Der Mizuno Wave Neo Ultra im Test Hersteller

Mizuno Wave Neo Ultra im Test.

Nachhaltiger Schuh für Neutralfußläufer Der Mizuno Wave Neo Ultra im Test

Eine neu entwickelte Zwischensohle aus recycelten und pflanzenbasierten Materialien macht den Mizuno Wave Neo Ultra nicht nur zu einem der komfortabelsten, sondern auch einem der nachhaltigsten Laufschuhe im Markt.

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Hand aufs Herz: Interessiert es Sie, wie nachhaltig ein Schuh produziert wurde, oder geht es Ihnen beim Schuhkauf vor allem um Komfort und Passform des Schuhs? Vermutlich am Ende, also beim Kaufentscheid, dann doch eher um Letzteres – wie auch dem Autor dieses Testberichts. Wie schön, dass der neue Mizuno Wave Neo von allem ganz viel bietet: Komfort, Passform UND Nachhaltigkeit. Dieser Schuh ist einer der komfortabelsten Laufschuhe, die es derzeit auf dem Laufschuhmarkt gibt, und zudem von Schaft bis Sohle aus vielerlei recycelten und pflanzenbasierten Materialien gearbeitet. Oder anders gesagt: Mit diesem Modell schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe.

Bringen wir es auf den Punkt: Von Mizuno gab es bisher kein Modell, das sich so bequem und gut gedämpft, trotzdem aber „schnell“ lief wie der neue Wave Neo Ultra. Der ist so etwas wie der große Bruder des Wave Neo Wind. Mizuno verwendet in der Zwischensohle drei Schichten Zwischensohlenschaum, Materialien, wie man sie aus der Wave-Sky- und Horizon-Serie kennt, und kombiniert den nachhaltigen Enerzy-Lite-Schaum mit einem Enerzy-Core-Material in der Mitte sowie einer regulären Enerzy-Schicht, um die maximale Dämpfung zu generieren. Mit 220 Euro ist der Schuh recht teuer, aber maximaler Komfort und nachhaltige Produktion haben vermutlich ihren Preis.

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Angenehme Passform dank Sockenschaft

Die Passform des aus einem Stück gearbeiteten Sockenschafts, der also ganz ohne eine herkömmliche Zunge auskommt, ist extrem angenehm, fällt eher etwas volumiger, also breiter aus. Man kann die Passform aber über die Schnürung gut fixieren. Das Obermaterial ist besonders nachhaltig und aus einem ungefärbten Strickmaterial gefertigt, die Atmungsaktivität ist herausragend. Feste Besätze, die sich von der Ferse bis zum Mittelfuß ziehen, verleihen ausreichend Stabilität in der Abrollbewegung. Eine Eigenheit des Sockenschafts ist auch der fehlende Fersenkragen. Das Obermaterial ist also, um einen guten Sitz zu gewährleisten, bis an den Knöchel gezogen. Das ist etwas ungewohnt und muss man mögen.

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Maximale Dämpfung und spürbare Energierückgabe

Der heimliche Star des Mizuno Wave Neo Ultra ist das Enerzy-Core-Material. Dieses ist das Zwischensohlenmaterial, das im zentralen Bereich der Zwischensohle für Dämpfung und Rückstellkräfte sorgen soll, und beides gelingt hervorragend, ist also deutlich spürbar bei jedem Schritt. Trotz des volumigen Äußeren, des keinesfalls niedrigen Gewichts und der drei bis vier Zentimeter hohen Sohle läuft sich der Mizuno Wave Neo auch bei höheren Tempi wunderbar, ja, er scheint auch dafür sogar ausdrücklich geeignet. Die 8-Millimeter-Sprengung (39 Millimeter Sohlendicke im Rückfuß, 31 Millimeter im Vorfuß) wird durch das weiche Zwischensohlenmaterial insofern relativiert, als sich der Schuh dadurch beim Laufen „flacher“ anfühlt. Der Vorfußbereich ist stark aufgebogen („Vorfuß-Rocker“) und unterstützt die Abrollbewegung exzellent. Die sogenannte G3-Außensohle ist leicht, aber offensichtlich auch robust und optimiert das gelungene Abrollverhalten. Sie scheint für alle Laufuntergründe (außer Trails) geeignet, nur bei Regen auf blankem Asphalt war sie ganz leicht rutschig. (Aber das sind die meisten Außensohlen.)

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Neutraler Schuh für Neutralfußläufer

Der Mizuno Wave Neo Ultra ist ein Neutralschuh, bietet also keinerlei gehärtete Zwischensohlen- und/oder spezielle Stabilitätselemente. Allerdings ist die Zwischensohle über die gesamte Länge des Schuhs etwas breiter gearbeitet, weist also einen kleinen „Sohlenüberstand“ auf. Im Rückfußbereich gibt es – wie schon erwähnt – feste Besätze, die den Fersensitz unterstützen. Alles zusammen erzeugt eine angenehme Portion Stabilität und Führung, sofern Sie einen normalen oder etwas breiteren Fuß haben. Läuferinnen und Läufer mit schmalen Füßen müssen die Schnürung gut justieren, zumal der Sockenschaft naturgemäß etwas weniger Halt bietet als ein herkömmlicher Schaft.

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Fazit

Das Beste am Mizuno Wave Neo Ultra ist, dass er nicht nur aus überwiegend nachhaltigen Materialien gearbeitet ist, sondern dass dies keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Funktionalität mit sich bringt. Er räumt also mit dem Vorurteil auf, dass sich in der Laufszene noch immer hält, Nachhaltigkeit ginge zwangsläufig auf Kosten des Laufkomforts. Der Mizuno Wave Neo Ultra ist maximal gut gedämpft, läuft sich aber trotz seines hohen Komforts überhaupt nicht behäbig, sondern leicht und „schnell“. Der Schuh ist für die komplette Bandbreite der verschiedenen Dauerlaufvarianten geeignet – von lang und langsam bis kurz und zügig. Er passt am besten für Neutralläuferinnen und -läufer mit normaler Fußform.

Mizuno Wave Neo in Zahlen

Gewicht: 300 Gramm (Männer), 260 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
Sohlenaufbau: Rückfuß 39 Millimeter, Vorfuß 31 Millimeter
UVP: 220 Euro

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