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Nike Air Zoom Alphafly NEXT% 2 im Test Hersteller

Nike Air Zoom Alphafly NEXT% 2 im Test

Wettkampf-Schuh von Nike Nike Air Zoom Alphafly NEXT% 2 im Test

Das Vorgängermodell war ein Laufschuh für Eliteläufer. Ob sich die neue Version für eine breitere Zielgruppe eignet, verrät unser Test.

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Für Spitzenleistungen muss das Material stimmen. Das gilt gerade für Laufschuhe. Und als einer der besten Schuhe, um seine Bestzeit zu verbessern, galt bislang der Air Zoom Alphafly Next%. Jedem Hobbyläufer war bewusst, dass die 100 weltbesten Spitzenläuferinnen und Spitzenläufer mit diesen „Super Shoes“ zu neuen Bestleistungen liefen. Aber taugt der Schuh auch für die „Normalos“ in der Läuferschaft?

Ein Schuh für „Normalos“?

Diese Frage soll der neue Air Zoom Alphafly Next% 2 beantworten. Er wurde entwickelt, „um die Grenzen für Läufer aller Leistungsklassen nach oben zu verschieben", so Elliott Heath, früherer Eliteläufer und jetzt für die Racingschuhe bei Nike zuständig. Im Gespräch ist Elliott geradezu euphorisch, er ergänzt: „Das gilt für den Marathon, aber auch für alle anderen Langstrecken".

Nike war sich bewusst, so Elliott, dass der Vorgänger allein auf Eliteläufer ausgerichtet war – auf deren Erfahrungen Nike bei der Konstruktion des Nachfolgemodells, des Air Zoom Alphafly Next% 2, aufbaut, „um zukünftig für Läufer auf allen Leveln gerüstet zu sein". Der Nike-Fachmann erklärt: Die Updates seien Verfeinerungen, die auf bessere Stabilität und eine bessere Übergangsphase abzielen.

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Wesentliche Konstruktionsmerkmale:

Der Schuh hat eine Mittelsohle aus ZoomX-Schaum, eine gewölbte Carbonplatte und ein „Atomknit 2.0“-Obermaterial, was sich dadurch auszeichnet, dass es nicht in sich zusammenfällt (wie beim Vorgänger), sondern aufrecht bleibt, als sei der Schuh mit einem Schuhleisten gefüllt. Die Außensohle ist verstärkt, soll weniger Abrieb aufweisen. Auffällig sind die beiden „Nike Air Zoom Pods", die stoßdämpferartig unter den Fußballen in die Mittelsohle eingelassen sind.

Mehr Energierückgabe

Zusammen mit zusätzlichem Schaum unter den Air-Kissen soll noch mehr Energie-Rückgabe und ein rundes Abrollverhalten gewährleistet werden.

Passform optimiert

Für die Fußform von „normalen“ Alltagsathleten ausgelegt, ist auch die Passform des Obermaterials. Vor allem ist die im Vergleich mit dem Vorgängermodell veränderte Fersenkonstruktion auffällig, die jetzt spürbar mehr Platz bietet. Kleine Dämpfungspolster wurden hier ebenso integriert wie an der Schuhlasche.

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Obermaterial mit mehr Halt

Das „Atomknit 2.0"-Obermaterial, eine Weiterentwicklung aus dem ursprünglichen Obermaterial, bietet jetzt mehr Halt im Vorfußbereich. Der Zehenbereich ist extrem luftdurchlässig, „hier spürt man sogar den Fahrtwind an den Zehen", berichtet ein Testläufer. Es ist noch leichter geworden – zugleich noch technischer, mit unterschiedlichen Funktionszonen: So bietet es gerade im Vorfuß deutlich mehr Halt für den Fuß. Unter der Schnürung sind kleine weiche Kissen, die den Druck sehr gut verteilen. Die Heel-Pods in der Fersenschale sind jetzt auch erstmalig mit Flyknit-Technologie konstruiert.

Ferse besser eingehüllt

Die verbesserte Stabilität resultiert auch aus einer neuen Formung der Mittelsohle rund um die Ferse: Sie wird jetzt seitlich stärker umschlossen, wodurch deutlich mehr seitlicher Halt gegeben ist, der durch eine breitere Unterkonstruktion der Mittelsohle unterstützt wird. Die Mittelsohlendicke unter der Ferse ist gleich geblieben.

