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Der Ghost im Regenmantel Brooks Ghost 12 GTX im Test

Der Brooks Ghost GTX ist die wasserdichte Variante des überaus beliebten Ghost-Modells. Im Test bot er den Ghost-typischen hohen Laufkomfort und hielt die Füße zuverlässig trocken.

Bei den super-komfortablen Laufschuhen nimmt der Brooks Ghost seit Jahren eine Spitzenrolle ein. Zu seiner Stärke zählen die Laufeigenschaften – aber ganz einfach auch die Kontinuität des Modells über verschiedene Versionen hinweg. Die Passform ist in den letzten Jahren stets ähnlich geblieben. Und der Laufeindruck hat sich von Jahr zu Jahr nie radikal verändert. Deutlich spürbar jedoch ist der Komfortgewinn in der aktuellen Version; ursächlich hierfür dürfte das in der letzten Version eingeführte DNA Loft genannte Dämpfungsmaterial, es bringt weichere, harmonische Dämpfung gepaart mit mehr Energierückgewinnung.

Im Test erhielt der Ghost 12 sehr großes Lob: Dabei ist es vor allem die gelungene Abstimmung der Mittelsohle, die offenbar das richtige Maß zwischen soft, aber nicht zu soft trifft.

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Seitenansicht Brooks Ghost 12 GTX

Eingebauter Regenschutz

Und jetzt gibt es den Komfortkünstler auch mit wasserdichter Membran im Obermaterial. Die von Gore Tex stammende Membran umhüllt den gesamten Schaft bis zum Schuhkragen. Wer es austesten will: Man kann sich bedenkenlos in eine Pfütze stellen, das Wasser darf ruhig über die Zehenbox schwappen – und der Fuß bleibt trocken (ist das nicht der Fall, wäre das ein Reklamationsgrund).

Der Verbund mit der Membran fordert ein etwas festeres Obermaterial – mithin ist dies auch etwas schwerer als beim normalen Ghost. Und – wenn wir schon beim Aufzählen der Nachteile sind – es ist damit unflexibler, da es sich kaum ausdehnt. Das spürt man beim Laufen: Das Obermaterial des normalen Ghost macht die Fußbewegung besser mit, passt sich besser an. Dazu kommt: Durch die Membran ist das Obermaterial spürbar weniger atmungsaktiv. Was jedoch ein Nachteil bei wärmeren Außentemperaturen ist, wird zum Vorteil, wenn es kühl und nass wird.

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Rückansicht Brooks Ghost 12 GTX

Abzüge bei der Passform

Und dann ist der Ghost in der GTX-Version in seinem Element – und als Läufer ist man froh, auf so einen Trainingsschuh zurückgreifen zu können. Egal ob Regen, Pfützen, eine nasse Wiese oder auch hoher Schnee. Der Fuß bleibt – so lange keine Feuchtigkeit über den Schaftrand eindringt – von außen trocken. Und auch wenn das Obermaterial nicht an die Softness der normalen Ghost-Version rankommt – es bietet einen insgesamt guten Tragekomfort und vor allem sehr guten Halt. Denn Schnürung und Sitz sind perfekt, das Schnürsystem lässt sich sehr gut justieren.

Der aktuelle Ghost GTX ähnelt seinem Vorgänger in vielen Punkten – und auch rein äußerlich fallen zuerst kleine Änderungen am Obermaterial (Besätze und Schutzzonen) auf, die beim Laufen jedoch nicht spürbar sind. Spürbar ist aber im direkten Vergleich die leicht überarbeitete Außensohle mit ihren tieferen Flexkerben: Dadurch läuft sich der neue GTX eine Spur dynamischer und bietet mehr Bewegungsfreiheit. Und er lässt auch mal ein höheres Lauftempo zu. Zumal die Außensohle auch auf nassem Terrain einen guten Grip liefert. Übrigens fühlt sie sich auch in tiefem Schnee oder auf matschigen Wegen gut an: Das Profil setzt sich erst bei wirklich zähem Schlamm zu. Auf Schnee und auf rutschigem Untergrund bietet die Sohle sehr guten Grip.

Das Angebot an Trainingsschuhen mit wasserdichter Membran ist mittlerweile groß. Aber es gibt wenige vergleichbare Modelle, die die Wasserdichtigkeit mit so einem hohen Komfort vereinen wie der Ghost 12 GTX und dazu so ein breites Einsatzspektrum bieten. Denn der Ghost GTX läuft sich sehr gut auf festem Untergrund, verträgt aber Dank seiner schützenden Sohlenkonstruktion auch leichte Trails, Waldwege oder Schotterpisten. Mit einem Trailschuh kann man ihn nicht vergleichen, da käme eher der Cascadia GTX ins Spiel. Aber der Ghost GTX ist ein Universalschuh, der im Winterhalbjahr oft seine Berechtigung findet. Für Läufer mit mittlerem oder höherem Gewicht ist die Sohlenabstimmung ideal. Übrigens ist der relativ gerade geschnittene Leisten des Ghost ideal für Fersenaufsetzer; Mittelfußaufsetzer profitieren dennoch auch von der guten Gesamtabstimmung, denn die Dämpfung ist auch im Vorfußbereich auf allerhöchstem Niveau.

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Seitenansicht Brooks Ghost 12

Fazit: Fast perfekter Winterschuh

Der Ghost GTX ist ein fast perfekter Winterschuh: Egal ob Nässe, Schnee – oder auch trockene kühlere Tage; der Ghost hält den Fuß von außen trocken – und bietet den Ghost-typischen hohen Laufkomfort. Ein Luxus-Laufschuh, der auch wegen seiner bei den letzten Modellen guten Haltbarkeit sicher seinen Preis wert sein wird.

Brooks Ghost 12 GTX in Zahlen

Kategorie: Dämpfungsschuh mit wasserfestem Obermaterial
Gewicht: 289 Gramm (Damen) / 323 Gramm (Herren)
Sprengung: 12 Millimeter
UVP: 150 Euro

Brooks Ghost 12 GTX
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