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Garmin Forerunner 955 RUNNER'S WORLD

Garmin Forerunner 955 im Test

Top-Multisportuhr Garmin Forerunner 955 im Test

Garmin hat das Nachfolgemodell der beliebten Forerunner 945 auf den Markt gebracht: die Forerunner 955. Wir haben sie ausgiebig getestet und verraten, was sie Neues kann und für wen sie geeignet ist.

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Drei Jahre lang war die Garmin Forerunner 945 meine treue Begleiterin im Alltag und beim Sport. Sie war meine Lieblingsuhr und konnte wirklich alles, was ich so brauchte – und mehr. Nun hat Garmin im Sommer 2022 die neue Forerunner 955 auf den Markt gebracht. Was sie Neues kann, für wen sie geeignet ist und ob sie Lieblingsuhr-Potenzial hat, verrate ich in diesem Testbericht.

Die Garmin Forerunner 955 kann alles, was die FR 945 (FR steht kurz für Forerunner) auch kann – aber natürlich hat Garmin die vergangenen drei Jahre genutzt und das Top-Multisport-Modell weiterentwickelt. Die wichtigsten Einschätzungen zum Garmin Forerunner 955 fasse ich hier vorab schon einmal übersichtlich zusammen:

+ enormer Funktionsumfang
+ lange Akkulaufzeit
+ intuitive Bedienung
+ tolle Kartennavigation
+ tiefgreifende Analysefunktionen
+ nachvollziehbare Schlafauswertung
+ sinnvolle Trainingsempfehlungen
+ praktische Lifestyle-Funktionen (kabelloses Musikhören und bargeldloses Bezahlen)

Welche Neuerungen bietet die Garmin Forerunner 955?

Auf den ersten Blick kann man die neue Forerunner 955 mit der alten Forerunner 945 verwechseln. Optik und Abmessungen sind nahezu identisch. Das robuste Kunststoffgehäuse hat einen Durchmesser von 46,5 Millimeter (minus 0,5 Millimeter) und eine Höhe von 14,4 Millimeter (plus 0,7 Millimeter). Die Uhr ist nach wie vor kompakt und wirkt auch an schmalen Handgelenken nicht überdimensioniert. Beim Gewicht hat die FR 955 von 50 Gramm auf 52 Gramm beziehungsweise 53 Gramm bei der Solar-Version marginal zugelegt. Das Farbdisplay löst nun mit 20 Pixeln mehr (260 x 260) auf.

Garmin Forerunner 955
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Genau wie die Garmin Fenix-7-Reihe und die Garmin Epix verfügt nun auch die Forerunner 955 über ein Touchdisplay.

Garmin hat der Forerunner 955 viele neue Sensoren und Funktionen spendiert. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Daher nenne ich hier nur jene Punkte, von denen ich glaube, dass sie für Läuferinnen und Läufer am wichtigsten sind:

