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Brooks Levitate 4 Hersteller

Brooks Levitate 5 im Test

Breiteres Einsatzgebiet durch neue Modellversion Brooks Levitate 5 im Test

Der Levitate gilt seit seiner Premiere als einer der komfortabelsten Brooks-Laufschuhe. Wir haben die neue 5. Version getestet

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Der Levitate rangiert gefühlt in der Luxuskategorie der Dämpfungsschuhe. Das liegt auch an der – schon bei den vergangenen Versionen eingesetzten – silbrig, schwarz oder hell schimmernden "DNA-Amp"-Mittelsohle und dem feinen, edel anmutenden Obermaterial; der Preis (170 Euro) tut seinen Teil dazu. Die Levitate-Auswahl ist allerdings etwas komplizierter geworden – vor dem Hintergrund einer einfacheren Produktaufstellung bei den Laufschuhen, die Brooks in diesem Jahr eingeführt hat. Den Levitate gibt es zunächst einmal in zwei Versionen, die sich in der Mittelsohlenstabilität unterscheiden. Da ist der neutral augelegte Levitate; und parallel gibt es den stabileren Levitate GTS, der ersetzt das Modell Bedlam, einen Stabilschuh, den es nicht länger gibt.

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Und dann gibt es noch je zwei Obermaterial-Versionen. Mithin gibt es vier Versionen des Levitate, den neutralen, den neutralen Stealthfit, den GTS und schließlich den GTS Stealthfit. – Übrigens: Das Kürzel GTS, das bislang (auch bei Brooks) für die Abkürzung Go-To-Shoe stand (und niemand wirklich erklären konnte, was das heißt), steht jetzt beim Levitate für Go-To-Support. So viel zur Verwirrung.

Skinny – statt loose fit

Auffälligste Neuerung beim Levitate: Das neue Stealthfit-Obermaterial. So weich, wie es schon auf dem Foto aussieht, so fühlt es sich auch an, wenn man den Schuh aus dem Karton nimmt. Funktionell entscheidender ist aber die Stretch-Eigenschaft des Materials. Es sorgt nämlich für eine flexible Passform: „StealthFit“ steht für eine anpassungsfähige, eng am Fuß anliegende Passform mit Stretch und Kompression, die den Bewegungen des Fußes folgt. Vergleichbar ist das etwa mit einer eng anliegenden skinny Jeans – im Gegensatz zu einem loose fit. Das Fit-Knit-Obermaterial der Stealthfit-Version sorgt für eine nahtlosere Struktur, verspricht Brooks – und das wird im Test voll bestätigt. Ein Vorteil bei der Atmungsaktivität, wie der Hersteller verspricht, ist dagegen nicht direkt fühlbar, wobei das Obermaterial sehr guten Temperaturaustausch bietet, auch an warmen Tagen; „allerdings wird der Schuh nach langen Läufen innen recht feucht“, beobachtete ein Testläufer, „der Schuh muss anschließend gut gelüftet gelagert werden.“ Auffällig ist bei der Anprobe die integrierte Lasche. Sie sorgt für eine gute Passform – anfängliche Zweifel, dass der Schuh im Mittelfußbereich zu eng sitzt, verfliegen schnell, jedenfalls bei schmalem bis mittelbreitem Fuß. Auch an der Ferse ist der Schuhkragen sehr weit hochgezogen. Das ist jedoch kein Problem, solange zwischen Schuh und Achillessehne noch die Socke sitzt – aber Vorsicht bei „no-show“-Socken, da kann es zu Reibepunkten kommen!

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Die Mittelsohle besteht, wie schon beim Vorgänger, aus "DNA Amp"- Mittelsohlenmaterial und passt wunderbar zu der Normalschuh- und Neutral-Charakteristik. Das mit winzigen Luftbläschen durchsetzte Polyurethane-Material bietet sanfte Energierückgabe und vor allem ein sehr weiches Abrollgefühl. Dies sorgt für vor allem auszeichnet, ist ein sehr hohen Komfort bei ruhigem Trainingstempo und schafft eine willkommene Abwechslung zu den sehr reaktiven Superschäumen und Carbonplatten-Schuhen. Ein Testläufer drückte es so aus: "Im Levitate fühlt der Fuß, was der Boden sagt." Der Levitate hat keine Rocker-Konstruktion und keine Carbonplatte und sorgt somit für ein sehr direktes Laufgefühl.

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Die Damenversion des Levitate 5 Stealthfit

Sicherer Abrollvorgang auch ohne Guiderail

Gleichzeitig bietet auch die normale Levitate-Version – also nicht der Levitate GTS, der mit seinem Guiderail-System 25 Gramm (Männerversion) mehr wiegt – bereits einen durchaus stabilen Abrollkomfort: Grund ist die breite Plattform der Sohlenkonstruktion. Der gesamte Fuß hat eine breite Standfläche, auch im Vorfußbereich bietet der Schuh dem Fuß viel Platz und damit einen natürlichen Halt.

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Außensohle des Levitate 5 mit pfeilförmigem Profil

Die profilierte Außensohle beschreibt ein pfeilförmiges Muster, und sie liebt Asphalt wenn er trocken ist, alles andere nicht so sehr. Bei Nässe kann sie etwas rutschig werden. Für Trails ist sie nicht ausgelegt. Dafür bietet sie aber sehr gute Flexibilität, gerade in der Abstoßphase; man kann gut mal einen Zwischen- oder Endspurt einlegen.

Fazit: Mit dem Fit-Knit-Upper der Stealth Version, das sich sehr schlank um den Fuß schmiegt, bekommt der Levitate eine neue Charakteristik: Er wird schneller, fühlt sich schlanker an. Der Levitate 5 fühlt sich damit mehr wie eine Hülle um den Fuß an als ein Schuh, der an den Fuß gebunden ist. Damit passt das „Fit-Knit“-Obermaterial hervorragend zu dieser flexiblen, weichen Mittelsohle mit ihrem dennoch direkten Laufgefühl – darin liegt auch der große Unterschied zu den Brooks-Modellen Ghost oder Glycerin. Wer einen stabileren Schuh sucht, sollte den Levitate Stealthfit GTS probieren. Für Läuferinnen und Läufer mit normalem Abrollverhalten und normal breitem Fuß aber ist der Levitate Stealthfit die Empfehlung der RUNNER’S WORLD-Testredaktion. Vor allem auf festem Untergrund wie Asphalt fühlt sich der Schuh dynamisch und direkt an – übrigens auch für etwas schwerere Läuferinnen und Läufer.

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Kategorie: Neutraler Trainingsschuh / Dämpfungsschuh

  • Gewicht: 290 g (Männerversion US 9) / 270 g (Frauenversion US 8)
  • Sprengung:  8 Millimeter
  • Preis: 170 Euro
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