Viele, viele Orangen Getty Images

Vitaminbombe Blutorange

Vielseitige Südfrucht Orangen sind gut, Blutorangen sind besser

Läufer brauchen viele Vitamine. Blutorangen vereinen gesunde Inhaltsstoffe mit köstlich-fruchtigem Geschmack.

Was unterscheidet Blutorangen von normalen Apfelsinen?

Es gibt mindestens ein Dutzend Orangensorten mit durchgängig gelbem bis orangefarbenem Fruchtfleisch, darunter die israelische Jaffa-, die spanische Valencia- und verschiedene Untersorten brasilianischer Navelorangen.

Als Blutorangen bezeichnet man rund ein halbes Dutzend weiterer Sorten, deren Fruchtfleisch und teils auch deren Schale durch bestimmte Farbstoffe tiefrot gefärbt ist.

Manche Blutorangen sind also schon von außen als solche zu erkennen, manche aber nicht: Erst wenn man sie aufschneidet, fällt das teilweise oder durchgängig tiefrot statt orange gefärbte Fruchtfleisch ins Auge, dem sie ihren Namen verdanken.

Vom Geschmack her sind Blutorangen meist weniger sauer und deutlich beerig-fruchtiger als ihre gelb-orangen Verwandten. Viele Menschen mögen Sie deshalb lieber.

Warum sind Blutorangen rot?

Blutorangen wachsen in Regionen mit wechselhaftem Klima wie zum Beispiel im Mittelmeerraum, in Kalifornien oder Texas (USA). Die rote Farbe des Fruchtfleischs entsteht durch Temperaturschwankungen bei der Reifung. Erst durch starke Temperaturunterschiede von bis zu 20 Grad Celsius innerhalb eines Tages, wie sie beispielsweise auf Sizilien im Spätherbst und Winter herrschen, entstehen im Fruchtfleisch und bei manchen Sorten auch in der Schale die färbenden Anthocyane. Sobald sich die Pigmente im Fruchtfleisch ablagern, nimmt dieses die typische blutrote Farbe an.

Sind Blutorangen gesünder als andere Orangen?

Ja, denn sie enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe – in diesem Fall sogenannte Anthocyane, die dem Fruchtfleisch seine tiefrote Farbe verleihen. Diese Pflanzenfarbstoffe kommen in nahezu allen roten und blauen Früchten vor, aber eben nicht in „normalen“ Orangen. Wie ihre gelb-orange Verwandte ist auch die Blutorange reich an Vitamin C, Folsäure und Ballaststoffen. Darum sind Blutorangen tatsächlich sehr gesund.

Welche gesundheitliche Wirkung haben Blutorangen?

Vitamin C hat eine antioxidative Wirkung, wodurch es den Körper vor aggressiven sauerstoffhaltigen Verbindungen (freie Radikale) schützt, die Körperzellen zum Beispiel in der Haut schädigen und auf Dauer schwere Krankheiten wie Arteriosklerose, Arthritis, Herz-Kreislauf-und Krebserkrankungen mitverursachen können. Das Vitamin hemmt unter anderem die krebserregenden Nitrosamine (Antioxidation) und fördert – wichtig für Läufer die Eisenaufnahme und damit die Sauerstoffversorgung der Muskeln.

Auch die Anthocyane in Blutorangen wirken antioxidativ, können also Entzündungen eindämmen und das Krebsrisiko verringern. Die Ballaststoffe in allen Orangen bremsen die Verdauung und damit die Aufnahme des in den Früchten enthaltenen Fruchtzuckers. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark an und fällt etwas später auch nicht so rapide wieder ab. Dies ist der Grund, warum ganze Orangen gesünder sind als der (industriell) gepresste Saft daraus.

Welche Vitamine und Mineralien stecken in Blutorangen?

Blutorangen enthalten insgesamt 14 verschiedene Vitamine. Besonders hervorzuheben ist die große Menge an Vitamin C, Vitamin B und Vitamin E. Hinzu kommen wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Außerdem beinhalten Blutorangen die Spurenelemente Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Fluorid und Iodid.

Wann haben Blutorangen Saison?

Die Reifezeit von Blutorangen richtet sich nach dem Klima in ihrem Herkunftsland. In den Mittelmeerländern haben sie ähnlich wie gewöhnliche Orangen Saison von Oktober bis März. In den USA beginnt die Saison etwas später, dauert dafür aber länger, in Kalifornien bis in den Mai. Bei uns im Handel sind aber fast nur Früchte aus Südeuropa erhältlich.

Was ist beim Einkauf und bei der Lagerung zu beachten?

Reife Blutorangen erkennt man an einer glatten Schale. Die Früchte lassen sich gut und gern zwei bis vier Wochen lagern, allerdings möglichst nicht im Kühlschrank, denn darunter leidet der Geschmack, sondern bei (nicht allzu hoher) Zimmertemperatur.

Temperaturen von sechs bis zehn Grad im Kühlschrank können Orangen notfalls vertragen. Besser wären aber 10 bis 18 Grad. Damit sie besser schmecken, sollten sie zudem rechtzeitig vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank herausgeholt werden.

Tipp: Orangen nicht stapeln, denn sie sind sehr druckempfindlich und fangen an Druckstellen schnell an zu schimmeln.

Was kann man mit Blutorangen noch anfangen (außer pur essen)?

Blutorangen kann man grundsätzlich genauso verwenden wie alle anderen Apfelsinen: filettiert als leicht säuerlich-fruchtige Beigabe zu Müslis oder Süßspeisen, grob kleingeschnitten als saftige Zutat für einen Smoothie, eingekocht als Marmelade, pur auf die Hand oder ausgepresst als Saft.

Speziell Blutorangen machen sich aber nicht nur in süßer oder neutraler, sondern auch in herzhafter Umgebung gut, zum Beispiel als fruchtiger Kontrast im Salat – etwa in Kombination mit Fenchel oder Feldsalat und Ziegenkäse. Und ihr Saft eignet sich hervorragend als Grundlage für ein Dressing. Etwas Öl, Salz und Pfeffer und etwas Balsamico oder Senf dazu – fertig!

Rezept-Tipp: Probieren Sie mal Naturreis mit Blutorangen – als Nachspeise oder Beilage zu exotischen Gerichten: Ziehen Sie mit einem Zestenreißer einige hauch dünne Streifen aus der Schale von drei Orangen und pressen Sie diese dann aus. Bringen Sie den Saft zum Köcheln und fügen Sie eine Handvoll Rosinen hinzu. Nach dem Abkühlen zwei Teelöffel Dijon-Senf, die Zesten, Zucker und Sojasoße hinzu geben und alles unter den gekochten Reis heben.

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