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Garmin Vivoactive 4 im Test Hersteller

Garmin Vivoactive 4

Mix aus Tracker, Smartwatch und Laufuhr Garmin Vivoactive 4 im Test

Gesundheits- und Fitnesstracking, Musikfunktion, Smart-Notifications und eine ganze Menge Lauf-Funktionen: Das bietet die neue Vivoactive.

Hier bestellen: Garmin Vivoactive 4 (ab 329,00 €)

Garmin vermarktet die Vivoactive 4 als „GPS-Fitness-Smartwatch“ für einen gesunden Lebensstil. Das fasst die Funktionen der Mittelklasse-Uhr ganz gut zusammen, denn in der Tat ist sie ein Mix aus Tracker, Smartwatch und Sportuhr. Wie gut ist sie aber für Läuferinnen und Läufer geeignet?

Was kann die Garmin Vivoactive 4?

Die Vivoactive beherrscht alle Standard-Metriken eines Trackers (Schrittzähler, Aktivitätskontrolle, Schlaf- und Körperanalyse). Ein interner Musikspeicher, Garmin-Pay und Smart-Notifications erweitern ihren Funktionsumfang. GPS-Funktion und Herzfrequenzmessung macht sie auch für Läufer interessant. Das sind ihre wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • GPS (auch Glonass und Galileo)
  • Herzfrequenzmessung
  • Messung der Sauerstoffsättigung (Pulse Ox Sensor)
  • Schlafanalyse
  • Smart-Notifications
  • Menstruationszyklus-Tracker
  • Atemfrequenzmessung
  • Voreingestellte Fitness-Workouts
  • 8 Tage Akkulaufzeit im Smartwatch-Modus

Für wen ist die Vivoactive 4 geeignet?

Der Funktionsumfang der Vivoactive ist ausgelegt auf Freizeitsportlerinnen und –sportler. Sie ist dafür gedacht, sowohl im Alltag, als auch beim Sport getragen zu werden. Wer alle wichtigen Gesundheitsdaten auswerten möchte, ein paar Mal in der Woche läuft und dabei wissen will, wie weit und wie schnell er unterwegs ist, für den ist die Vivoactive geeignet. Mehr Uhren für Laufeinsteiger im Test.

Wer auf die Musik- und Body-Battery-Funktionen sowie das runde Uhr-Gehäuse verzichten kann, der kann auch zu den preiswerteren Geschwistern der Vivoactive greifen: Vivosmart (139,95 €) und Vivofit (64,95 €). Diese sind dann eher im Bereich Fitnessarmband angesiedelt. Wer hingegen weniger Wert auf die Smart-Funktionen legt und eine noch stärker auf das Laufen ausgelegte Uhr sucht, der ist mit der Garmin Forerunner 245 (299,95 €) in einem ähnlichen Preissegment gut beraten.

Garmin Vivoactive 4 im Test
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Die Vivoactive 4 gibt es in zwei Größen (49 und 45 Millimeter Gehäusedurchmesser) und diversen Farben.

Wie wertig wirkt die Vivoactive 4?

Ausgestattet ist die Vivoactive mit einem wechselbaren Silikonarmband in gewohnt hervorragender Garmin-Qualität. Es ist flexibel, liegt sehr anschmiegsam auf der Haut und kommt mit der Feuchtigkeit beim Laufen optimal zurecht. In Kombination mit dem geringen Gewicht von etwa 50 Gramm trägt die Uhr sich sehr angenehm. Bei schmaleren Handgelenken ist die kleinere Vivoactive 4S (279,95 €) zu empfehlen – sie hat einen Gehäuse-Durchmesser von 40 Millimeter statt 45 Millimeter.

Das Kunststoff-Gehäuse ist eingefasst von Edelstahl und wirkt sehr wertig. Das farbige Display spiegelt zwar im Sonnenlicht, lässt sich aber trotzdem jederzeit gut ablesen. Die Uhr ist wasserdicht und damit sogar zum Schwimmen geeignet. Die Akkulaufzeit gibt Garmin mit acht Tagen im Smart-Modus an. Bei regelmäßigen Sport-Einheiten verringert sich diese allerdings merklich. Im moderatem Testbetrieb hielt sie etwa vier bis fünf Tage.