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Neu geformte Mittelsohle

Von unten betrachtet ist die Sohle sehr ähnlich – der Zoom X -Schaum und die Carbonsohle sind durchgängig. Der Schaum, der außen zuwuchs, wurde jedoch in der Mitte der Sohle eingespart. Das sorgt entscheidend für bessere Stabilität im Vergleich zum Vorgänger.

Sprengung beträgt jetzt 8 Millimeter

Der Laufeindruck wird außerdem von einer höheren Sprengung beeinflusst, die jetzt 8 Millimeter beträgt, auch das ein wesentlicher Unterschied zum Vorgängermodell. Auch verändert: Das Außensohlenmaterial besteht jetzt aus „High-Abrasion“-Gummi, das dauerhafter ist also zuvor, dabei sogar dünner. – Unter den Air-Pods wurde dazu noch eine zusätzliche Schaumschicht eingeführt – um den Schuh weicher, aber auch „leiser“ zu machen, denn beim Vorgänger wurde bei einzelnen Läufern das „Platschen“ auf den Asphalt bemängelt.

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Aerodynamische Ferse

An der Ferse gibt es eine Art Spoiler-Konstruktion. Sie verbessert die aerodynamische Wirkung – aber „es soll auch schnell aussehen“, gibt Elliott Heath zu, ähnlich wie bei anderen Nike-Rennschuhen. Die Aerodynamik ist jedoch schwer zu messen – „statisch kann man sie messen“, so Elliott, in der Laufbewegung wird es jedoch sehr kompliziert. Aber der „Look of fast“ hat auf jeden Fall eine inspirierende Wirkung.

Laufeindruck

Die Zielgruppe für den Schuh ist größer, das „Laufverhalten ist demokratischer geworden“, formuliert es ein Testläufer. Der Schuh ist immer noch ein Marathon-Rennschuh für Topläufer wie Eliud Kipchoge, Brigid Kosgei oder andere Topläufer – aber auch wer drei oder vier Stunden brechen möchte, soll sich in dem Schuh willkommen fühlen.

Für „alle“ geeignet?

Gefragt, ob es ein Limit für das Körpergewicht gibt, sagt Elliot Heath: „Nein, wir haben den Schuh mit Läufern verschiedener Gewichtsklassen getestet“, - sie hätten den Schuh alle ähnlich bewertet. Im RUNNER’S WORLD-Test wird jedoch deutlich: „Der Schuh ist ein Wettkampfschuh und will entsprechend schnell bewegt werden“, fasst es ein Testläufer zusammen, „ich würde ihn empfehlen für Läufer, die ihr Training ausgereizt haben und an allen Stellschrauben drehen; andersrum gesagt: nicht unbedingt notwendig für jemanden, der seinen ersten Marathon läuft.“

Die Alltagstauglichkeit des Alphafly NEXT% 2 wird im Test gegenüber dem Vorgängermodell betont: „Man kommt mit dem Schuh jetzt auch um die Kurve“, urteilt ein Testläufer, der auch den Vorgänger getestet hat.

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Fazit: Breitere Zielgruppe, mehr Konkurrenz

Insofern ist der Alphafly NEXT% 2 tatsächlich für eine breitere Zielgruppe geeignet – die Feuerprobe hat der Schuh bereits bestanden. Eliud Kipchoge ist mit der finalen Version im März in Tokio bereits gelaufen; er siegte mit Streckenrekord. Ebenso wurde der Alphafly NEXT% 2 bereits bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften eingesetzt – und beim Berlin-Marathon soll er schließlich ein breiteres Publikum finden. Jedenfalls soll, so Nike, der Alphafly NEXT% 2 auch besser erhältlich sein als das Vorgängermodell. Freilich, die Konkurrenz im Schuhregal ist gewachsen, ob Asics Metaspeed Sky+, New Balance FuelCell Rebel v2, Adidas Adizero Adios Pro 3 (siehe Video oben) oder Saucony Endorphin Pro 3 (siehe Video oben) – mittlerweile gibt es gut ein halbes Dutzend Carbon-Wettkampfschuhe, die für unterschiedliche Läufertypen und mit verschiedenen Passformen eine Alternative bieten.

Der Nike Air Zoom Alphafly NEXT%2 in Zahlen:

Gewicht: 250 Gramm
Sprengung: 8 Millimeter
UVP: 299,99 Euro

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