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Laufen am Morgen soll gelernt sein So werden Sie zum Frühaufsteher

Morgenmuffel aufgepasst! Mit diesen Tipps kommen Sie morgens viel leichter aus dem Bett und rein in die Laufschuhe.

Für alle, die eher Nachteulen sind und nicht gern früh aufstehen, kommt hier die gute Nachricht: Man kann das lernen – sagt zumindest Schlafexperte und Arzt James Mojica. „Der Körper ist sehr anpassungsfähig. Das gilt auch für frühes Aufstehen und morgendliche Laufbelastungen“, sagt Mojica, der selbst viermal pro Woche morgens läuft. Aber beachten Sie folgende sechs Punkte, bevor Sie den Wecker früher stellen.

Vor- und Nachteile abwägen

Das frühe Laufen würde eigentlich gut in Ihren Tagesplan passen, aber Sie können sich nicht dazu motivieren? Dann erstellen Sie doch mal eine Checkliste, auf der Sie Vor- und Nachteile notieren. Auf der Plus-Seite steht vermutlich: Was erledigt ist, ist erledigt; ein toller Energieschub für den ganzen Tag; ich gewinne am Abend Zeit für Familie und Freunde … Auf der Minus-Seite steht: Ich muss abends früher ins Bett; ich muss morgens früher aus dem Bett; ich kann morgens nicht schnell laufen. „Bei einer ehrlichen Abwägung werden die allermeisten Menschen zum Schluss kommen, dass die Vorteile schwerer wiegen als die Nachteile“, sagt Mojica.

Stimmen Sie die Tagesplanung ab

Sie verlassen das Haus gewöhnlich morgens um acht? Wenn Sie nun plötzlich vorher laufen gehen (statt abends), muss alles, was Sie bislang vor der Arbeit getan haben, umorganisiert werden. Kinder wecken, Brötchen holen, frühstücken – all das funktioniert nicht mehr ohne die Hilfe und das Verständnis Ihrer Mitbewohner – es sei denn, Sie wohnen allein. Sie müssen also alle, die von Ihrem neuen Tagesablauf betroffen sind, in Ihre Pläne einweihen. Besprechen Sie Vor- und Nachteile und planen Sie gemeinsam die Organisation jener Tage, an denen Sie morgens laufen.

Suchen Sie sich Unterstützung

Zu zweit fällt vieles leichter. Suchen Sie sich vor allem für die ersten Wochen einen Mitläufer. Zugegeben, das ist nicht so einfach. Aber sind Sie erst mal fündig geworden, dann wissen Sie, dass da draußen jemand auf Sie wartet. Außerdem fällt das Aufstehen – gerade an Schlechtwettertagen – auf einmal sehr viel leichter. Um einen Mitläufer dazu zu motivieren, es Ihnen gleichzutun, reicht es ja vielleicht schon aus, im Lauftreff und unter den Lauffreunden eine Kopie dieses Artikels zu verteilen. Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Der Laufpartner in spe sollte allerdings in der Nachbarschaft wohnen, denn morgens werden Sie kaum die Zeit haben, noch zu einem weit entfernten Treffpunkt und anschließend zum Duschen wieder nach Hause zu fahren. Oder Sie nehmen einfach Ihren Hund mit.

Wählen Sie eine geeignete Strecke

Aus dem Bett zu kommen, ist nicht die einzige Herausforderung am frühen Morgen. Es gibt weitere – etwa, die richtige Laufstrecke zu finden. Was abends um 18 Uhr perfekt passt, ist morgens nicht unbedingt geeignet. Betrachten Sie Ihre Stammrunde mit den Augen eines Frühaufstehers: Gibt es morgens genug Licht, passen Straßenbelag und Streckenprofil? Oder andersrum: Können Sie morgens vielleicht endlich die Runden drehen, die Sie schon immer laufen wollten, die abends aber wenig sinnvoll erschienen, zum Beispiel wegen der Verkehrssituation? So manch bevorzugte Abendrunde wird frühmorgens von vierbeinigen Freunden und deren Frauchen oder Herrchen bevölkert, und manche Abendrunde, die regelmäßig im Feierabendverkehr erstickt, ist morgens komplett abgasfrei. Spielen Sie verschiedene Optionen im Kopf durch und probieren diese auch mal aus. Hinterlassen Sie aber bitte, bevor Sie neue Strecken testen, bei jemandem einen Hinweis darauf, wo Sie unterwegs sind, falls Ihnen etwas zustößt.

Wählen Sie das richtige Lauf-Outfit

Um fünf oder sechs Uhr früh herrschen, gerade im Sommer, nicht die gleichen Temperaturen wie abends um 17 oder 18 Uhr. Auch an heißen Sommertagen kann es morgens noch sehr kühl sein. Ziehen Sie daher lieber eine Schicht mehr an, als Sie es sonst zu der Jahreszeit gewohnt sind. Und auch der Zustand der Wege kann morgens ein anderer sein als abends, vor allem, wenn Sie gern im Gelände laufen. Der Morgentau macht so manchen Weg, der an Sommerabenden knochentrocken ist, feucht und rutschig.

Kreieren Sie ein Mantra

Ein bisschen Voodoo-Zauber kann beim Aufstehen sehr hilfreich sein, sagt der Psychologe Ralf Klinkicht: „Verknüpfen Sie Ihr Projekt mit einem Wahlspruch, den Sie morgens beim Kampf mit dem Schweinehund mantraartig wiederholen.“ Beispiel: Eine kleine Überwindung jetzt schenkt mir ein gutes Gefühl für den ganzen Tag.

Fazit: Der perfekte Start in den Tag

Den Tag mit ein paar Laufkilometern zu starten, kann auch für Sie der perfekte Start in den Tag sein. Dass dies gelingt und sie morgens wirklich früher aus dem Bett kommen, gilt es etwa die Strecke richtig zu planen und das passende Lauf-Outfit zu wählen. Wenn Sie dann noch von Ihrem Laufpartner begleitet werden, kann kaum noch was schiefgehen.

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