Olympia 2021
Olympische Spiele in Tokio
Athletics - Olympics: Day 7 Getty Images AsiaPac

Olympia 2021: Gesa Krause im Finale

Tokio 2021 Gesa Krause läuft souverän ins Finale

Als Zweite ihres Vorlaufs qualifizierte sich die WM-Dritte in 9:19,62 Minuten direkt für das Finale über die Hindernisse.

Deutschlands größte Medaillenhoffnung in den Lauf-Disziplinen hat sich souverän für das Finale qualifiziert: Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) belegte bei den Olympischen Spielen in Tokio in ihrem Vorlauf über 3.000 m Hindernis Rang zwei und erreichte damit auf direktem Weg den Endlauf, der am Mittwochabend (Ortszeit) in Japan gestartet wird. Die anderen beiden deutschen Läuferinnen schafften erwartungsgemäß nicht die sehr schwere Qualifikation für das Finale, zeigten aber eine ordentliche Leistung. Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald) wurde in ihrem Vorlauf Sechste, Lea Meyer (VfL Löningen) belegte in ihrem Rennen Platz sieben.

Kontrollierter Finaleinzug mit 9:19,62 Minuten für Gesa Krause

Die ersten drei der jeweiligen Vorläufe sowie die sechs weiteren schnellsten Läuferinnen kamen über 3.000 m Hindernis in das Finale. Bei extremen Temperaturen von 37 Grad Celsius behielt die WM-Dritte Gesa Krause einen kühlen Kopf. Sie lief durchweg in der Spitzengruppe und kam am Ende nach 9:19,62 Minuten knapp hinter der US-Amerikanerin Courtney Frerichs (9:19,34) ins Ziel. Überraschend nur Dritte wurde in diesem Rennen die kenianische Weltrekordlerin und Weltmeisterin Beatrice Chepkoech (9:19,82), die sich in dieser Saison weiterhin nicht in Bestform präsentierte. Sie war eigentlich die große Favoritin über die Hindernisse.

Gesa Krause war zufrieden mit ihrem Rennen. Ein Rang unter den Top drei und damit die direkte Qualifikation war das Ziel - und diese Platzierung ist auch das große Ziel im Finale. „Ich habe natürlich ein bisschen geschaut, wie schnell der erste Lauf war. Ich wollte heute nicht unbedingt Zittern, und das Schöne ist, dass ich Spurtqualitäten habe und es hintenraus lösen konnte. Ich denke, wir haben gut Kräfte gespart, weil wir relativ gleichmäßig laufen konnten. Das ist immer ganz gut, wenn man nicht in die Vollen gehen muss“, sagte Gesa Krause. Selbst wenn sie den dritten Platz in ihrem Rennen verpasst hätte, wäre ihre Zeit schnell genug gewesen, um trotzdem das Finale zu erreichen.

„Wenn die Sonne von oben so knallt, ist das schon hart"

„Die Wärme mag ich an sich ganz gerne, aber wenn die Sonne von oben so knallt, ist das schon hart. Ich habe schon beim Einlaufen immer wieder mein T-Shirt nass gemacht und mich runtergekühlt. Das kostet mehr Kräfte und man hat einen höheren Puls, das hat heute schon Substanz gekostet. In Rio hatte ich mein Finale mittags um eins, das war der heißeste Lauf, den ich je hatte. Hier haben wir das Glück, dass das Finale abends um acht ist, die Sonne geht zeitig unter“, sagte Gesa Krause.

Lea Meyer mit 9:33,00 Minuten auf Platz sieben in ihrem Vorlauf

Die schnellste Zeit in den Vorläufen erreichte die aus Kenia stammende Winfred Yavi (Bahrain), die den ersten Vorlauf in 9:10,80 Minuten vor Peruth Chemutai (Uganda/9:12,72) und Emma Coburn (USA/9:16,91) gewann. In diesem ersten der drei Rennen belegte Lea Meyer mit 9:33,00 Rang sieben. „Es war ein wunderschönes Gefühl hier laufen zu dürfen. Ich finde, ich habe mich gut verkauft und bin happy mit meinem Resultat“, sagte Lea Meyer. „Hinter mir liegen viele harte Jahre, ich war auch schon ganz unten. Alle, die mich kennen, werden sagen: Vor fünf, sechs Jahren hätte niemand gedacht, dass ich heute überhaupt noch an der Startlinie stehe. Dass es möglich war, ist ein großes Geschenk.“

Elena Burkard verpasst ihren Wunsch aufs Finale als Vorlauf-Sechste

Im dritten Vorlauf setzte sich Hyvin Kiyeng (Kenia) in 9:23,17 Minuten vor der Slowenin Marusa Mismas-Zrimsek (9:23,36) und Mekides Abebe (Äthiopien/9:23,95) durch. Elena Burkard lief hier als Sechste 9:30,64. „Ich bin schon ein bisschen im Zwiespalt. Ich weiß, dass ich alles gegebenen habe, aber auch, dass ich am Anfang nicht so klug gelaufen bin. Das ärgert mich natürlich. Ich weiß auch, dass ich schneller laufen kann und hätte mir das Finale gewünscht. Auf der anderen Seite hat mich die Hitze schon sehr geschlaucht“, sagte Elena Burkard.

In den 800-m-Halbfinalrennen war wie schon im Vorlauf der Kenianer Ferguson Rotich der schnellste Läufer mit 1:44,04 Minuten. Sehr stark zeigte sich einmal mehr auch der aus Sudan stammende Australier Peter Bol, der sein Halbfinale ebenso gewann und mit 1:44,11 den australischen Kontinentalrekord ein weiteres Mal verbesserte. Der dritte Halbfinal-Sieger war der Pole Patryk Dobek, der 1:44,60 lief. Großes Pech hatten der Jahresweltbeste Nijel Amos (Botswana) und Isaiah Jewett (USA), die durch einen Sturz keine Chance hatten.

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