Themenspecial zum Coronavirus
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Tokio Marathon 2020 Salpeter wird sechstschnellste Marathonläuferin

Lonah Salpeter läuft in Tokio in 2:17:45 Stunden persönlichen Bestzeit inklusive neuem Streckenrekord. Bekele siegt in London.

Lonah Salpeter sorgte mit einer absoluten Weltklassezeit für das Highlight beim Tokio Marathon 2020: Die aus Kenia stammende und für Israel startende Läuferin steigerte sich auf 2:17:45 Stunden, wurde damit zur sechstschnellsten Läuferin aller Zeiten und stellte sowohl einen Streckenrekord als auch eine Jahresweltbestzeit auf. Im Rennen der Männer gewann Birhanu Legese zum zweiten Mal in Folge den Tokio Marathon, der zu den World Marathon Majors gehört. Der Äthiopier lief eine Jahresweltbestzeit von 2:04:15 Stunden.

Aufgrund des Coronavirus’ hatten die japanischen Veranstalter wenige Wochen vor dem Start das Massenrennen abgesagt. Dies betraf über 40.000 angemeldete Athleten aus aller Welt. So fand nur das Eliterennen statt.

Paris Halbmarathon abgesagt

Der ebenfalls für den 1. März 2020 geplante Halbmarathon in Paris wurde aufgrund des Coronavirus’ kurzfristig komplett abgesagt. Auch hier waren rund 40.000 Läufer betroffen. Das Rennen durch die französische Hauptstadt war zuletzt der drittgrößte Halbmarathonlauf der Welt.

Bekele gewinnt Halbmarathon in London

In London dagegen wurde am Sonntag gelaufen: Rund 20.000 Teilnehmer hatte das Halbmarathonrennen durch die britische Metropole. Kenenisa Bekele, der einzige internationale Topstar im Rennen, gewann mit einem Streckenrekord von 60:22 Minuten vor dem Briten Chris Thompson (61:07 Minuten). Schnellste Frau war die Britin Lily Partridge, die nach 70:50 Minuten im Ziel war. „Der Streckenrekord ist ein schöner Bonus, aber es ging mir heute nicht um die Zeit, nur um den Sieg“, sagte Kenenisa Bekele. Der Äthiopier hatte sich im vergangenen September beim Berlin-Marathon mit sensationellen 2:01:41 Stunden zurückgemeldet und dabei den Weltrekord um nur zwei Sekunden verpasst. „Ich bin im Plan bezüglich meiner Vorbereitungen für den London-Marathon. Wenn das Wetter gut ist, hoffe ich so zu laufen wie in Berlin im vergangenen Jahr.“

Legese macht die Titelverteidigung vier Kilometer vor dem Ziel perfekt

Das Rennen der Männer begann in Tokio mit sehr hohem Tempo. Mit einer 10-km-Durchgangszeit von 29:12 Minuten lag die Spitzengruppe auf Kurs für eine Zeit um 2:03:00 Stunden. Nachdem eine größere Gruppe dann den 20-km-Punkt in 58:40 Minuten passiert hatte, konnten eine Reihe von Athleten das Tempo nicht mehr halten. Neben dem Titelverteidiger Birhanu Legese liefen noch seine Landsleute Sisay Lemma und Mengstu Asefa hinter dem Tempomacher Reuben Kiprop (Kenia), der dann nach 30 km aus dem Rennen ging. Mit einer Zwischenzeit von 1:27:42 Stunden lag die Spitzengruppe immer noch klar unter dem Streckenrekord, den Wilson Kipsang (Kenia) vor drei Jahren mit 2:03:58 Stunden aufgestellt hatte. Doch in der Folge wurde das Tempo etwas langsamer und am Ende fehlten Legese 17 Sekunden zum Kursrekord. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel hatte er sich von seinem letzten verbliebenen Konkurrenten, Sisay Lemma, abgesetzt.

Osako unterbietet den japanischen Rekord und erhält einen Startplatz bei Olympia

Sisay Lemma wurde am Ende noch von dem Belgier Abdi Bashir überholt, der sich auf die starke Landesrekordzeit von 2:04:49 Stunden verbesserte. Rang drei belegte Lemma in 2:04:51 Stunden. Vierter wurde der Japaner Suguru Osako, der nach 2:05:29 Stunden im Ziel war. Damit unterbot er seinen japanischen Rekord um 21 Sekunden und sicherte sich einen Startplatz bei den Olympischen Spielen.

Neuer Streckenrekord bei den Frauen durch Lonah Salpeter

Lonah Salpeter war im vergangenen Jahr zum ersten Mal unter 2:20 Stunden gelaufen (2:19:46 Stunden). Die 31-Jährige, die seit vielen Jahren in Israel lebt und dort mit dem professionellen Laufsport begann, lief in Tokio lange Zeit gemeinsam mit der Äthiopierin Birhane Dibaba, die diesen Marathon bereits 2015 und 2018 gewonnen hatte. Nach rund 35 Kilometern setzte sich Lonah Salpeter ab und hatte schnell einen entscheidenden Vorsprung. Mit 2:17:45 Stunden verbesserte sie sowohl ihre Bestzeit als auch den Streckenrekord um gut zwei Minuten. Die bisherige Kursbestzeit von 2:19:47 Stunden war Sarah Chepchirchir (Kenia) vor drei Jahren in Tokio gelaufen. Lonah Salpeter wurde zur zweitschnellsten europäischen Marathonläuferin aller Zeiten. Schneller als die Athletin aus Israel war lediglich die Britin Paula Radcliffe mit 2:15:25 Stunden.

Hinter Lonah Salpeter folgte in Tokio Birhane Dibaba, die mit 2:18:35 Stunden ebenfalls eine Topzeit erreichte. Die Äthiopierin schob sich in der Liste der schnellsten Läuferinnen aller Zeiten auf Rang 13 nach vorne. Rang drei belegte Sutume Asefa Kebede (Äthiopien), die nach 2:20:30 Stunden im Ziel war.

Ergebnisse

Männer

1. Birhanu Legese ETH 2:04:15 Stunden

2. Bashir Abdi BEL 2:04:49 Stunden

3. Sisay Lemma ETH 2:04:51 Stunden

4. Suguru Osako JPN 2:05:29 Stunden

5. Bedan Karoki KEN 2:06:15 Stunden

6. El Hassan El Abbashi BRN 2:06:22 Stunden

7. Asefa Mengstu ETH 2:06:23 Stunden

8. Ryu Takaku JPN 2:06:45 Stunden

9. Daisuke Uekado JPN 2:06:54 Stunden

10. Toshiki Sadakata JPN 2:07:05 Stunden

Frauen

1. Lonah Chemtai Salpeter ISR 2:17:45 Stunden

2. Birhane Dibaba ETH 2:18:35 Stunden

3. Asefa Kebede ETH 2:20:30 Stunden

4. Selly Chepyego KEN 2:21:42 Stunden

5. Tigist Girma ETH 2:21:56 Stunden

6. Azmera Gebru ETH 2:22:58 Stunden

7. Senbere Teferi ETH 2:25:22 Stunden

8. Shitaye Eshete BRN 2:27:34 Stunden

9. Shure Demise ETH 2:27:42 Stunden

10. Haruka Yamaguchi JPN 2:30:31 Stunden

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