  • Solar: Etwas, was seit Jahren in manchen Garmin Fenix-Modellen verbreitet ist, gibt es nun auch optional bei der Forerunner 955: ein Solarpanel, das Sonnenlicht in Energie umwandelt und somit die Akkulaufzeit um einige Stunden erhöht. Die Funktion ist nicht dafür gedacht, die Uhr aufzuladen, aber an einem sonnigen Tag ist es durchaus möglich, mehr Energie aufzunehmen als zu verbrauchen und so die Akkulaufzeit theoretisch in die Unendlichkeit zu treiben – wie gesagt: theoretisch. Mit Solar kostet die Uhr 100 Euro mehr.
  • Touchscreen: Neben fünf Knöpfen spendiert Garmin der FR 955 nun erstmal einen Touchscreen, sodass sich die Uhr nun auch mit Wischen und Drücken bedienen lässt. Ich, der Touchscreens bei Uhren wegen der fehlenden Rückmeldung eher kritisch gegenüberstehe, muss gestehen: Der Touchscreen reagiert sehr zuverlässig und hat in manchen Situationen, wie etwa beim Navigieren, sogar seine Vorteile – mehr dazu weiter unten. Und wenn man möchte, kann man die Funktion auch ganz einfach ausschalten.
  • Multi-Frequenz- bzw. Multi-Band-Modus: Anstatt nur eine Frequenz der Navigationssatelliten (GPS, GLONASS und Galileo) zu nutzen, empfängt die Uhr im Multi-Band-Modus mehrere Frequenzen gleichzeitig, was unter schwierigen Bedingungen zu deutlich besseren Messergebnissen führt. Aufzeichnungsfehler gab es so während meines Tests nicht.
  • Leistungs- bzw. Wattmessung: Was bei einigen Coros- und Polar-Modellen bereits verbreitet ist, steckt nun auch in dieser Forerunner 955. Anders als etwa die Herzfrequenz oder die Pace sind die Werte aber nicht absolut. Bedeutet: Beim selben Lauf kann es vorkommen, dass Garmin beispielsweise 350 Watt und Polar 270 Watt angibt. Die Wattwerte sind also nicht miteinander zu vergleichen, weil sie nicht wirklich gemessen werden, sondern nur mithilfe von Algorithmen errechnet werden. Ich selbst nutze die Metrik beim Laufen nicht. Falls Sie an dem Thema interessiert sind, empfehle ich diesen Artikel: Wattmessung beim Laufen.
  • Morning Report: Jeden Morgen nach dem Aufwachen verrät die Uhr, wie lange und erholsam der Schlaf war. Zudem präsentiert die Uhr eine Übersicht über den aktuellen Erholungs- und Belastungsstatus und macht Trainingsvorschläge, die zur individuellen Verfassung passen. Ein Feature, das überraschend gut funktioniert.
  • Trainingsbereitschaft: Von 0 bis 100 gibt dieser Wert an, ob Sie bereit für hartes Training sind oder sich lieber ausruhen sollten.
  • Herzfrequenzvariabilität: Dieser Messwert, auch Herzratenvariabilität (HRV) genannt, sagt viel darüber aus, wie es um die allgemeine Leistungsfähigkeit des Körpers steht, wie groß seine Fähigkeit zur Erholung ist und ob Sie trainieren oder sich ausruhen sollten. Sie verrät auch, ob Sie zurzeit ganz gesund oder gestresst sind. Die Uhr ermittelt diesen Wert nun endlich ohne Brustgurt direkt am Handgelenk und zeichnet ihn auch nachts, während des Schlafes, auf.
  • Stamina: Um eine Überanstrengung zu vermeiden, gibt die Uhr beim Laufen und Radfahren Auskunft über Ihre verbleibende Energie. Im Prinzip erkennt sie, ob man gerade über der aerob-anaeroben Schwelle läuft. Strengt man sich zu sehr an, fällt der aktuelle Stamina-Wert recht schnell ab, erholt sich aber, sobald die Schwelle wieder unterschritten wird. Für lange Rennen kann diese Funktion durchaus sinnvoll sein.

Es gibt noch deutlich mehr Funktionen. Für einen kompletten Überblick empfehle ich einen Blick auf die Garmin-Webseite.

Was kann die Garmin Forerunner 955 besonders gut?

Schon immer lag der Fokus der Forerunner-Modelle auf Analyse und Anleitung. Bei der neuen FR 955 sammeln noch mehr Sensoren noch mehr Daten. Und noch cleverere Algorithmen sollen noch cleverere Rückmeldungen bieten, um den Sportlerinnen und Sportlern zu verraten, wie fit sie sind, wie sie trainieren sollten, ob sie ausreichend schlafen, ...

Garmin Forerunner 955
In der Smartphone-App Garmin Connect laufen alle Daten zusammen.

In kleinen Anwendungen (Widgets) fasst die Uhr all das übersichtlich zusammen – natürlich gibt's alle Infos auch in der dazugehörigen Smartphone-App Garmin-Connect. Nach einem langen Lauf und einer kurzen Nacht gibt die Uhr beispielsweise eine geringe Trainingsbereitschaft an. Für mein Empfinden sind die Aussagen durchaus hilfreich und vor allem nachvollziehbar. In Kombination mit dem eigenen Körpergefühl hat man so quasi einen Coach am Handgelenk, der viele wichtige Einblicke in den eigenen Körper gibt.

Wichtig: Bis sich all die Werte eingependelt haben und die Uhr vernünftige Aussagen treffen kann, vergehen etwa zwei Wochen, in denen Sie die Uhr möglichst durchgängig tragen sollten. Da vor allem der Schlaf und die dabei ermittelte Herzfrequenzvariabilität eine Rolle für die Bewertung der individuellen Belastung und Erholung spielt, sollten Sie die Uhr auch nachts tragen, was dank des bequemen Armbands und der kompakten Gehäusegröße nicht nervig ist.

Wie genau ist die GPS-Messung?

