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Schmerzen durch Reibung Blase am Fuß

Jeder Läufer kennt sie, die kleinen schmerzhaften Flüssigkeitsansammlungen im Fußbereich: Blasen. Das können Sie dagegen tun.

Wie entsteht eine Blase am Fuß?

Die Haut besteht aus mehreren Hautschichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Corium oder Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). Blasen entstehen durch dauerhaften Druck oder andauernde Reibung auf der Oberhaut. Die Folge ist eine Ablösung der einzelnen Hautschichten voneinander und somit die Bildung von Wundflüssigkeit zum Schutz der irritierten Haut, Ansammlung von Lymphflüssigkeit und in schlimmen Fällen Einblutung.

Kleine Blasen zeigen sich anfänglich lediglich als leichte Rötung der Haut. Dem folgt eine Ansammlung von Flüssigkeit im Unterhautgewebe. Bemerkbar machen sich Blasen durch leichte bis starke Schmerzen, die drückend, ziehend oder brennend sein können.

Blasen am Fuß – die Ursachen

Zu Blasen führt alles, was eine dauerhafte Reibung oder Druck auf der Haut verursacht: unzureichend eingelaufene Schuhe, zu enge Schuhe, zu große Socken, unpassendes Material der Socken, starke Feuchtigkeit im Schuh. Auch eine genetische Veranlagung kann die Entstehung von Blasen begünstigen.

Blasen entstehen durch eine ungewohnt starke Belastung von Hautstellen. Der Körper reagiert darauf mit der Produktion von Flüssigkeit zwischen der äußeren und der darunterliegenden Hautschicht. Bemerken Sie beim ­Laufen eine Reibung an der Haut und dauert der Lauf länger als 30 bis 40 Minuten, dann steigt das Risiko, eine voll entwi­ckelte ­Blase zu bekommen. Bei Blutblasen werden zusätzlich kleine Blutgefäße beschädigt. Sie sollten Blasen nicht ignorieren.

Wie behandelt man eine Blase am Fuß richtig?

Öffnen Sie die Blase nicht und lassen Sie die Blase möglichst rund 24 Stunden in Ruhe, damit sie von selbst abheilen kann. Legen Sie während dieser Zeit stattdessen rund um die Blase ein Polster aus Verbandsmull, in das Sie eine Öffnung schneiden, um jeglichen Druck von der ­Blase fernzuhalten.

Ist die Flüssigkeit nach dieser Zeit noch nicht absorbiert, stechen Sie die Blase folgendermaßen auf: Sterilisieren Sie eine Nadel in kochendem Wasser und mit Desinfektionsmittel, zum Beispiel Alkohol oder Jod. Danach stechen Sie zwei kleine Löcher in die Blase und drücken die Flüssigkeit mit einem sterilen Tupfer vorsichtig aus. Ziehen Sie NICHT die Haut ab! Tragen Sie antibakterielle Creme auf und bedecken Sie die Blase mit einem Pflaster. Falls die Blase sich erneut auffüllt, wiederholen Sie das Aufstechen und weichen die Blase anschließend in Bittersalz- oder Borsäurelösung ein. Bei großflächigen und/ oder stark entzündeten Blasen oder aber unklarem Tetanusschutz (Impfung alle 10 Jahre) ist ein Gang zum Arzt unumgänglich.

So können Sie Blasen am Fuß vorbeugen

Bilden sich Blasen wiederholt an derselben Stelle, muss die Ursache beseitigt werden: Wählen Sie Socken aus synthetischer Faser. Spezielle Lauf-Funktionssocken sorgen dafür, dass Feuch­tigkeit von der Haut wegtransportiert wird. Tragen Sie keine Baumwoll­socken, denn diese speichern die Feuchtigkeit. Besser sind Lauf­socken mit speziell eingear­bei­tetem Fersensitz und einer Zehenbox. Manche haben sogar kleine gummierte Streifen an der Sohle, die ein Verrutschen im Schuh verhindern. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann cremen Sie die Füße vor dem Lauf mit Fußsalbe oder Vaseline ein.

Kaufen Sie Laufschuhe grundsätzlich mindestens eine halbe Größe größer als normale Straßenschuhe. Einen Wettkampf – oder gar einen Marathon – sollten Sie immer in gut eingetragenen Schuhen laufen, niemals in neuen Schuhen! Der Laufschuh sollte im Stehen einen Daumen breit Platz bieten vor dem großen Zeh.

Wenn bei Ihnen Blasen vor allem im Fersenbereich auftreten, tragen Sie beim Laufen Schuhe mit weichem und flexiblem Fersenbereich. Wenn Sie mehrere Laufeinheiten pro Woche absolvieren, kann ein zweites Paar Laufschuhe dabei helfen, den Druck des Schuhs besser zu verteilen. Häufig hilft es auch schon, den gereizten Fersenbereich mit Leukotape zweifach abzukleben oder vorbeugend mit einem Blasenpflaster oder einem weichen Hühneraugenpflaster abzupolstern.

Laufen Sie regelmäßig barfuß, um die Sensibilität der Haut herabzusetzen. Wenn Sie öfter an gleichen Stellen Blasen hatten, kleben Sie diese empfindliche Stellen mit Tape ab (z. B. Leukoplast). Dabei eventuell den ganzen Fuß umwickeln, damit sich das Pflaster nicht löst. Außerdem gibt es spezielle Blasenpflaster.

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