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Wenn der Muskel „dicht macht“ Muskelverspannungen

Läufern aller Leistungsklassen sind sie bekannt: Muskelverspannungen. Die Ursachen sind vielfältig, aber häufig auch leicht zu beheben.

Untrainierte Menschen besitzen einen Muskelanteil von etwa 43 Prozent am Gesamtkörpergewicht. Bei Läufern und anderen Sportlern liegt diese Prozentzahl höher. Die Anzahl der Muskeln ist jedoch bei jedem Menschen gleich. Regelmäßiges Training führt dazu, dass Muskelfasern und Muskelbündel sich verstärken, nicht aber zu einer Zunahme der Anzahl selbiger. Muskelverspannungen gehören mittlerweile zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden Europas.

Muskelverspannungen – die Symptome

Muskelverspannungen machen sich hauptsächlich durch ziehende oder dumpfe Schmerzen, vor allem im Bereich des Nackens oder der Lendenwirbelsäule, bemerkbar. Auch Bewegungseinschränkungen können auftreten. So kann es beispielsweise passieren, dass Sie Ihren Kopf beim Laufen nicht mehr nach hinten drehen können, um über die Schulter zu blicken. Als Folge von Muskelverspannungen kommt es häufig zu Kopfschmerzen.

Was sind die Ursachen von Muskelverspannungen?

Die einfachste Ursache ist, dass Sie eine bestimmte Bewegung sehr oft wiederholt haben und ein bestimmter Muskel oder eine Muskelgruppe durch diese Beanspruchung überlastet wurde. Häufiger sind jedoch Muskelverspannungen, die durch eine dauerhafte Fehlbelastung auf funktioneller Ebene bedingt sind.

Obwohl in der Gegenwart bereits sehr großer Wert auf eine ergonomische Sitzposition am Arbeitsplatz geachtet wird, ist das lange Sitzen doch meist die Ursache für Muskelverspannungen. Eine schiefe Sitzhaltung, konsequenter Nicht-Gebrauch der Stuhllehne, ständiges Überschlagen der Beine oder eine falsche Position des Computerbildschirms können zu Muskelverspannungen führen. Auf struktureller Ebene sollten Fehlstellungen wie der Plattfuß, X- oder O-Beine, Hüftfehlstellungen oder Blockaden als Ursache für Muskelverspannungen ausgeschlossen werden.

Wie sind Muskelverspannungen zu behandeln?

Raus aus der Monotonie lautet das Erfolgsrezept gegen Muskelverspannungen. Wenn Sie einen sitzenden Beruf ausüben, sollten Sie den Feierabend nutzen, um Ihren Körper genau der gegenteiligen Belastung des Berufsalltags auszusetzen. Wer ganztägig am Schreibtisch sitzt, fällt nach vorne in sich zusammen und die Rückenmuskulatur wird schwach. Hier hilft es am besten, den Rücken stark zu machen und die Muskulatur zu trainieren. In Ihr Kräftigungsprogramm sollten Sie immer auch Dehnübungen integrieren, um die Beweglichkeit der Muskulatur zu erhalten.

Sollten bei Ihnen im Alltag immer wiederkehrend zu einem bestimmten Zeitpunkt Muskelverspannungen auftreten, macht es Sinn, Ihre Haltung bei dieser speziellen Tätigkeit genauer zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. Eine Arbeitsplatzanamnese beispielsweise kann durch einen Physio- oder Ergotherapeuten durchgeführt werden.

Fehlstellungen sollten durch einen Arzt oder Physiotherapeuten genauer untersucht werden. In einer physiotherapeutischen Behandlung werden Sie in Folge durch asymmetrische Übungen ein muskuläres Gleichgewicht wiedererlangen.Im Akutfall können Ihnen Wärmeanwendungen mit einem Körnerkissen oder der Heißen Rolle helfen. Auch leichtes Dehnen nach oder während einer Wärmeapplikation kann hilfreich sein.

So können Sie Muskelverspannungen vorbeugen

Um Muskelverspannungen zu vermeiden, sollten Sie sich regelmäßig bewegen und im Optimalfall ein Kräftigungsprogramm für den ganzen Körper durchführen. Monotone Bewegungen und ständiges Sitzen, sowie das Überschlagen der Beine im Sitzen, sollten Sie vermeiden.

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