Auch wenn wir oft einfach von GPS-Uhren sprechen, nutzen die meisten modernen Sportuhren und Smartwatches zur Aktivitätsaufzeichnung neben US-amerikanischen GPS-Satelliten noch weitere Navigationssatellitensysteme, wie etwa das europäische Galileo, das russische GLONASS und das chinesische Beidou. Die Signale mehrerer Systeme zur Standortbestimmung zu verwenden, hat den Vorteil, dass mehr Daten zur Verfügung stehen und es kein Problem ist, sollte das Signal eines oder auch mehrerer Satelliten gestört sein. Die FR955 nutzt entweder nur GPS oder die Signale von GPS, GLONASS und Galileo kombiniert.

Selbst im Gebirge dicht an Felsen hatte die Garmin Forerunner 955 keine Probleme mit der Streckenaufzeichnung.

Die meisten Uhren ermitteln die aktuelle Pace, die absolvierte Distanz und die zurückgelegte Strecke sehr zuverlässig. Probleme, in Form von Sprüngen oder Aussetzern, bei denen das Satellitensignal nicht klar empfangen werden kann, können aber in dicht bebauten Gebieten mit höheren Häusern, im Wald mit dichtem Blätterwerk und im Gebirge mit hohen Felsen immer wieder mal auftreten.

Wie bereits im Test der Fenix-7-Reihe und der Epix, zeigte sich der normale GPS-Modus bei der Forerunner 955 als sehr zuverlässig. Fehler, in Form von kleinen Sprüngen bei der Aufzeichnung oder nicht exakt gemessen Kurven, kommen sehr selten vor. Noch genauer ist der Multi-Band-Modus, bei dem die Uhr alle drei Satellitensysteme (GPS, GLONASS und Galileo) auf mehreren Frequenzen nutzt. Im Multi-Band-Modus sind selbst kleinste Serpentinen direkt an steilen Felswänden und schmale Pfade durch enge Schluchten kein Problem.

Wie genau ist die optische Herzfrequenzmessung?

Garmin Forerunner 955
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Der optische Herzfrequenzsensor der Garmin Forerunner 955 soll auch die Sauerstoffsättigung des Blutes messen, was im Test aber nicht zuverlässig funktionierte.

Die Ermittlung verlässlicher Herzfrequenzwerte ist wichtig, damit die Uhr den Trainingseffekt und den Leistungszustand korrekt ermitteln kann. Ungenaue Messwerte führen dazu, dass die Algorithmen eine falsche Bewertungsgrundlage haben. Da zu viele Faktoren die optische Herzfrequenzmessung beeinflussen – Hautfarbe, Körperbehaarung, Passform/Sitz, Schweiß –, raten wir grundsätzlich dazu, mit einem Brustgurt zu trainieren. Pulsgurte können mittels ANT+ oder Bluetooth gekoppelt werden.

Trotz dieses grundsätzlichen Hinweises muss ich zugeben, dass die FR 955 einen soliden Job bei der optischen Pulsmessung macht. Im Alltag sind die ermittelten Werte verlässlich. Auch beim Laufen lieferte der optische Herzfrequenzsensor meist nachvollziehbare Werte. Als Referenz habe ich die FR 945 mit Brustgurt getragen. Meist kam es nur zu geringen Abweichungen von ein bis fünf Schlägen. Auch bei instensiveren Einheiten und wechselnder Belastung folgte die Herzfrequenzkurve des optischen Sensors ziemlich genau der des Pulsgurtes. Gerade im Durchschnitt war die Abweichung vernachlässigbar.

Bei der Messung der Sauerstoffsättigung sieht die Sache anders aus. Bei mehreren Messungen direkt hintereinander schwankte der angegebene Wert zwischen 99 und 95 Prozent – klingt wenig, ist aber ein enormer Unterschied, weist eine Sauerstoffsättigung von 95 Prozent doch schon auf ein Problem bei der Sauerstoffversorgung hin. Wieso Garmin überhaupt ein Pulsoximeter verbaut? Grundsätzlich kann die Sauerstoffsättigung zeigen, ob man bereits an die Höhe angepasst ist. Ein entsprechendes Widget gibt es auch. Wer etwa im Höhentrainingslager ist, soll so erfahren, an welche Höhe er oder sie bereits akklimatisiert ist. Da die Messwerte aber so schwanken, ist mein Tipp: Pulsoximeter ausschalten – das verlängert auch die Akkulaufzeit.

