Adidas Ultraboost 21 Hersteller

Adidas Ultraboost 21 im Test

Noch mehr Boost Adidas Ultraboost 21 im Test

Der neue Adidas Ultraboost 21 wurde komplett überarbeitet und bietet 6 Prozent mehr Boost als sein Vorgänger. Wie er sich läuft, verraten wir in unserem ausführlichen Testbericht.

Hier bestellen: Männermodell (ab 180,00 €) oder Frauenmodell (ab 180,00 €)

Der Ultraboost ist der beliebteste Laufschuh von Adidas – doch das ist kein Grund für die Herzogenauracher den Schuh für dieses Jahr nicht komplett neu zu denken. Nachdem sich die 2020er-Version des Ultraboosts nur marginal von seinem Vorgänger unterschied, sind die Veränderungen bei der neuesten Version, dem Ultraboost 21, offensichtlich: mehr Boost, neues Obermaterial und überarbeitete Sohlenkonstruktion. Wir haben uns all die Veränderungen einmal im Detail angeschaut und verraten hier, wie sich der neue UB 21 läuft und für wen er geeignet ist.

Höher und breiter

Adidas Ultraboost 21
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Die Mittelsohle des Adidas Ultraboost 21 ist im Vergleich zum Vorgänger 10 Millimeter dicker.

Der Ultraboost 21 wirkt im Vergleich zu seinen Vorgängern wie auf Anabolika. Obwohl laut Datenblatt gerade mal sechs Prozent mehr Boost in der Mittelsohle stecken sollen, ist diese mit 30,5 Millimetern am Rückfuß und 20,5 Millimetern am Vorfuß rund ein Drittel höher als der UB 20 (22/12 Milllimeter). Die Sprengung, also der Höhenunterschied, bleibt mit 10 Millimetern unverändert. Beim Gewicht legt er in der Mustergröße US 9/EU 43 30 Gramm zu und wiegt nun 340 Gramm. Hat man den Ultraboost 21 am Fuß und betrachtet ihn von oben, baut er durch die neue Silhouette der Mittelsohle sowohl vorne als auch hinten breiter.

Komfortabler und nachhaltiger

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Die Passform des Adidas Ultraboost 21 ist trotz der wuchtigen Optik eher schmal.

Wo wir den Schuh schon am Fuß haben, fällt sofort der komplett überarbeitete Schaft auf, der dichter gestrickt scheint und sich enger an den Fuß schmiegt und noch etwas mehr Halt liefert, als dies bislang der Fall war. Die erwähnte breitere Silhouette spiegelt sich bei der Passform übrigens nicht wider, sondern ist allein auf die Mittelsohle zurückzuführen, die über das Obermaterial hinausgeht. Der Leisten des Ultraboost bleibt etwas für Läufer mit eher schmalen und normalbreiten Füßen. Zwar bietet das Strick-Obermaterial, Adidas bezeichnet es als Primeknit+, ausreichend Stretch, aber breiten Füßen könnte es im Ultraboost 21 ein wenig eng werden.

Adidas setzt auch beim UB21 auf Recyclingmaterial, welches Primeblue genannt wird. Rund drei Viertel des Textils besteht demnach Parley Ocean Plastic, also Plastikmüll, das aus dem Meer gefischt wurde.

Bei der Schnürsenkel-Befestigung gibt es das Comeback der Kunststoff-Version – eine Hommage an den Original-Ultraboost aus dem Jahr 2015, denn schon bei diesem Modell hielten die drei Streifen den Mittelfuß. Beim Ultraboost 21 gelingt dies hervorragend, obwohl das Obermaterial bei schmalen Füßen unter der Schnürung Falten bilden kann, die jedoch nicht wirklich stören.

Läufer, die unter Achillessehnenbeschwerden leiden, werden sich an der bekannten Gestaltung der zweigeteilten Fersenkappe erfreuen. „Die hochgezogene, weiche Aussparung nimmt bei mir jeglichen Druck von der schmerzempfindlichen Achillessehne“, sagt ein Tester, der dieses Design schon beim UB 20 zu schätzen wusste.

Schneller und stabiler

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Der neugeformte Fernsenbereich erleichtert gerade für Fersenläufer Landung und Abrollvorgang.

Die nächste große Optimierung betrifft die speziell im Fersenbereich neugeformte Mittelsohle und das LEP (Linear Energy Push) Torsion System, ein Kunststoffteil das unterhalb des Fußgewölbes bis zum Vorfuß zwischen Außen- und Mittelsohle liegt, und laut Adidas 15 Prozent mehr Steifheit im Vorfußbereich bringen und gleichzeitig mehr Energie in den Laufschritt zurückführen soll. In der Praxis ist der Ultraboost 21 merklich fester. Er bietet beim Abrollvorgang mehr Führung und Stabilität. Das Ergebnis ist ein komfortables Laufgefühl, dass sich je nach Läufertyp deutlich unterscheidet. Während Fersenläufer in den kompletten Genuss des Mehr an Boost-Dämpfung kommen, spüren Mittel- und Vorfußläufer vor allem die Energierückführung und den verbesserten Abdruck. „Der Schuh rollt eindeutig besser ab als die Vorgänger mit der flachen Fersenpartie“, berichtet eine Testläuferin, die wir als Fersenläuferin einordnen.

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Von unten erkennt man gut die neue Continental-Außensohle und das Torsion System (hier gelb).

Die Außensohle macht ihren Job, wie man es von den Continental-Sohlen, die Adidas seit Jahren in vielen Schuhen verbaut, kennt. Grip ist bei trockenen und nassen Bedingungen nie ein Thema. Auf der Straße, in Parks und im Wald muss man sich keine Sorge machen. Außerdem scheint sie nach den ersten Eindrücken gewohnt robust zu sein, was einige hundert Laufkilometer verspricht.

Fazit

Breiter, höher, schneller – so lässt sich der neue Adidas Ultraboost 21 beschreiben. Jede Version des Ultraboost hat es geschafft, ein besserer Laufschuh zu werden. War die Ursprungsversion noch mehr Sneaker als Laufschuh, ist die neueste Version ein erwachsener Laufschuh. Durch das Plus an Stabilität ist er nicht mehr eine Top-Wahl für Neutralschuhläufer, sondern auch eine gute Option für jene Läufer, die einen bequemen, leicht stabilisierenden Laufschuh suchen. Die 30 Gramm mehr stören nur auf dem Papier und bei schnellen Läufen – doch dafür ist der Ultraboost auch nicht gedacht. Der Adidas Ultraboost 21 ist die ideale Wahl für komfortable Dauerläufe.

Adidas Ultraboost 21 in Zahlen

Kategorie: Neutral- und Dämpfungsschuh
Gewicht: 340 g (Männerversion US-Größe 9)
Sprengung: 10 mm
UVP: 180 €
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