trailschuh-Segment. Vor allem die Wettkampfmodelle gelten als das Nonplusultra in der Szene. Bei Salomon steht der Sense Ride deshalb oft ein wenig im Schatten der spektakulär leichten Wettkampfmodelle; aber der Sense Ride 4 ist definitiv die bessere Wahl für einen Durchschnittsläufer, der seine Trainingskilometer gerne über Waldwege oder durch Feld und Wiesen zurücklegt.

Das Mesh-Obermaterial mit dem komfortablen Schuhkragen erweist sich als atmungsaktiv und bietet mehr Platz im Innenraum des Schuhs als bei den schmalen Wettkampfmodellen. Die Schnellschnürung (Quicklace) lässt sich in einer Schnürgarage an der Lasche verstauen, nach wie vor praktisch und einfach zu bedienen. Der zweischichte „Optivibe“ EVA-Schaum der Mittelsohle dämpft sehr ausgewogen, macht den Schuh auch langstrecken-tauglich; freilich ist das Dämpfungsniveau nicht auf der Höhe der maximal gedämpften Trailschuhe à la Hoka Speedgoat. Die Sprengung ist relativ hoch (8 Millimeter), Fersenläufer werden sich mit dem Schuh eher wohl fühlen als Mittelfußaufsetzer.

Die Außensohle ist ein Kompromiss, wie bei den meisten Trailschuhen – aber sie genügt zu 90 Prozent ihren Ansprüchen. Nur wenn es sehr tief morastig wird, könnte man sich mehr Grip wünschen. Fazit: Der Sense Ride 4 ist damit ein empfehlenswerter Allrounder, der sich im Mittelgebirge genauso gut aufgehoben fühlt wie in der norddeutschen Tiefebene oder im Voralpenland.

Gewicht: 290 Gramm (Männer), 235 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 130 Euro

Kaufberatung Trailschuhe

Laufen lebt von der Vielseitigkeit. Die Freiheit, sich ständig neue Wege erlaufen zu können, wird durch spezielle Trailrunningschuhe noch gefördert. Sich mit einem wasserfesten Membranschuh durch tiefen Schlamm und Schneematsch zu wühlen, mit einem leichten Berglaufschuh über einsame Alpen pässe zu pirschen oder mit einem flachen Trailschuh einfach mal quer durch den Wald zu rennen, erweitert das läuferische Erlebnisspektrum enorm. Für die verschiedenen Anforderungen gibt es ganz unterschiedliche Trailrunningschuhe. Das Angebot ist riesig. Vor dem Kauf sollten Sie also überlegen, für welches Terrain Sie den Schuh brauchen. Auf diese Eigenschaften von Trailschuhen sollten Sie achten:

  • Größe: Vor dem längsten Zeh muss eine Daumenbreite Platz sein, damit Sie auch auf langen Trailläufen, wenn die Füße dicker werden, nicht anstoßen. Schuhe mit wasserdichter Membran (zum Beispiel Goretex) sollten Sie eher eine halbe Nummer größer wählen, das Obermaterial ist hier weniger dehnfähig.
  • Obermaterial: Das Obermaterial von Trailschuhen ist robuster und oft nicht so anschmiegsam. Machen Sie daher bei der Passform keine Kompromisse.
  • Schnürung: Viele Trailrunningschuhe haben dünne, feste Schnürsenkel, teilweise mit Schnürsystem. In einer Schnürsenkelgarage werden die Schleifenenden verstaut, sodass sie sich nirgends verheddern können. Alternativ verstecken Sie die Schleife unter der Schnürung.
  • Außensohle: Ein grobes Profil gibt in Gelände und Matsch den nötigen Grip. Dämpfung ist hingegen bei Trailschuhen nicht so entscheidend.
  • Stabilität vs. Flexibilität: In schwierigem Terrain bieten festere Schuhe mehr Trittsicherheit und Schutz vorm Umknicken, auf einfacheren Trails laufen sich flexiblere Trailrunningschuhe komfortabler.
  • Schaft und Fersenkappe: Der Schuhkragen muss eng am Fußgelenk abschließen, damit der Schuh sicher am Fuß hält. Eine stabile Fersenkappe schützt den Fuß in schwierigem Gelände, darf aber keinesfalls an der Achillessehne reiben.
  • Zehenschutz:Eine verstärkte Zehenkappe ist auf gerölligen Trails ratsam.

Bei den neuen Trailrunningschuhen spannt sich die Beinmuskulatur schon beim Anblick: Die motivieren stark zum Laufen. Schuhe, mit denen Sie auf den Trail können wie ein an der Leine zerrender Jagdhund. Die Eignungsprofile der hier ausgewählten 19 Schuhe sind höchst unterschiedlich. Ganz gleich, welchen Trail Sie laufen wollen: Es gibt garantiert einen passenden Schuh – ob für den Stadtpark, den Schlammlauf, den Geländelauf mit Flussdurchquerung oder die Schneepassage beim Alpentrail.

Jeder Schuh hat seine Stärken, die wir in Kategorien eingeteilt haben:

  • „Für den alpinen Einsatz und raues Gelände geeignet“: Die Schuhe taugen für alpines Gelände und auf losen Trails, wo es einerseits auf die Traktion der Außensohle, andererseits auf den Halt und den Schutz des Fußes im Schuh ankommt.
  • „Für befestigte Waldwege und Singletrails geeignet“:Diese Modelle haben eine besondere Gabe für Waldwege und Trails.
  • „Auch für gelegentliche Straßenläufe geeignet“: Diese Schuhe zählen zu der „SUV“-Fraktion unter den Trailschuhen: Ähnlich wie Geländewagen, die auf der Straße gefahren werden, taugen viele Trailschuhe auch für befestigte Wege. Und dann steigt die Vorfreude auf den Trail umso mehr.

Bei jedem Modell finden Sie die Kategorien, die zutreffen und ihr jeweiliges Einsatzspektrum unterstreichen. So erkennen Sie leichter, welche besondere Eignung sie für ein bestimmtes Terrain haben.

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