Wie gut ist die Kartenvavigation?

Viele Uhren haben eine Navigationsfunktion. Meist folgt man dabei einfach einem Strich und/oder kleinen Pfeilen. Deutlich weniger Modelle verfügen über vollwertiges Kartenmaterial. Um genau zu sein, sind es lediglich ein paar Uhren von Garmin und Coros. Bei Garmin konnte man sich bereits vor Jahren mit Modellen der Fenix-5-Reihe sowie der Forerunner 945 beim Navigieren den Weg auf einer Karte anzeigen lassen. Das hat gegenüber der Wurmnavigation den großen Vorteil, dass man an einer Abzweigung mit mehreren Wegen weiß, wo es wirklich lang geht.

Die Garmin Forerunner 955 verfügt über verschiedene vorinstallierte Karten – weitere können heruntergeladen werden –, deren Detailgrad direkt an der Uhr eingestellt werden kann. Straßen, Wege, Felder, Wälder und Gewässer werden in unterschiedlichen Farben dargestellt. Selbst schmale Trampelpfade im Wald sind in der Regel eingezeichnet. Top: Konnte man bei der FR 945 die Karte nur mittels Knöpfen verschieben und vergrößen oder verkleinern, klappt das nun mit dem Finger auf dem Display – hier ist der Touchscreen wirklich nützlich.

Garmin Forerunner 955
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Die Garmin Forerunner 955 bietet Offline-Kartenmaterial an, womit die Navigation deutlich vereinfacht wird.

Routen können ganz leicht in der Garmin-Connect-App erstellt oder als Gpx-Datei in diese übertragen werden. Zudem können Sie Drittanbieter-Apps wie Strava, Komoot und anderen Dienste direkt mit Garmin Connect verknüpfen, sodass Routen mit wenigen Klicks auf der Uhr landen. Ebenfalls ist es möglich, die Uhr mittels USB-Kabel, welches auch zum Aufladen des Akkus verwendet wird, an den Computer anzuschließend und die Routen-Datei auf die Uhr zu kopieren.

Ein weiteres Highlight ist die Routing-Funktion. Hierbei werden Strecken fürs Laufen und Radfahren direkt auf der Uhr erstellt, ohne vorab einen Track auf die Uhr geladen zu haben. Praktisch ist dabei der Round-Trip-Modus: Man gibt an, wie lang die Strecke sein soll und die Uhr berechnet mehrere Streckenvorschläge, von denen man anschließend einen nachlaufen oder auch -fahren kann.

Wie lange ist die Akkulaufzeit?

Je nachdem, welche Funktionen Sie nutzen und welche Einstellungen Sie wählen, soll der Akku der Garmin Forerunner 955 bis zu 42 Stunden genaue Aktivitätsaufzeichnung ermöglichen. Beim Solar-Modell verspricht Garmin sogar 49 Stunden. Im genauesten Modus, also mit Multi-Band-Modus und allen Satellitensystemen, sind 20 Stunden (Solar: 22 Stunden) Aktivität möglich.

Hier versprochene Aufzeichnungsdauer der Garmin Forerunner 955 je nach Einstellungen:

Die versprochenen Aufzeichnungsdauer der Garmin Forerunner 955 je nach Einstellungen

  ohne Solar mit Solar*
GPS 42 Stunden 49 Stunden
GPS, GLONASS und Galileo + Multi-Band 20 Stunden 22 Stunden
GPS, GLONASS und Galileo + Multi-Band + Musik 8,5 Stunden  
UltraTrac 80 Stunden 110 Stunden

* bei ausreichender Sonneneinstrahlung

Smart: Die Uhr zeigt direkt an, welche Auswirkungen welche Einstellungen auf die verbleibende Akkulaufzeit hätten und wie viele Stunden Aktivitätsaufzeichnung möglich wären. So ist es vorab möglich zu sehen, ob der Akkustand für den geplanten Lauf ausreicht, oder ob es besser wäre, die Uhr nochmal schnell aufzuladen.

Im Testalltag mit durchschnittlich 60 Minuten täglicher Aktivitätsaufzeichnung im Multi-Band-Modus mit allen Satellitensystemen, durchgängiger Verbindung zum Smartphone und eingeschalteter WLAN-Verbindung hielt die Uhr problemlos 10 Tage durch, bevor sie geladen werden musste. Auch bei einem langen Wochenende mit insgesamt knapp acht Stunden Navigation (dazu weiter unten mehr) beim Traillaufen im genauesten Aufzeichnungsmodus war der Akku noch zu mehr als 50 Prozent geladen. Die Garmin Forerunner 955 ist somit auch eine ideale Uhr für Ultraläuferinnen und -läufer.

