Ein Stadion in der Nähe ist für viele Hobbyläufer, Sprinterinnen und Intervall-Fans ein echter Glücksgriff. Die Kombination aus Tartanbahn, klaren Distanzen und oft kostenloser, öffentlicher Nutzung macht das Stadiontraining zu einer der effektivsten Trainingsformen überhaupt.
Warum sich Lauftraining im Stadion lohnt
Ein Stadion bietet klare Strukturen und optimale Trainingsbedingungen. Gerade, wenn du schneller werden möchtest, lohnt es sich, einmal auf die Bahn zu gehen. Hier hast du eine genaue Abmessung und relativ gleichmäßige Bedingungen für dein Training.
- Die Tartanbahn ist gelenkschonend, griffig und wetterfest.
- Exakte Distanzen für dein Intervalltraining.
- Keine Höhenmeter: Auf der Bahn hast du weder Steigungen noch Gefälle.
- Jede Runde ist messbar, jede Einheit exakt steuerbar.
- Keine Autos, keine Hindernisse, keine unebenen Wege.
- Motivation: andere Sportlerinnen und Sportler ziehen dich mit.
- Häufig beleuchtet: Gerade in der dunklen Jahreszeit findest du hier zu Trainingszeiten eine beleuchtete und belebte Laufstrecke.
Wo findet man ein Stadion in der Nähe?
Um ein Stadion in deiner Nähe zu finden, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Google Maps: Gib unter maps.google.de einfach die Adresse deines Aufenthaltsorts ein, und suche nun auf der Satellitenansicht nach einer Laufbahn.
- Grundsätzlich bietet sich eine Nachfrage in den einschlägigen Internetforen für Läuferinnen und Läufer an. Die größte Community findest du unter forum.runnersworld.de.
- Leichtathletik-Vereine: Frage beim Deutschen Leichtathletik-Verband (Tel. 06151–7708-0) nach örtlichen Vereinen und erkundige dich, wo deren Sportler trainieren.
- Rufe beim Sportamt deiner Stadt an. Dort gibt es eine Übersicht über alle Sportanlagen. Die Sportämter findet man auch im Internet.
- Frage bei den örtlichen Niederlassungen der Krankenkassen nach. Diese haben oft nicht nur eine Liste der Lauftreffs und -vereine, sondern einen Überblick über Sportanlagen bzw. Laufbahnen.
Kann man ein Stadion kostenlos nutzen?
In vielen Städten lautet die Antwort: Ja, öffentliche Stadien sind oft frei zugänglich, kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Eine Ausnahme gibt es: Während Vereins- oder Schulsportzeiten kann die Bahn gesperrt sein. Manche Anlagen haben feste Öffnungszeiten, besonders wenn Flutlicht vorhanden ist.
Stadiontraining für Anfänger: So gelingt der Einstieg
Wenn du noch Laufanfänger bist, kannst du besonders von der klaren Struktur auf der Bahn profitieren. Wichtig ist, dass du nicht zu schnell startest. Die Bahn verleitet einen nämlich schnell dazu, zu früh zu viel Gas zu geben.
Ein einfaches Startprogramm:
- 10 Minuten Einlaufen und anschließendes Lauf-ABC
- 4 lockere Steigerungsläufe
- 4 × 400 m im moderaten Tempo
- 5 Minuten Auslaufen
Die besten Übungen für das Stadiontraining
Wenn du schon etwas fortgeschritten bist, kannst du folgende Einheiten auf der Bahn absolvieren:
- 400-m-Intervalle: Ein Klassiker für Tempoausdauer
- Ideal für die Schnelligkeit sind 200-m-Sprints
- 100-m-Technikläufe: Hier liegt der Fokus auf deinem Laufstil
Viele weitere Trainingsbeispiele findest du in diesem Artikel:
FAQ: Bahntraining
In den typischen Leichtathletikstadien ist eine Bahn exakt 400 Meter lang. Bei älteren Stadien kann es Ausnahmen geben (333 oder 250 Meter). Die Länge gilt für die Innenbahn. Für die weiteren Bahnen zeigen Markierungen die passenden Startlinien für einen 400-Meter-Lauf an.
Ja, Musik ist grundsätzlich erlaubt. Wichtig dabei ist, dass du andere Läufer oder Sportler nicht behinderst und alles um dich herum noch wahrnehmen kannst. Achte aber immer im Einzelfall auf Schilder mit Verhaltensregeln am Eingang.
Ja, das ist möglich, und viele Läuferinnen und Läufer machen es gern für kurze Technikläufe. Beachte aber, dass die Bahn sehr griffig ist, was die Haut stärker beansprucht.
Viele Stadien bleiben auch im Winter geöffnet, allerdings oft nur bis zur Dämmerung. Das Flutlicht wird häufig nur fürs Vereinstraining angeschaltet. Außerdem kann die Bahn bei Schnee oder Glätte gesperrt werden, da dann das Laufen zu gefährlich ist.
Eine Tartanbahn besteht aus einem elastischen Kunststoffbelag, ist federnd, schnell, gelenkschonend, wetterfest und sehr pflegeleicht. Das ist ideal für Sprint‑ und Tempotraining. Eine Aschebahn dagegen besteht meist aus rötlicher Schlacke oder Sand. Sie ist weicher, aber deutlich langsamer, wird bei Regen schwerer zu laufen und ist heute seltener zu finden.











