Nike Zoom-X Invincible Run Hersteller

Nike Zoom-X Invincible Run Flyknit im Test

Maximal gedämpfter Laufschuh Nike ZoomX Invincible Run Flyknit im Test

Mit voluminöser Mittelsohle und modernstem Dämpfungsschaum verspricht der Nike-Schuh maximalen Komfort

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Das Wort „Dämpfung“ wird wohl mit wenigen Laufschuhherstellern so eng in Verbindung gebracht wie mit Nike. Dämpfende Mittelsohlen sind spätestens seit Nike „Air“ eingeführt hat eng mit der Marke mit dem Swoosh assoziiert. Seit letztem Jahr hat Nike eine neue Philosophie hinzugefügt, dabei geht es nicht nur um Dämpfung, sondern auch um die Stabilität von Laufschuhen. Der in diesem Jahr neu eingeführte Nike ZoomX Invincible Run Flyknit ist neben dem im letzten Jahr präsentierten React Infinity ein Modell, das helfen soll, Laufverletzungen zu vermeiden. Das klingt ambitioniert. Und Nike hat eigens eine eigene Studie in Auftrag gegeben zum Thema Verletzungsursachen. Die Ergebnisse sind auch in die Entwicklung des ZoomX Invincible Run Flyknit eingeflossen. Nike will mit diesen Modellen vor allem den individuellen Laufstil von Läufern respektieren: Der individuelle biomechanische Bewegungsablauf soll unterstützt werden.

Drei Elemente fallen beim ZoomX Invincible Run Flyknit auf. Erstens: Vorbei sind die Zeiten bei Nike, als supersteife Bewegungskontrollschuhe als die Lösung aller Läuferprobleme gesehen wurden. Das Paradigma der Pronationskontrolle, das dahinterstand, wurde ersetzt. Jetzt wird Dämpfung als oberstes und wichtigstes Prinzip erachtet. Nikes Entwickler ziehen aus ihrer Studie die Erkenntnis, dass mehr und sanftere Dämpfung ideal sei, um durch Laufen verursachte Verletzungen zu vermeiden.

Der zweite Punkt betrifft die Stabilität: Die Zeit der Pronationskontrolle ist vorbei. Es gibt laut Nike keinen Beweis, dass durch sie Verletzungen vermieden werden. Und das Team suchte, so ein Nike-Entwickler, „nach einem demokratischeren Ansatz für Stabilität – ohne Bewegungskontrolle.“ Eine technische Lösung fanden die Entwickler in einem einfachen Trick. Die Mittelsohlen-Plattform wurde vergrößert, um die zusätzliche Dämpfung unterzubringen und eine stabilere Plattform zu bieten.

Dritter Punkt: Um einen sanften, flüssigen Abrollvorgang zu ermöglichen, hat das Nike-Entwicklungsteam im eigenen Haus abgekupfert. Die Rocker-Geometrie ist von den Vaporfly-Modellen entlehnt. Allerdings wurden keine Carbonplatten für die Mittelsohlenversteifung verwendet, wie bei den Modellen Alphafly and Vaporfly, dagegen soll die Rocker-Konstruktion beim ZoomX Invincible Run Flyknit soll noch weicher sein und nicht so explosiv wie bei den Wettkampfmodellen.

Die Konstruktion des Nike ZoomX Invincible

Die Mittelsohle ist größtenteils aus ZoomX-Schaum gefertigt, der auch optisch die Silhouette der sehr voluminösen Mittelsohle dominiert. Das Tragegefühl entspricht dafür auch dem optischen Eindruck, “der Schuh ist super soft”, so eine Testläuferin. „Und dieser Eindruck wird mit jedem Laufschritt bestätigt.” Erstaunlich leicht fühlt sich der Schuh dabei an, ergänzt ein Testläufer, “ganz anders, als ich es vom ersten optischen Eindruck her erwartet hätte!“ Die vielleicht überraschendste Erkenntnis kam von einem sehr ambitionierten Testläufer: „Ich hatte Fotos von Eliud Kipchoge gesehen, wie er den Infinity React im Training trug: Und dadurch habe ich mich überhaupt erst an den ZoomX Invincible Run Flyknit gewagt – und siehe da: Trotz super komfortablem Laufeindruck rollt der Schuh auch für mich sehr gut ab, ich bin überrascht!“. Der in der Mittelsohle verwendete ZoomX-Schaum bietet mehr Effizienz und mehr Energierückgabe als jeder andere Schaum (bei Nike). So ergibt sich in Verbindung mit der Rocker-Geometrie ein „durchaus dynamisches Laufgefühl“, wie es eine Testläuferin bezeichnet.Der Invincible Run ist laut Nike um 33% softer als der Infinity React und gibt mehr Energie an den Läufer zurück. Der Komforteindruck wird durch das Obermaterial unterstützt: Gerade im Vorfußbereich bietet es den Zehen extrem viel Platz. Der ZoomX Invincible Run Flyknit hat ein robustes Flyknit-Obermaterial, bei dem die Lasche speziell geformt ist und der Schuhkragen den Fesselbereich des Fußes sehr soft umschließt.

Fazit: Der erste Eindruck bei der Anprobe täuscht nicht. Beim Invincible Run handelt es sich um einen der derzeit komfortabelsten Laufschuhe, der gleichermaßen aber auch einen sehr stabilen Abrollkomfort bietet – ohne zu stabil zu sein. Das heißt, auch Normalfußläufer, die bislang einen Bogen um stabile Laufschuhe gemacht haben, kommen mit dem Schuh gut klar. Der Abrollkomfort lässt sowohl ruhiges, langsames Tempo wie auch flottes Trainingstempo zu, wobei der Schuh sich klar an Einsteiger und Hobbyläufer richtet, die einen komfortablen Allround-Trainingsschuh für festen Untergrund suchen. Der ZoomX Invincible Run Flyknit ist schon eine „mächtige Erscheinung“, wie es ein Testläufer ausdrückte. Ambitioniertere Läufer greifen besser zum Infinity Run oder gleich zum bewährten Pegasus bei Nike. Der Invincible Run ist am ehesten vergleichbar mit Modellen wie Hoka OneOne Bondi, Brooks Clycerine oder Adidas Ultraboost. Aufgrund der breiten Plattform und des stabil konstruierten Obermaterials ist der Schuh auch für schwerere Läuferinnen und Läufer geeignet.

Gewicht: Männer 314 g (US 10), Frauen: 253 g (US 8)

Sprengung: 9 mm

Preis: 180 Euro

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