Ein unverzichtbares Kleidungsstück im Sommer – das ist ganz klar die Laufshorts. Für einige sogar das ganze Jahr, gibt es doch genug Hartgesottene, die scheinbar zu jeder Jahreszeit in kurzer Kleidung unterwegs sind. Warum auch nicht? Schließlich bieten Shorts durch den kurzen Schnitt und die meist lockere Passform viel Bewegungsfreiheit. In der Masse der Angebote ist es gar nicht so leicht, ein geeignetes Modell zu finden. Wir haben aktuelle Modelle verglichen und getestet. Die Ergebnisse gibts in diesem Artikel.
Zuerst findest du kurz und knapp vorgestellt die Lieblings-Shorts der Redaktion, anschließend alle Shorts mit detaillierten Testberichten. Abschließend liest du in diesem Artikel noch eine ausführliche Kaufberatung.
Die besten Laufshorts 2026 im Überblick
Unsere Testsieger für Frauen
Bequemer Allrounder: Lululemon fast and free Shorts (hier bestellen) – wunderbar luftige und bequeme Split-Shorts; ideal, wenn es richtig warm ist. Bietet mit drei Taschen außerdem Platz für Kleinigkeiten.
Fürs Gelände: On Trailshorts (Frauenmodell/Männermodell) – eine gute Shorts für Sommerläufe auf dem Trail. Mit vielseitiger Taschenlösung bietet sie ausreichend Stauraum und trägt sich sehr angenehm.
Die Nachhaltige: Ecoelio – ein sehr komfortables, nachhaltig hergestelltes Modell, für bewussten und zeitgleich bequemen Konsum.
Unsere Testsieger für Herren
Bequemer Allrounder: Adidas Adi365 Breeze Shorts (hier bestellen) – ein Top-Modell mit super Funktionalität und Passform für maximalen Laufspaß im Sommer.
Fürs Gelände: Kiprun Laufshorts 2-in-1 Trailrunning Run Ultra 900 (hier bestellen) – Kiprun liefert eine ausgefeilte Shorts für alle Einsatzzwecke beim Laufen.
Die Nachhaltige: Norrona Senja Flex1 5‘‘ Shorts (Frauenmodell/Männermodell ) – die Shorts überzeugt vor allem mit ihrem durchdachten Taschensystem, dem funktionellen Trail-Design und einem angenehm flexiblen Material für lange Einheiten im Gelände.
Die aktuellen Laufshorts im ausführlichen Test
Worauf sollte man beim Kauf von Laufshorts achten?
Je nach Art des Trainings, persönlichen Vorlieben und Wetterbedingungen brauchst du ein Modell, das am besten zu dir passt. Unabhängig von unseren Favoriten kann für dich eine ganz andere Hose das Rennen machen. Worauf du beim Kauf auf jeden Fall achten solltest, zeigt dir die folgende Liste.
Material
Damit Laufshorts wenig wiegen, atmungsaktiv bleiben und schnelltrocknend sind, bestehen sie meist aus klassischen Funktionsmaterialien wie Polyester und Nylon. Ein Elastan-Anteil deutet auf besonders dehnbares Material hin. Beachte, dass die Materialzusammensetzung an sich nicht unbedingt etwas über das Tragegefühl verraten muss – so kommt es auch auf die Dicke des Materials an, und an welchen Stellen welcher Stoff eingesetzt wird.
Passform
Die wohl größten Unterschiede beim Vergleich von Laufshorts ergeben sich in der Passform. Die meisten Modelle sitzen etwas lockerer, was viel Luft an die Beine lässt und gerade im Sommer angenehm ist. Viele Shorts haben jedoch eine engere Innenhose, die direkt auf der Haut aufliegt. Solche Modelle sind besonders empfehlenswert für längere Läufe oder für Läuferinnen und Läufer, die zu wunden Stellen an den Oberschenkeln neigen.
Mit oder ohne Innenhose?
Viele Shorts haben wie schon erwähnt eine engere Innenhose, die direkt auf der Haut aufliegt. Achte bei Shorts mit Innenhose darauf, dass das innere Material weder einschneidet noch zu lose auf den Beinen aufliegt. Das Material sollte auch nicht kratzen. Die Verarbeitung ist entscheidend: Sind die Nähte ordentlich und flach genäht oder sogar geklebt, sodass gar keine Naht mehr spürbar ist?
Der Bund
Auch der richtige Bund ist für den Laufkomfort entscheidend. Er sollte die richtige Breite haben. Besonders wenn er zu eng ist oder sogar einschneidet, kann das Lauferlebnis schnell zur Qual werden. Wenn die Hose jedoch während des Intervalls herunterrutscht, ist das auch nicht optimal. Viele Modelle verfügen dafür über ein kleines Band oder eine Kordel, an der man bei Bedarf nachjustieren kann. Einige Läuferinnen und Läufer empfinden einen breiten, elastischen Bund als angenehm. Dabei ist es dir überlassen, ob du diesen eher etwas höher, über der Hüfte, oder in einer tiefer sitzenden Variante bevorzugst.
