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Regeneration nach Halbmarathon, Marathon und Co.

Nach Halbmarathon, Marathon und Co. Regeneration nach dem Wettkampf

Direkt nach einem Wettkampf steht Erholung auf dem Trainingsplan. Hier finden Sie die besten Maßnahmen nach Ihrem Rennen.

Sie haben gerade einen Wettkampf absolviert, vielleicht gar einen Halbmarathon oder Marathon. Für die Vorbereitung auf das große Lauf-Event und im Rennen selbst haben Sie viel Kraft und Energie aufgewendet. Jetzt fühlen sich die Muskeln und ihr ganzer Körper verständlicherweise schlapp an. Daher steht nach Ihrer großen Laufveranstaltung nun Regeneration auf dem Trainingsplan!

Einfach mal nichts tun

Die erste Maßnahme in einer Regenerationsphase ist: gar nichts zu tun, sich einfach auszuruhen, zu entspannen. Das liegt nicht jedem Läufer. Denn in der Vorbereitung auf den Wettkampf ist man mehrmals die Woche gelaufen, in höheren Leistungsbereichen fast jeden Tag. Und jetzt soll man plötzlich nichts mehr tun? So ganz richtig ist das nicht. Regenration meint nicht nur faul auf dem Sofa oder in der Hängematte zu liegen. Sie können genauso gut auch etwas Aktives tun und Maßnahmen wählen, mit denen Sie sogar noch Ihre Regeneration fördern.

5 erstklassige Regenerationstipps

Viele Regenerationsmaßnahmen sind vor allem direkt nach einer harten Belastung sinnvoll – also z. B. in den 48 Stunden nach dem Zieleinlauf Ihren Laufwettkampf. Folgend finden Sie fünf Top-Maßnahmen, die die Regeneration Ihres Körpers beschleunigen.

1. Auslaufen

Das langsame Traben direkt nach dem Zieleinlauf bei einem Wettkampf hat heilsame Wirkungen. Dabei werden die zuvor stark beanspruchten Muskeln nur im langsamsten Lauftempo über zirka zehn Minuten locker bewegt. Das Auslaufen bedingt eine verbesserte Durchblutung des Muskelgewebes und den schnelleren Abbau von Laktat (Milchsäure), einem Stoffwechselprodukt, das sich bei harten Belastungen im Muskel ansammelt. Die meisten Läufer bleiben sofort nach der Ziellinie stehen. Sie sollten es aber mal mit Auslaufen versuchen: Sie werden feststellen, dass Sie wesentlich weniger Probleme in den Tagen danach haben als Ihre im Ziel stehenden Laufkollegen.

2. Stretching

Auch Dehnübungen fördern die Durchblutung überlasteter Muskelfasern und beugen außerdem Verkürzungen im Sinne von Mobilitätseinschränkungen der Muskulatur vor. Unmittelbar nach einer Belastung verhindert äußerst vorsichtiges (!) Stretching Muskelverspannungen und -verhärtungen. Auch Ausschütteln und Lockern der beanspruchten Muskeln tut gut.

3. Ausreichend trinken

Nach einer schweren Belastung sind Ihre Wasser- und Elektrolytvorräte erschöpft. Es kann zehn bis 20 Stunden dauern, bis der Körper wieder völlig rehydriert ist. Am sinnvollsten sind zur schnellen Rehydration Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Elektrolytgetränke geeignet.

4. Essen nicht vergessen!

Vor allem nach Wettkämpfen sind Ihre Glykogenspeicher nahezu vollständig entleert. Die Entleerung der Glykogenspeicher steigert die Aktivität der Glykogensynthetase, was die Bereitschaft der Zellen erhöht, wieder Glykogen zu speichern. Diese ist zwischen zwei und vier Stunden nach der Belastung am höchsten und geht schließlich innerhalb der nächsten zwölf bis 24 Stunden wieder zurück. Sie füllen Ihre Kohlenhydratspeicher also am effektivsten zwei bis vier Stunden nach der Belastung auf. Ideal ist übrigens eine Kombination aus Kohlenhydraten und Eiweiß, gern auch in flüssiger Form, falls Ihr Magen direkt nach dem Rennen empfindlich ist. Ein Beispiel wäre ein Gemisch aus Kefir oder Buttermilch und Orangensaft.

5. Massage und Eisbad

Die verbesserte Muskeldurchblutung während der Massage – also genau der Effekt, den auch Stretching und Auslaufen erreichen, der, wie schon oben erwähnt, den Laktatabbau und die Versorgung des Muskelgewebes mit Nährstoffen bedingt –, ist nicht von der Hand zu weisen. Eisbäder können die Regeneration zusätzlich unterstützen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Die Wiederherstellungsregel

Für jede fünf Wettkampfkilometer sollten Sie sich etwa drei Tage Erholung gönnen, bevor Sie wieder hart trainieren oder einen Wettkampf bestreiten. Im Klartext bedeutet dies für einen Halbmarathonläufer: Zwölf Tage nach dem Halbmarathon sollten Sie kein Tempotraining durchführen, keine neue Wettkampfbelastung auf sich nehmen und eher locker trainieren. Marathonläuferinnen und -läufer halten sich demnach idealerweise knapp vier Wochen mit harten Laufbelastungen zurück. Formuliert hat die Wiederherstellungsregel übrigens Jack Foster, der von 1974 bis 1990 die weltbeste Marathonzeit (2:11:18) im Masters-Bereich (40 Jahre und älter) zu Buche stehen hatte.

Fazit: Beine hoch, richtig regenerieren und dann langsam wieder einsteigen

Direkt nach einem Wettkampf ist der Körper müde und erschöpft. Die Vorbereitung war lang und das Rennen intensiv. Nun heißt es daher einfach mal die Beine hochzulegen. Um die Regeneration etwas anzukurbeln können, gibt es einige Tipps: Es empfiehlt sich etwa nach dem Rennen rund zehn Minuten auszulaufen sowie ein vorsichtiges Stretching zu absolvieren und die Muskeln auszulockern. Auch eine Massage und Eisbäder verbessern die Muskeldurchblutung und wirken sich somit positiv aus. Darüber hinaus gilt es die Speicher wieder aufzufüllen. Essen und Trinken sollte man daher genug.

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