Garmin Vivoactive 4 im Test
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Die voreingestellten, animierten Workouts auf der Uhr sehen gut aus und funktionieren top.

Wie wird die Vivoactive 4 bedient?

Ein Pluspunkt, den diese Uhr als Laufuhr qualifiziert, ist ihre Bedienung mit zwei Druckknöpfen. Viele Smartwatches verzichten heute ganz auf Knöpfe und lassen sich nur über den Touch-Display bedienen - beim Laufen mit schwitzigen Händen oder Handschuhen oft nicht optimal. Bei der Vivoactive kann man ein Lauftraining mit den beiden Knöpfen auf der rechten Seite starten und stoppen, sowie durch das Menü navigieren.

Davon abgesehen folgt das einfache, intuitive Menü der Vivoactive der Logik, die man von anderen Modellen des Herstellers kennt: Vom Start-Bildschirm kann man sich durch die Widget-Liste klicken und hinter jedem Widget versteckt sich noch ein kleines Menü mit weiteren Einstellungen.

Wie gut ist die Vivoactive 4 zum Laufen geeignet?

Mit GPS- und Herzfrequenzmessung erfüllt die Vivoactive alle Basis-Ansprüche einer Laufuhr. Auf dem Display werden während des Laufes die Zeit, die Distanz, die Pace und die Herzfrequenz angezeigt. Im Test zeigen sich GPS und Pulsanzeige als genau und verzögerungsarm. Die Auswertung der Trainingseinheit in der Garmin-Connect-App funktioniert auch einfach und genau. Aussetzer bei der Aufzeichnung gab es im testzeitraum nicht.

Auch das Stoppen einzelner Runden ist problemlos mit einer der beiden Druckknöpfe möglich. Sprich, mit der Vivoactive kann man auch gut auf der Bahn trainieren. Auch eigene Alarme lassen sich konfigurieren. Hier kommt ein Signal nach einer bestimmten Zeit, einer bestimmten Distanz oder wenn eine bestimmte Pace/Herzfrequenz unterschritten wird. Ein spezielles Intervallprogramm, in dem man auch verschiedene Längen der Pausen und Belastungsdauern einstellen kann, gibt es aber leider nicht.

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Übersichtliches Menü: Links der Bildschirm der 24-Stunden-Herzfrequenzmessung, rechts die Auswahl der Sportarten.

Für Einsteiger ein nettes Feature: Die Body Battery stellt auf Basis der Vitalfunktionen einen Status des Energielevels zusammen. Der gibt dann einen Hinweis , wann der Körper für das nächste Workout bereit ist. So kann ein Übertraining verhindert werden. Erfahrene Läuferinnen und Läufer dürften das aber auch gut selbst einschätzen können.

Neben Smart-Notifications kann die Vivoactive auch Musik abspielen. Über ein verbundenes Programm wie Spotify oder Deezer lassen sich Songs direkt auf die Uhr laden und per Bluetooth-Kopfhörer abspielen. Auch das ist durchaus eine spannende Läufer-Funktion. Allerdings ist die Einrichtung nicht ganz so leicht.

Welche Nachteile hat die Vivoactive 4?

Ein Manko, das sich im Praxistest zeigte, ist die lange Zeit, die die Uhr für das Finden des GPS-Signals braucht. Das dauert schon mal mehrere Minuten. Glücklicherweise ist das Starten des Trainings auch vorab schon möglich.

Zusätzliche, vorinstallierte Lauf-Trainings direkt auf der Uhr gibt es leider nicht. Schade, denn für viele der anderen Sportprofile der Uhr gibt es Workout-Angebote. Und solche Laufprogramme auf der Uhr können spaßige Trainingsanreize sein. Allerdings können sich die Nutzer kostenlos individuell erstellte Trainingspläne aus dem Garmin-Coach-Programm herunterladen.

Fazit: Eine gute Tracker-Laufuhr-Kombi

Mit der Vivoactive 4 kann man gut laufen – aber als reine Laufuhr gibt es bessere Modelle. Wer aber eine sportliche Uhr für den Alltag sucht, ist hier richtig. Besonders überzeugt das Modell durch seine hochwertige Optik und Haptik. Funktionsumfang mit vielen Gesundheitsfeatures und dem Musikspeicher sowie die Akkulaufzeit gehen für den Preis in Ordnung.

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