Stauraum
Handy, Schlüssel, gegebenenfalls das Portemonnaie – es gibt so einiges, was uns auf der Laufrunde begleitet. Praktisch, wenn die Shorts genug Stauraum bieten. Ob am Bund oder am Bein, die meisten Modelle verfügen über eingenähte Taschen, in denen sich alles rutschsicher unterbringen lässt. So kannst du auch auf einen zusätzlichen Laufgürtel oder eine Armtasche verzichten. Nimm daher deine neue Hose genau unter die Lupe: wo bietet sie Platz für deine Essentials?
Reflektoren & Sichtbarkeit
Wenn du häufig im Dunkeln auf der Straße läufst, sind reflektierende Details wichtig. Zwar ist es im Sommer lange hell, für alle Nachteulen bieten Reflektoren jedoch Sicherheit im Training. Wie wichtig dir dieses kleine Extra ist, musst du mit Blick auf deinen Trainingsplan entscheiden.
Nachhaltigkeit
Laufshorts verfügen zwar über kein Bio-Siegel oder Ähnliches, lassen sich aber auch in nachhaltige und weniger nachhaltige Modelle unterteilen. Wenn dir dieses Kriterium wichtig ist, achte auf Logos wie das bluesign, Öko-Tex oder GOTS. Außerdem kannst du auf kleinere, transparentere Hersteller zurückgreifen.
Laufshorts oder Lauftights: Was ist besser?
Besser oder schlechter ist in diesem Vergleich schwer zu entscheiden. Es handelt sich um eine ganz andere Passform. Neben der Tatsache, dass einigen die eine Hose zu weit oder die andere zu eng ist, kann auch der Einsatzzweck entscheiden. Auf besonders langen Läufen ist es meist angenehmer, eine enge Tight zu wählen, um dem Risiko zu entgehen, dass die Oberschenkel mit der Zeit aneinanderreiben. Zwar gibt es auch Shorts-Modelle, die eine kurze Tight inkludieren, jedoch flattert dann trotzdem darüber noch ein Stück Stoff. Auf der anderen Seite sind lockere Laufshorts luftiger und die Beine kommen an heißen Tagen weniger ins Schwitzen. In Sachen Stauraum und Funktion nehmen sich gute Modelle wiederum nicht viel.
Es macht in jedem Fall Sinn, beide Passformen einmal anzuprobieren und nach dem eigenen Komfort zu entscheiden. Vielleicht besorgst du dir sogar jeweils ein Modell für verschiedene Trainingseinsätze und Witterungen. Einen Überblick über die besten kurzen Tights findest du in unserem Tight-Test für Läufer.
Ab welcher Temperatur kann man mit Laufshorts laufen?
Darauf gibt es eine einfache Antwort: Dann, wenn du dich danach fühlst. Wie eingangs erwähnt gibt es sogar einige, die das ganze Jahr über in kurzer Hose rausgehen – die Beine frieren ja schließlich nicht. Allgemein gilt, dass du dich fürs Laufen immer so anziehst, als wäre es 10 Grad wärmer. Das bedeutet, bei eisigen Temperaturen um die 0 Grad, die Kleiderauswahl so zu treffen, als würdest du bei 10 Grad auf einen entspannten Spaziergang gehen. Dies gilt als grobe Orientierung, letztlich ist es natürlich auch von deinem Kälteempfinden und Faktoren wie Windstärke oder Regen abhängig. In Kombination mit einem Longsleeve oder einer wasserdichten Jacke kannst du die kurze Hose jedoch bei vielen Wetterbedingungen tragen.
Laufshorts
Eine gute Laufshorts muss nicht zwangsläufig teuer sein, die Preise unterscheiden sich jedoch je nach Material, Ausstattung und Marke deutlich. Einfache Modelle für gelegentliche Läufe gibt es oft bereits ab etwa 20 bis 40 Euro. Hochwertigere Shorts mit technischen Materialien, integrierten Innentights, mehreren Taschen oder speziellen Features für Trailrunning liegen häufig zwischen 60 und 100 Euro. Besonders Premium- oder Trailrunning-Modelle können auch darüber hinausgehen. Entscheidend ist weniger der Preis allein, sondern ob Passform, Komfort und Funktionalität zum eigenen Laufstil passen.
Klassische kurze Laufshorts werden im Winter seltener getragen, dennoch gibt es Modelle, die speziell auf kühlere Bedingungen ausgelegt sind. Winter-Laufshorts bestehen häufig aus etwas dichterem, windabweisendem Material und werden oft mit längeren Tights kombiniert getragen. Manche Modelle verfügen zusätzlich über wasserabweisende Eigenschaften oder einen besonders schützenden Bund. Für viele Läuferinnen und Läufer sind im Winter allerdings lange Lauftights die praktischere Wahl. Wer dennoch Shorts tragen möchte, greift häufig zu robusteren Trail- oder Hybridmodellen mit etwas mehr Wetterschutz.
Wie lange eine Laufshorts hält, hängt vor allem von Materialqualität, Nutzungshäufigkeit und Pflege ab. Hochwertige Modelle können bei regelmäßiger Nutzung problemlos mehrere Jahre halten. Besonders beansprucht werden meist der Bund, die Innentight und stark belastete Nähte. Wichtig ist, die Shorts möglichst schonend zu waschen und auf den Trockner zu verzichten, damit Elastizität und Funktionsmaterialien erhalten bleiben. Wer mehrere Laufshorts im Wechsel nutzt, kann ihre Lebensdauer zusätzlich verlängern.





