Groß war die Freude als die Finisherinnen und Finisher beim Berliner Silvesterlauf 2025 im Ziel ihre wohl verdienten Pfannkuchen in Empfang nehmen konnten und ein weiteres Laufjahr zu Ende ging. Aufgrund der unangenehmen Witterungsbedingungen war der Lauf zuvor für manche etwas anders verlaufen als ursprünglich geplant. Auch wenn der Berliner Silvesterlauf durch das engagierte SCC-Events-Organisationsteam wieder erstklassig organisiert war, fühlte sich manch einer wohl drei Monate zurückversetzt.
Ende September steppte in der Bundeshauptstadt entlang der Marathonstrecke der (Berliner) Bär, die Stimmung war herausragend, aber vielen Teilnehmenden des Berlin-Marathons war es doch etwas zu warm, sodass die 42,195 Kilometer durch Berlin für einige härter (und länger) als gedacht und geplant wurden. Ein gutes Vierteljahr danach erinnerte das Berliner Wetter keineswegs an den sonnigen Berlin-Marathon 2025. Die gute Laune ließen sich die etwa 3.500 gemeldeten Laufbegeisterten aber auch dieses Mal nicht nehmen. Egal, welche Distanz, die Teilnehmenden gaben trotz Schneedecke ihr Bestes.
Weishaupt und Weißer siegen im Grunewald
Über die kurze Distanz von vier Kilometern waren dieses Mal Keno Zweydinger und Jeannette Holldorf (Bohlig-Lauf-Team) am schnellsten. Zweydinger blieb in 14:57 Minuten sogar noch knapp unter 15 Minuten, während Holldorf 18:25 Minuten benötigte. Dahinter landeten Dimitri Iosebadze (16:32 Minuten) und Noah Gresser (16:43 Minuten) sowie Marie Lott (Team Lott Silvesterparty, 18:33 Minuten) und Geertje Rahn (19:56 Minuten) auf den Plätzen zwei und drei.
Sportlich am umkämpftesten die Podestplätze des 6,3-Kilometer-Laufs. Paul Weishaupt vom Berlin Track Club kam hier nach 19:41 Minuten als Tagesschnellster ins Ziel. Simon Müller (ATSV Kirchseeon, 20:07 Minuten) und Tinusch Jalilvand (SCC Berlin, 20:58 Minuten) folgten. Dahinter klaffte eine Lücke von über einer Minute. Enger war das Rennen um den Bronze-Rang der Frauen. Hier behauptete sich Olga Suckau (SCC Berlin). Sie lief 24:48 Minuten und war so fünf Sekunden schneller als Katharina Lott (Team Lott Silvesterparty, 24:53 Minuten). Noch schneller waren nur Hannah Penz (23:42 Minuten) und Siegerin Linda Weißer (23:04 Minuten), die ebenfalls beide für den Berlin Track Club an den Start gingen.
10-Kilometer-Lauf flexibel gestaltet
Über die 10,2 Kilometer musste die Suche nach Nachfolgern der Vorjahressieger derweil um ein Jahr verschoben werden. Wegen des Wetters hatte das Organisationsteam kurzfristig entschieden, die Möglichkeit zu schaffen, den Lauf bereits nach einer Runde (und somit nach lediglich 4,9 Laufkilometern) beenden zu können. Eine Ergebnisliste wird aufgrund der Anpassungen daher nur in alphabetischer Reihenfolge ausgegeben. Nichtsdestotrotz blieb die Freude über einen schönen sportlichen Jahresabschluss, den Finisher-Pfannkuchen und die Pfannkuchen-Medaille bestehen. Und wer weiß, ob 2026 nicht wieder ganz andere Laufbedingungen für die deutsche Lauf-Metropole Nummer eins bereithält.












