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Ammoniakgeruch nach dem Laufen

Ammoniak Beißender Geruch als Warnsignal

Wenn Ihnen selbst nach kurzem Laufen der Geruch von Ammoniak in die Nase steigt, sollten Sie dies als Hinweis ernst nehmen.

„Ich habe nach dem Laufen, auch nach nur einer halben Stunde, den Geruch von Ammoniak in der Nase. Warum?“ Diese Frage kommt unter Läufern gar nicht so selten vor. Wir erklären, woher dieses Phänomen kommt.

Was ist eigentlich Ammoniak?

Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Das stark riechende und farblose Gas wird nicht nur in Industrie und Handel verwendet (z.B. zur Produktion von Kunststoffen und Düngemitteln), sondern kommt auch auf natürliche Weise im Menschen und in der Umwelt vor.

Ammoniak entsteht im Körper durch den Abbau von Eiweiß und Aminosäuren und wird später von der Leber zu Harnstoff verarbeitet. Mit dem Urin wird überschüssiges Ammoniak wieder ausgeschieden. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass es nach dem Laufen oder einer intensiven Trainingseinheit nach Ammoniak riecht. Wie kommt dieser Geruch zustande?

Ammoniak-Geruch entsteht beim Eiweiß-Abbau

Beim Schwitzen wird unter anderem auch Eiweiß abgesondert. Dieses ist ein „gefundenes Fressen“ für die Bakterien, die ständig in Ihrer Achselhöhle und auf anderen Körperteilen nisten. Während die Bakterien das Protein zersetzen, sondern sie einen üblen und stechend riechenden Geruch ab, Ammoniakgeruch. Wonach und wie stark dieser riecht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Beispiel: Substanzen, die bereits auf der Haut sind, wie Parfüm von Körpercremes, riechen beim Sport oft unangenehm intensiv, wenn sie sich mit Schweiß vermischen. Der Schweiß selbst riecht leicht nach Ammoniak, wenn der Körper beim Laufen das Eiweiß abbaut.

Der Geruch ist ein Warnsignal

Normalerweise verwenden die Muskeln Kohlenhydrate und Fette als Brennstoff beim Laufen, aber der Körper greift auch auf Aminosäuren zurück. Wenn die Muskeln diese beim Sport zur Energiegewinnung verbrennen, trennen sie Stickstoff aus den Aminosäuremolekülen und bringen ihn in die Blutbahn. Im Blut wird der Stickstoff anfangs in Ammoniak verwandelt, danach erst in Harnstoff. Wenn Sie also Ammoniakgeruch wahrnehmen, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Kohlenhydratspeicher stark entleert sind.

Was kann man dagegen tun?

Zu leeren Kohlenhydratspeichern kann es schnell kommen, wenn Sie morgens vor dem Frühstück laufen. In diesem Fall heißt es: Speicher schnell mit einem kohlenhydratreichen Frühstück wieder auffüllen. Bemerken Sie den Geruch häufiger bei Ihren morgendlichen Runden, probieren Sie am Abend mehr Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Versuchen Sie gerade abzunehmen, zeigt Ihnen der Geruch, dass Sie es übertreiben. Reduzieren Sie die Kohlenhydrate in Ihrer Ernährung nicht zu stark, denn der Körper benötigt diesen Brennstoff. Denken Sie daran, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung am gesündesten ist.

Fazit

Sobald Sie den stechend riechenden Geruch von Ammoniak in der Nase haben, sollten Sie sich Gedanken über Ihr Essverhalten machen. Da Sie den Ammoniak-Geruch nach einer Laufeinheit wahrnehmen, deutet das auf eine unzureichende Kohlenhydratzufuhr hin. Normalerweise gewinnt der Körper Energie aus Kohlenhydraten. Sind davon allerdings zu wenige vorhanden, greift er auf Eiweiße zurück. Damit er diese zur Energiegewinnung nutzen kann, müssen sie zuerst gespalten werden. Dabei entsteht Ammoniak, das giftig ist und sofort über die Blutbahn zur Leber transportiert wird, um dort zu Harnstoff umgewandelt und somit entschärft zu werden, um später über den Urin ausgeschieden zu werden. Der einfachste Weg, den Ammoniak-Geruch wieder los zu werden, ist also auf eine ausreichende Kohlenhydatzufuhr zu achten.

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