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Krämpfe beim Laufen Muskelkrämpfe

Bananen und Salztabletten sind gängige Tipps gegen Krämpfe beim Laufen. Erfahren Sie hier, was aus wissenschaftlicher Sicht hilft – und was nicht.

Wie entstehen Muskelkrämpfe?

Durch Ermüdung kann es zu „Fehlzündungen“ der neurosensorischen Rezeptoren in den Muskeln kommen. Die Folge: Der Muskel erhält falsche Impulse von den Nervenzellen, die ihn zu unkontrollierten Kontraktionen veranlassen. Sprich: Der Muskel verkrampft.

Tipps vom Krampf-Experten

„Bananen essen“ und „Salztabletten nehmen“ sind die gängigsten Tipps, wenn man Läufer fragt, wie sie Krämpfe bekämpfen. Immer öfter wird in letzter Zeit auch Senf als Heilmittel genannt. „Völlig falsch“, sagt Kevin Miller, Professor an der Michigan University in Ann Arbor, USA, der seit Jahren Krämpfe erforscht. Was der Arzt empfiehlt und was bei Krämpfen nicht hilft, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Akut-Tipps bei Krämpfen im Wettkampf

Dr. Thomas Wessinghage, 5000-Meter-Europameister von 1982, empfiehlt bei akuten Muskelkrämpfen im Wettkampf: „Bei den ersten Anzeichen verändere ich den Schritt. Als ansonsten praktizierender Vorfußläufer rolle ich jetzt den Fuß bewusst über die Ferse ab, um die Beanspruchung zu verändern. Zweite Stufe: Ich ­falle in einen zügigen Gehschritt. Oft ist dieses Tempo immer noch erstaunlich flott, so dass mein Zeitplan zunächst kaum unter Druck gerät. Wenn’s dennoch nicht besser wird, führe ich die geeignete Dehnübung durch. Spätestens dann muss ich mir die Bestzeit allerdings aus dem Kopf schlagen.“

Gesundheit Verletzungen & Vorbeugung Folge extremer Anstrengung Was hilft bei Muskelkrämpfen?

So entsteht ein Muskelkrampf – und das können Sie dagegen tun.