Wie lautet das Testfazit zur Garmin Forerunner 955?

Die 955 ist der 945 so ähnlich, dass ich sie sofort ins Herz geschlossen habe. Dank langer Akkulaufzeit, toller Navigationsfunktion, genauer Streckenaufzeichnung und hochwertiger Verarbeitung ist die Garmin Forerunner 955 ein treuer Begleiter bei allen erdenklichen sportlichen Aktivitäten. Am meisten haben mich persönlich die verbesserten Analyse- und Beratungsfunktionen überzeugt. Ich richte zwar nicht mein komplettes Training nach den Empfehlungen der Uhr, finde es aber durchaus hilfreich, zu erfahren, wie mein Schlaf war, wie sich meine Leistung entwickelt und in welchen Trainingsbereichen ich gelaufen bin. Die Uhr unterstützt mich in meinem Körpergefühl. So konnte ich nach einer Coronainfektion anhand der steigenden Herzfrequenzvariabilität sehen, dass ich mich Stück für Stück erhole und wieder mit Sport beginnen kann.

Wer lediglich eine Sportuhr sucht, um das eigene Training aufzuzeichnen, kann viel Geld sparen, wenn er oder sie eine Uhr mit weniger Funktionen wählt. Wer jedoch an möglichst vielen Messwerten und Daten interessiert ist, macht mit der Garmin Forerunner 955 alles richtig. Vor allem die Auswertungs- und Anleitungsmöglichkeiten können für ambitionierte Ausdauersportlerinnen und -sportler – vom Straßenlauf, über Triathlon bis zum Ultratrail – hilfreich bei der Trainingssteuerung sein.

Gibt es nichts zu meckern? Nicht wirklich. Nur einmal blieb die Anzeige der Uhrzeit einfach hängen – beim Blick auf das Display wunderte ich mich, dass es noch so früh sei, bis ich bemerkte, dass sich die Uhr aufgehängt haben muss. Das Problem ist aber im sechswöchigen Testzeitraum nur einmal aufgetreten.

Welche Uhr sollte ich kaufen – Epix, Fenix 7 oder Forerunner 955?

Wenige Monate vor der Forerunner 955 hat Garmin ja noch zwei weitere Highend-Multisportuhren präsentiert: die Epix und die Fenix-7-Reihe. Alle Uhren sind top-ausgestattet und auf den ersten Blick sehr ähnlich. Also, wo liegen die Unterschiede?

Die Epix hat das mit Abstand beste Display. Das AMOLED ist aber sehr energiehungrig ist, weshalb die Akkulaufzeit von rund 42 Stunden im GPS-Modus etwas geringer ist als bei den Fenix-7-Modellen. Rund 1.000 Euro kostet die Epix derzeit.

Hier bestellen: Garmin Epix (999 Euro)

Die Fenix 7 ist die robuste Outdoor-Uhr von Garmin. Es gibt sie in drei Größen (42, 47 und 51 Millimeter) jeweils mit und ohne Solar-Funktionen. Wer die größte Variante wählt, kann im normalen GPS-Modus bis zu 122 Stunden Aktivität am Stück aufzeichnen. Doch selbst bei der kleinen Fenix 7 sind ohne Solar 37 Stunden möglich. Preislich beginnt das Fenix-7-Vergnügen ab 700 Euro. Es können aber auf 1200 Euro für die große Variante mit Solar und Spahirglas sein.

Hier bestellen: Garmin Fenix 7 (ab 699 Euro)

Mein ganz persönlicher Tipp: Wer nicht unbedingt das Neueste vom Neuesten braucht, greift zur Forerunner 945. Die Uhr kostet derzeit rund 400 Euro und bietet ebenfalls alle wichtigen Funktionen wie Offline-Kartennavigation, lange Akkulaufzeit, genaues GPS und solide Analysefunktionen.

Hier bestellen: Garmin Fenix 945 (439 Euro)

Sie haben Fragen zum Test oder zur Garmin Forerunner 955? Dann schreiben Sie mir!

FR 955 bestellen: Garmin Forerunner 955 (549 Euro) oder Garmin Forerunner 955 Solar (649 Euro)

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